Wölkchen82
Mitglied
- Beiträge:
- 1359
- Themen:
- 2
- Danke erhalten:
- 1734
- Mitglied seit:
Zur Vorgeschichte (in kurz, soweit möglich): ich bin geschieden, habe eine Tochter (8). Sie wird im Wechselmodell betreut - eine Woche bei uns, eine bei ihrem Vater. Mein Exmann ist recht manipulativ (ich würde sagen, narzisstische Züge, bin aber kein Profi). Mein Freund ist ein paar Jahre jünger als ich, ebenfalls geschieden. Seine Exfrau hat Freundeskreis usw vernachlässigt, war am liebsten mit ihm zu Hause. Hat ihm Aufgabenzettel für den Haushalt geschrieben und kritisiert, was ihr nicht gefallen hat (soweit seine Erzählung - auch in kurz). Ich hab den Eindruck, dass das bei beiden von uns zu einem angeknacksten Selbstwert geführt hat, wir tragen da also beide so unser Päckchen mit uns herum.
Wir sind jetzt seit 3 Jahren ein Paar, wohnen seit 2 Jahren zusammen. Ich bin sehr glücklich mit ihm, habe den Eindruck, dass er es ebenfalls ist. Wir können (sonst) gut miteinander reden, haben ähnliche Interessen und Ansichten, lachen gern miteinander. Sind mal unterwegs und hängen mal zu Hause rum. Ich bin auch mal mit meiner Tochter alleine unterwegs. Ich sehe aber an einer Stelle Potential für (späteren) Stress, dem ich gern irgendwie vorbeugen würde. Mir fehlen ein paar Anregungen, wie.
Er läßt immer mal wieder Sachen schleifen. Größtenteils Kleinigkeiten, es summiert sich aber langsam. Sei es, dass er unsere Powerbank leer macht, und nicht wieder anklemmt. Ich hab ihn darauf angesprochen. An zwei aufeinanderfolgenden Tagen. Trotzdem passiert nix. Er wollte einen Hamsterkäfig bauen. Seit letztem Oktober stand das im Raum. Im März haben wir dann Material gekauft. So wie gekauft, steht es noch im Schuppen. Wir haben einige doppelte Möbel, die ich gern bei ebay Kleinanzeigen reinsetzen möchte, seit seinem Einzug vor 2 Jahren. Habe ihm gesagt, dafür brauch ich seine Unterstützung. Raustragen, fotografieren, zurücktragen. Die Reaktion ist dann meist "Ja, müssen wir mal machen." Wenn ich da nicht wieder aktiv werde, wird es wahrscheinlich auch noch ewig stehen bleiben. Und noch ein paar Sachen in dieser Richtung, die ich hier nicht alle 'auflisten' will. Wenns um Urlaub oder Organisation irgendeiner Art geht übernehme ich irgendwann die Initiative. Eben weil von ihm so gar nix kommt. Ich fühl mich da ein Stück weit alleine gelassen.
Problematisch ist für mich, dass mein Exmann mir gern gesagt hat, was ich denn wie zu tun habe, mich also ganz schön kommandiert hat. Und ihn seine Exfrau auch. Den Fehler möchte ich nicht machen. Ich fühle mich da auch ehrlich gesagt unwohl, solche 'Anweisungen' zu geben - weswegen das wahrscheinlich auch nicht immer gut rüberkommt. Er fühlt sich dann (wahrscheinlich) unter Druck gesetzt und reagiert abweisend und genervt. Und ich versteh oft nicht, dass er sich nicht am Schlüppi reißt, und solche Sachen einfach angeht statt ewig aufzuschieben. Sogar seine Mutter meinte mal, er bräuchte immer mal wieder einen "Tritt in den Allerwertesten". Was könnte dafür die Ursache sein? Wie mach ich ihm klar, dass ich ihn als aktiven Partner brauche, der mitzieht, der auch selber solche Sachen in die Hand nimmt? Ohne, dass er sich bevormundet fühlt? Mich würden auch Internetartikel oder gute Bücher in der Richtung interessieren.
Er hat leider durch die vorhergehende, sehr häusliche Beziehung praktisch keinen eigenen Freundeskreis mehr. Mit Kollegen kommt er gut aus, geht aber nicht mal nach Arbeit ein B. trinken, oder so. Er versteht sich gut mit meinen Freunden, die mögen ihn ebenfalls. Zu meiner Tochter hat er ein gutes Verhältnis, zu seinen Eltern und Großeltern und meiner Familie ebenfalls. Wir sitzen gern abends am PC und spielen meist auch zu zweit. Manchmal zu Dritt online, hier und da auch in einer größeren Community, aber eher selten. Mir ist auch klar, dass er ein bißchen der typische Techniker ist
Ich hoffe, das reicht, damit Ihr Euch ein ungefähres Bild machen könnt. Ich bin sehr auf Eure Meinungen gespannt.
Er sagt: Ja, Schatz. Und vergisst es wieder. 