Gänseblümchen30.
Gast
Am Anfang meiner Ausbildung bin ich komplett neu in die Gegend gezogen - 600km weg von der Heimat und der Familie - und habe eigentlich bis heute noch niemanden hier gefunden, den ich als beste/n Freund/in bezeichnen würde.
Ich führe seit zwei Jahren eine Beziehung die bisher auch ganz glatt lief.
Jetzt wird mir etwas aber immer bewusster: Mein Freund hat sein Elternhaus übernommen. Wir sollen da in drei-vier Jahren einziehen, Familie gründen und zusammen alt werden. Seine Eltern wohnen dann unter uns.
Und was wird dann aus meinen Eltern? Die sehen unsere Kinder ja nie. Werde ich mich denn hier je daheim fühlen? Soll ich in meinem öden Job jetzt versauern um der Familie "was bieten" zu können oder wo will ich noch hin und was ist so noch möglich?
Momentan mache ich mir Sorgen, dass alles in eine Richtung läuft, mit der ich nicht glücklich sein kann bzw. die ich für mich nicht will.
Es ist alles so "fest" verplant und ich habe oft das gefühl, dass dieses Leben nicht recht zu mir passt. Für meinen Freund kommt kein alternatives Leben in Frage. Wir sind vom Alter her 13 Jahre auseinander, so dass mir nicht mehr soo viel Zeit bleibt, noch ein paar Sachen auszuprobieren, bevors mit der Familiengründung losgeht(Bin grad 23, mein Freund 36).
Ich habe so ein Gefühl von Hilflosigkeit, dass ich an der Situation nicht viel ändern kann außer das Beste draus zu machen.
Ich fühle mich einfach mit dieser Verplantheit nicht wohl, denke manchmal, dass es zu früh für mich ist, so gebunden zu sein. Negativ ausgedrückt könnte man evtl denken, ich habe schiss verantwortung zu übernehmen- aber vielleicht ist das auch noch gerechtfertigt? Ich weiß nicht.
Es kann doch aber nicht richtig sein, wegen sowas an seiner Beziehung zu zweifeln und zu gehen, wenn sonst alles in Ordnung ist, oder?
Vielen Dank für eure Antworten.
