Hallo zusammen,
mich kennt hier noch niemand. Das ist mein erster Beitrag. Ich lese hier viel und vor allem diesen Thread mag ich sehr, denn er zeigt, wie man sich entwickelt und langsam den Schmerz hinter sich lässt und man erfährt an schlechten Tagen viel Unterstützung. Daher würde ich mich gern beteiligen.
Ich hatte angefangen, meine ganze Geschichte für einen Extra Thread aufzuschreiben und habe festgestellt, viel zu lang

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Daher nur hier ganz kurz zu mir, ich hoffe, das ist ok:
Ich hatte drei Beziehungen in meinem Leben (zu Frauen und ich bin eine Frau). Eine über 14 Jahre, eine 5,5jährige Beziehung und schließlich zum Schluss eine sogenannte toxische Beziehung, die ich grade dabei bin zu verarbeiten. Zwei Jahre waren wir fest zusammen, danach hielt sie mich in einem „jein“, an der Liebe läge es nicht, sie würde mich sehr lieben. Woran es dann lag, verstand ich nie – und ich halte mich nicht für dumm

. Es folgten 1,5 Jahre Verletzungen und Entwürdigungen, die ich alle brav mitgemacht habe. Im Glauben an die große Liebe und ich könne ihr helfen.
Mein Glück: Wir waren auch bei einer Paartherapie und bei der gleichen Therapeutin dann auch beide in Einzelsitzungen. Dieser Umstand war vor knapp vier Monaten, als es endgültig vorbei war, meine Rettung. Die Therapeutin, die sie ja nun auch kannte, erklärte mir, bei X lägen starke Borderline Tendenzen mit narzisstischen Zügen vor. Eine klare Diagnose müsse man zwar noch stellen, aber es wäre schon sehr deutlich. Und ich bin natürlich durch dieses komm her – geh weg in eine Abhängigkeit geraten. Auch, weil mir das alles völlig fremd war und ich ständig versucht habe zu verstehen, was ist denn da los? Sie sagt, sie liebt dich und dann macht sie dieses und jenes?
Inzwischen bin ich „aufgeklärt“ und verstehe. Verstehe, was passiert ist und auch was mit mir passiert ist. Das hilft. „Durch“ bin ich noch lange nicht. Ich habe noch viele schlechte Tage, aber auch wirklich gute Tage.
Den Kontakt habe ich kurz nach dem endgültigen Aus komplett abgebrochen. Sie hätte ihn gern weiter gehabt. Eine sehr schwere Angelegenheit, aber an alle die auch den Kontakt abgebrochen haben: Haltet durch! Auch virtuell! Ich bekam anfangs noch mit, dass sie direkt mit Affairen angefangen hat und sich mit einer wohl auch was Festes entwickelt. Das will ich alles gar nicht mehr mitbekommen, so was verletzt nur und wirft zurück.
Wie ist also mein Tag heute? Bis jetzt durchwachsen und das bewerte ich gut. Es ist Sonntag, ich habe absolut nichts vor. Es könnte also schlimmer sein. Ich habe einen guten Freundeskreis, Gott sei Dank, aber heute bin ich ganz für mich, das ist immer noch sehr schwer. Gleich gehe ich eine „Nebelrunde“ mit meinem Hund. Das tut immer gut. Mit Sonne wäre es schöner. Aber ich bin froh, dass er mich täglich dazu „zwingt“

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Ich trage seit kurz vor Weihnachten abends ein Plus-, Minuszeichen oder eine Null (für durchwachsen) in einen Wandkalender ein, wie der Tag für mich war. Damit ich an trüben Tagen, an denen ich denke, ich mache gar keine Fortschritte, doch schwarz auf weiß sehen kann, ich mache welche, die ganz miesen Tage werden weniger. So mein Plan, ich führe ihn ja noch nicht so lange.
Ein Plus wird es heute wohl nicht geben, aber ich hoffe auf eine Null, das wäre für so einen Tag schon ein Erfolg.
Euch wünsche ich auch einen bestmöglichen Tag!
Liebe Grüße
loveyourself