Zitat von Wolfstanz: 5 Kinder in derselben Familie. Das eine kommt schwer traumatisiert daraus, daß andere hat nichts. Was macht den Unterschied?
Menschen sind sehr unterschiedlich und reagieren sehr unterschiedlich. Sliderman nannte schon das Stichwort "Resilienz". Woher die kommt und was sie genau ausmacht, weiß niemand so genau.
Außerdem kann die Psyche Dinge manchmal so gut abspalten, dass es denjenigen Kindern von den 5, die augenscheinlich nix haben, erst Jahrzehnte später auf die Füße fällt. Dann kommt es plötzlich, wenn sie fünfzig oder sechzig sind mit Wucht. Und sie wissen gar nicht, wie ihnen geschieht.
Noch dazu ist die Frage, was es heißt, "nix" zu haben.
Manche entwickeln psychische Strategien, die dergestalt sind, dass sie selbst glauben, sie hätten nix und sie kommen so weit ganz gut klar. Dafür kommen andere nicht mit ihnen klar. Das hast du oft bei Leuten, die stark narzisstische Strategien entwickelt haben zum Beispiel.
Die finden sich selbst voll toll und merken gar nicht, was für psychische und menschliche Wracks sie sind.
Ich kenne eine Familie, völlig kaputt, in der die zwei längst erwachsenen Söhne sich schwer über die Schwester wegen ihrer labilen Psyche lustig machen. Die ist in ihren Augen einfach schwach.
Beide Brüder sind allerdings erstens schwere Alkis und zweitens schwere Narzissten. Das merken sie allerdings selbst nicht und finden, dass bei ihnen alles dufte ist.
Wer hat jetzt in deinen Augen die größeren psychischen Probleme?
Nur mal so als Beispiel.