Beitrag #5
Zitat von SannaRunner:Wir arbeiten so gut es geht im Wechseldienst, zusätzlich seine Eltern und bis vor kurzem auch eine Babysitterin (die jetzt aber leider wieder zurück in ihr Heimatland gezogen ist). Das heißt wir sind alle ausgebrannt. Für kinderlose Abende mit meinem Mann bleibt da nichts mehr übrig. Wir sind schon froh, wenn unser Alltag hinhaut. Zusätzlich sind wir gerade an der "Erweiterung" meiner Wohnung, weil uns logischerweise ein Kinderzimmer fehlt, ich stecke seit zwei Jahren in einer recht anspruchsvollen Fortbildung. Also Stress pur!
Beitrag #15
Zitat von SannaRunner:Getrennt wohnen: Ich will den Kindern nicht wieder eine Veränderung zumuten. Da würden sie sich sicherlich sorgen, dass wir uns wieder trennen und mein Mann hat klargemacht, dass er auf gar keinen Fall getrennt wohnen möchte - daher kam es dann auch so (zu?) schnell zu dem Zusammenzug.
Mit Verlaub: Das klingt, als habe Dein Mann Dir die Pistole auf die Brust gesetzt:
"Entweder Du nimmst mich und übernimmst auch die Rolle der Stiefmama, oder wir sind kein Paar mehr."
War es so?
Beitrag 15
Zitat:Und auch der Kleine soll nicht aus seinem gewohnten Umfeld gerissen werden, er hat schon viel mitgemacht und die Beständigkeit ist sicher für seine Entwicklung wichtig.
Eine gute Nanny kann da sinnstiftender sein als eine ausgebrannte Stiefmutter.
Beitrag #22
Zitat von SannaRunner:Es nervt mich einfach so gewaltig, dass in Wirklichkeit ICH zuständig bin für alles. Mein Mann hat seine Dienstreisen und ist immer das halbe Monat weg und ich versinke zu Hause im Chaos. Manchmal ärgert es mich wirklich, weil ich mich frage, was er denn gemacht hätte, wenn wir nicht wieder zusammengekommen wären.
Wer hätte den Kleinen dann betreut?
Erst eine Nanny und später dann ein Hort. Männer werden nämlich nicht nur nicht zu Rabenvätern erklärt, sondern zu Helden der Arbeit, wenn sie das so lösen - Frauen schon, in Deutschland jedenfalls.
Davon ab:
Niemand ist unersetzlich. Entschuldige, wenn ich das jetzt so schreibe, aber den ganzen Thread hindurch dachte ich nur:
Meine Güte, wieso gab und gibt es angeblich nur diesen einen Weg? Was wäre denn, wenn SannaRunner selbst auf Dienstreisen oder einfach nur mal für ein paar Wochen ins Spital müßte, etwa um eine OP und deren Nachsorge zu überstehen? Wäre ihr Mann dann überhaupt zu ihr zurückgekehrt?
Meines Erachtens hast Du viel zu früh "Hier!" gerufen und ich muß @elisabeth123 zustimmen: Das war nicht sehr durchdacht. Letztlich hast Du allen Beteiligten einen Bärendienst damit erwiesen, denn
- Dein Mann bekommt es viel zu leicht gemacht, statt auch mal selbst Verantwortung für sein Handeln zu tragen;
- Deine Kinder erleben die Aufnahme des Halbgeschwisterchens (latent) als negativ für ihr bishriges Leben;
- Dein Stiefkind spürt subtil Deine Überforderung; auf Dauer wird sich das äußern;
- Du bist völlig ausgebrannt und wirst so auf Dauer unweigerlich ekranken, wenn sich nichts ändern sollte.
Nimm doch bitte mal für einen Augenblick die Vogelperspektive ein: Was würdest Du jemand raten, der Dir eine Familie vorstellt, wo die Aufgaben so verteilt sind wie in Deiner?