Mimi1979
Gast
ich bin gestern nach langer Kontaktsperre einer Einladung meines Ex zum Essen gefolgt..es war sehr hart aber auch sehr schön..nach einiger Zeit wurde dann über die vielen Dinge die bei uns schief gegangen sind gesprochen (jeder unserer Streits resultierte daraus, dass ich Rede und er schweigt, extra auf meine Fragen nicht antwortet, und keinerlei Empathie in diesen Zuständen empfinden kann..wie man so schön sagt: eiskalt dem anderen gegenüber)..nachdem wir über mehrere Situationen sprachen fande ich einen Standpunkt ganz interessant...
Bei jedem Streit habe ich natürlich erwartet oder darauf gewartet, dass er so oder so wie immer reagiert, nämlich garnicht oder nicht so wie ich es mir gewünscht hätte..nachdem er dann wusste wie sehr er mich damit auf die Palme bringt wurde ich natürlich immer lauter, habe ihn, seine Person und seine Qualität als Partner neben mir in Frage gestellt...
Er sagte mir darauf, dass er genau das selbe bei mir gedacht hat, egal um welchen Streit es sich handelte..er hat lediglich den Zeitpunkt abgewartet bis ich aufdrehe und ihn "beleidige" und dann fühlte er sich nur noch bestätigt! Quasi wie ich mich in seinem Verhalten bestätigt fühlte?
Jetzt habe ich an mehreren Stellen in euren Beiträgen gelesen, dass man oft grade in solchen Extremsituationen wie Streit sein Selbst in dem Partner wiederspiegelt? Bzw. die Verhaltensweisen die man an sich selbst nicht leiden kann unbewusst bekommt durch den Partner?
Finde ich sehr interessant, alleine aus dem Grund weil ich komischerweise in vielen Situationen mit meinem Partner meine größte Angst -wie z. B. den Verlust der Sicherheit in den Partner- förmlich heraufbeschwört habe, auch durch mein Verhalten natürlich, wo ich jedoch wusste das bestimmte Situationen ihn dazu bringen mich hängen zu lassen..
Was sagt ihr dazu?
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