Schusselbacke
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Ich (m34) und meine Ex (w28) sind jetzt seit etwa 4 Wochen getrennt, die Trennung ging von ihr aus und es nimmt mich ziemlich mit.
Die ganze Sache ist ziemlich kompliziert, da sie auch emotional labil war.
Die Beziehung ging ca. 1,5 Jahre und schon relativ früh merkte ich ihr an, dass sie sehr empfindlich auf irgendwelche Äußerungen reagiert hat.
Meist befürchtete sie kritisiert oder abgewertet zu werden.
EIn Beispiel wäre zB: ich stand unter der Dusche und sie hat am Waschbecken das kalte Wasser angedreht. Dabei hab ich mir kurz den Hintern verbrannt(was nicht schlimm war).
Ich schreckte also zusammen und sagte: "Oh nein du hast das Wasser angedreht"
Darauf ging sie dann zb. steil und beschimpfte mich, und es dauerte etwas sie zu beruhigen.
So gingen die ersten Monate noch realtiv harmlos dahin. Immer wieder und in verschiedenen Kontexten kam es aber zu solchen Auseinandersetzungen.
Sie sagte mir dann, das ist so bei ihr, vll könnte ich sie dann in den Arm nehmen das nichts ist etc.
Was auffällig war, dass immer wenn ich sie kritisiert habe, oder sie einen tatsächlichen Fehler gemacht hat (nix Großartiges), hat sie versucht die Schuld auf uns beide zu verteilen.
Mit der Aussage, sie könne nicht soviel "Schuld" tragen.
Man kam auch auf gewisse Kindheitsgeschichten zu sprechen bei ihr, und da hat man auch Verständniss.
Jedenfalls wuchsen diese Geschichten immer weiter. Die Anfangs harmonische Beziehung wurde immer mehr streitbeladen.
Sie hatte in langen Gesprächen im dann auch letzen Sommer gesagt, sie hätte mich im Winter ziemlich belastet und ihr war auch bewusst, dass sie mal zum Psychologen gehen sollte.
Ich hatte zum Glück auch regelmäßig Termine bei meinem Psychologen zu dem Zeitpunkt, da ich in der Vergangenheit schon öfters in Depressionen geschlittert bin.
Nahm sie auch einmal dahin mit. Der riet ihr ihre Kindheit aufzuarbeiten. Wartezeit ist natürlich bestimmt 1-2 Jahre.
So ging es dann erstmal weiter für uns. Mittlerweile wurde sie auch zunehmend agressiver in ihren "Aussetzern".
Vorallem wenn wir zusammen Wein getrunken haben (nicht viel, sie war keine Alk.).
Ich bin über Monate auch bestimmt 10 mal aus ihrer Wohnung weggefahren zu mir nach Hause, da es kein herankommen gab an sie.
EIn Beispiel war, dass ich 2-3 mal nach dem Feuerzeug in ihrer Hand gefragt habe, worauf sie nicht reagiert hat.
Sie hatte zur Musik mitgesungen und meinte dann, ich würde sie unterbrechen, würde ihr das singen nicht gönnen und wäre ungeduldig.
Dabei viel mir später auch ein, dass ich ihr vor Monaten mal gesagt habe SIE wäre ungeduldig, da sie zu viel und zu schnell alles will, was sie auch bejahte.
Es wirkte irgendwie wie eine Retour meines "Vorwurfs".
(Ich hoffe das ist verständlich?)
Jedenfalls ist aus der Sache mit dem Feuerzeug eine 3 Stunden Diskussion gewachsen, aus der ich nicht mehr aussteigen konnte.
So ist es dann oftmals gelaufen und ich bin auch diesen Abend wieder Heim gefahren.
Es dauerte nochmal Wochen bis ich sie zur Einsicht gebracht habe, das Alk. ihr nicht bekommt. Sie solle auf Gras umsteigen (was wir auch hin und wieder mal gemacht haben).
Ich hatte zunehmend Hoffnung geschöpft, dass es endlich in bessere Bahnen kommt. Sie hatte selbst ihr verhalten problematisiert und mir gesagt diese ganzen Streits gehen zu 90% von ihr aus (was auch so war).
Um es jetzt erstmal abzukürzen, hat sie sich dann doch getrennt mit den Worten "wir passen nicht zueinander, sie wäre ja schon lange unglücklich".
Dabei hatte sie (angeblich?) alles eingesehen, das die Beziehung nicht glücklich läuft war uns beiden klar und wir haben es thematisiert. Und das wir nicht "passen" halte ich auch für Nonsens,
da sie ja weiß, dass dieser ganze Stress ihr "geschuldet" ist.
Ich steh jedenfalls jetzt da wie ein begossener Pudel und weiß echt nicht was ich damit anfangen soll.
DIe Gedanken kreisen ständig und ich wollte eigentlich nur helfen und ein guter Partner sein.
Dann muss man sich noch anhören, dass ein ehemaliger Fi**freund ja besser auf sie "eingegangen" wäre,
obwohl der sie nur ne zeitlang in der Bude hatte und sie danach mit fadenscheiniger Begründung hat ausziehen lassen.
Das muss zwar Jahre her gewesen sein, aber warum holt man sowas nach oben? und wer sich besser gekümmert hat und tatsächlich wirklich eingestiegen und eine echte Beziehung wollte, war ja ich.
so das wars erstmal