Regenbogengirl, Du steigerst Dich da ganz schön hinein und wirst beleidigend und verletzend. Wie schnell Dein Urteil gefallen ist! Erstaunlich! Wie wäre es mal mit etwas mehr Einfühlung, mit ein paar Fragen an die TE, statt diesem Aburteilen und nahezu anklagenden Ton.
Dir fehlt beim Schreiben jegliche Distanz zu Golden Winters Problematik. So als würdest Du gegen Deine erzkatholische Mutter wettern und Dein Regenbogendasein anpreisen. Mir fehlt bei Dir wirklich Einfühlung und Zartheit. Einfühlung bedeutet auch, verstehen zu wollen, warum ein Mensch z.B. nach Sicherheit in einer Beziehung sucht...Und Sicherheit suchen wir alle mehr oder weniger. Sicherheit kann man sich auch dadurch verschaffen, dass man immer Absprungbereit ist, sich vielleicht nie wirklich auf einen Menschen einlässt. Das macht nämlich verletzbar und dafür schützt uns auch nicht die Erkenntnis, dass es jeden Tag zuende sein könnte ...zack, stehen ein paar neue, potentielle Partner vor Deiner Tür oder lauern Dir auf der Tanzfläche auf. Das ist ja alles schön und gut und jeder kann es handhaben, wie er/sie möchte aber Dein Rezept zum Seelenheil bzw. Beziehungsheil muss noch lange nicht das anderer sein.
Es ist auch eine Frage, wie wir unser Leben einrichten. Wenn ein Paar keine Kinder hat und beruflich nicht so eingespannt ist, dann ist auch in der Beziehung viel mehr von dem, was Du schreibst, möglich. Schließlich ist es bis zu einem gewissen Grad auch eine Frage des Alters und der Attraktivität, ob ein Liebesleben, wie Du es führen magst, funktioniert. Ich finde vieles von dem, was Du schreibst richtig, so z.B. dass es wichtig ist, sich nicht verkumpeln zu lassen. Auch ich habe das nie getan, wollte immer ganz Frau bleiben und nicht in die praktische Hausfrauen-oder Partnerrolle gedrängt werden...Da bin ich dann ausgebrochen. Und Du hast Recht, Männer lieben solche Frauen. Aber dennoch klingt Deinem Beitrag etwas aggressives durch...es tönt ein wenig nach Machtkampf:
Zitat:Ich will mal ein Beispiel erzählen, was ich meine. Ich war und bin immer die andere gewesen. Der Stoff, aus dem die ungeschriebenen Träume sind. Hatte auch immer viel Zulauf. Habe mich aber nie als praktisch vereinnahmen lassen. Und jeder Versuch dazu scheiterte, weil ich nicht praktisch sein möchte.
Das war dann so, als wir mal Schluss machten, und ich auf die Tanzfläche ging, die Tanzfläche voll war, weil die Männer mich anmachem wollten. Dann waren wir auf einmal wieder zusammen, und nichts war mehr los auf der Tanzfläche. Ich hatte zum Beispiel auch immer lange Haare. Das ist vielleicht unpraktisch, aber ich will auch nicht praktisch sein. Kommt mir jemand so, wäre ich weg.
Und die Männer haben mich immer geliebt. Kaum war ich frei, hatte ich schon wieder den Nächsten vor der Tür. Aber ich habe mich nie verkumpeln lassen. Und das ist auch gut so. Denn der Mann soll sich immer noch ein bisschen Mühe geben und mich nicht für selbstverständlich halten, dann habe ich in seinen Augen einen viel höheren Wert, als wenn ich immer parat bin und mich für selbstverständlich herschenke.
Das tönt nach "Sieh her! Ich habe Dich nicht nötig. Ich bin nicht abhängig von Dir. Wenn Du weg bist, ist schon der Nächste da!" Ich bin auch eine sehr feminine Frau, die Chancen bei den Männern hat aber für mich persönlich ist Liebe etwas seltenes und sich wirklich auf einen Menschen einzulassen, bedeutet immer, sich angreifbar zu machen und im Zweifelsfall gleich auf die nächste Tanzfläche zu laufen um zu demonstrieren, was der Mann an mir hat, halte ich für einen Machtkampf und unsinnig. Der Mann, den ich liebe, ist eben nicht ersetzbar auch wenn es noch so viele Anwärter geben mag. Man kann seine bedingte Unabhängigkeit, seinen Wert auch anders ausdrücken, als durch Demonstration der Konkurrenz oder der eigenen Chancenvielfalt

Das ist ganz ohne andere Männer möglich

Ich empfinde es inzwischen als Stärke, sich einem Menschen ganz hinzugeben, ohne sich aufzugeben, heißt also auch, ohne seine Sinnlichkeit aufzugeben. Und zu dieser Hingabe gehört m.E. eben auch, sich für einen Menschen zu entscheiden, ohne diese Machtkämpfe....Ansonsten finde ich Deine Gedanken ganz richtig...
Hast Du übrigens mal in Erwägung gezogen, dass der Wunsch nach Sicherheit der TE nicht allumfassendes Wesensmerkmal ist, sondern eben nur eine zeitlang Priorität hatte? So etwas kann sich ändern. Wir durchlaufen doch alle Lebensphasen und es ist gut möglich, dass die TE neue Entdeckungen macht...erkennt, dass sie vielleicht einmal mehr wagen möchte...Entwicklung braucht Zeit...
Ich war sehr beeindruckt, wie sanftmütig und intelligent Golden Winter auf Deine scharfe Kritik eingig. Und amüsiert darüber, wie sehr Du ihre Dominanz anklagst, dabei aber selbst dominant wirkst und regelrecht über sie hinüber polterst. Ich habe mich wirklich gefragt, ob Du wirklich der TE oder doch eher einem Schreckbild in Deinem Kopf antwortest:
Zitat:Aber du scheinst so verkrustet zu sein, dass du an dich nichts ran lässt und wohl nur eine langjährige Psychotherapie dich etwas weiter bringen würde. Und selbst da wäre ich mir inzwischen schon nicht mehr sicher, dass sie dir helfen würde.

So ein Kommentar nach ein paar wenigen Posts? Sag mal, wem antwortest Du wirklich?
Zitat:Dein Mann hat da wohl recht, wenn er sagt, das würde ihm (euch) nichts bringen.
Er ist da wohl wesentlich weiter im Denken und fühlen, als es dir lieb erscheint.

Interessant wie wenig Du die ganzen Details, die die TE über ihren Mann schrieb, ernst nimmst. In Deinen Augen ist er also eigentlich ein ganzer Kerl, nur hindert ihn Golden Winter an seiner Entfaltung als Mann

Ja, vielleicht würde er einmal ganz kurz aufflammen, wenn er einer sehr sinnlichen Frau begegnet aber glaubst Du ernsthaft, dass sie aus ihm einen plötzlich wollüstigen Mann machen würde? Einen, der keine Konflikte mehr scheut? Der sein ganzes bisheriges Lebenskonzept über Bord wirft? Wie viele total unsinnliche, artige Männer haben sich ganz bewusst für eine bestimmte Frau entschieden um dann hin und wieder heimlich andere Frauen aufzusuchen? Diese Männer wollen aber keine Partnerin, die diese ero. und Sinnlichkeit in den Alltag integriert, sonst wären sie mit so einer Frau zusammen.
Mir scheint eher, dass er schon lange eine tiefsitzende Entscheidung getroffen hat, nämlich von Leidenschaften und Gefühlen möglichst unbehelligt leben zu können. Ich glaube überhaupt nicht, dass er im Denken und Fühlen viel weiter ist als die TE, er ist einfach anders. Er weiß, dass eine Paarthera nichts bringen würde weil er sich längst gegen ein sinnliches Leben entschieden hat, und das sicherlich nicht weil die TE geistig so unbeweglich ist.
Sie hingegen beginnt zu fühlen, dass ihr etwas fehlt...vielleicht etwas, wovor sie selbst noch etwas Angst hat und für diese Angst, die ja im Übrigen weit verbreitet ist, solllte man sie nicht verurteilen.