Zitat von Mira_:Hach ja
Auf jeden Fall eine interessante Diskussion

Meine ganz praktische Erfahrung aber auch die Wissenschaft, um genau zu sein die S - exualwissenschaft, sagt eben etwas anderes. Bei Wissenschaft meine ich, das es sich nicht um subjektive Eindrücke handeln sollte sondern um empirische Erhebungen und statistische Verteilungen.
Der Botenstoff Oxytocin, nach welchem man quasi auch süchtig werden könnte (...), kann zu der Annahme verführen das unsere Hormone wie Dopamin oder Serotonin Einfluss auf eine emotionale Bindung hätten. Doch für das Entscheidende, für das Seelische-Psychische und also für die Harmonie in der Ehe und deren mögliche Langfristigkeit sind hier andere Faktoren zuständig.
Das bestätigen auch alle Paare welche es ausnahmsweise geschafft haben tatsächlich mehr als einander Lebensabschnittspartner zu werden, die also miteinander alt geworden sind.
Es ist eine naive Fehlvorstellung, zu denken, unser Organismus ist wäre eine Art Flipperautomat, wo man eine Münze einwirft und dann käme verlässlich oben die Kugel raus.
Entscheidend ist also nicht die ausgeführte Handlung, sondern die subjektive Bedeutung, die Sex für uns hat.
Dem widerspricht nicht, das 6 die bereits aufgebaute Bindung verstärkt. Aber wer sich nicht binden kann oder will, wird dies auch mit 6 nicht tun.
Evolutionsbiologie und Evolutionspsychologie zeigt zudem, das Frauen ein höheres Risikoinvestment entwickelt haben, weil sie a) Schawanger werden können und b) eher Opfer sexueller Gewalt werden können. Das begründet eine andere subjektive Wertung auch von 6 und das Abchecken eines potentiellen (6-)Partners. Das erklärt übrigens auch, warum wir Dreibeiner vielleicht etwas weniger wählerisch sind

Um es nicht so trocken wissenschaftlich zu argumentieren gehe ich noch kurz auf meine persönliche Erfahrung mit NF ein, lasse aber um der würzigen Kürze wegen meine Erfahrungen mit meine Exen weg:
Das Körperliche war zwischen uns immer wie eins, von der ersten gemeinsamen Nacht an. Nicht nur der 6 an sich, sondern eine erstaunliche und von beiden sehr selten erlebte Vertrautheit von der ersten Sekunde an. Nicht nur der Akt, sondern das Engumschlungene, die Zärtlichkeit, auch die Abwesenheit von Hemmungen. Und das täuschte lange darüber hinweg, das unsere Charaktere und auch unsere Maßstäbe dem Leben gegenüber und die Lebensgewohnheiten völlig verschieden und also alles Andere als zusammen harmonisch waren und sind.