Wirklich nur Gleichgültigkeit ?

*No more pain*

Obgleich meine Trennung schon lange her ist und wir auch mittlerweile schon geschieden sind....Ich trauere meinem Ex auch nicht hinterher, nein wir haben einen guten Weg der Kontaktpflege gefunden, er flirtet hier und da und in meinem Kopf schwirrt auch jemand....


Es gibt da aber was, worüber ich immer wieder nachdenke, irgendwie lässt mich das nicht los. Es sind bestimmte Verhaltensmuster meines Ex, ich tue mich schwer damit, sie zu pathologisieren, aber manchmal frage ich mich trotzdem, ob da nicht doch was dran ist, was ich mir mittlerweile angelesen habe. Da gibt es einige Punkte die zutreffen und ich frage mich, ob ich sein Verhalten noch verstärkt habe.


Ich lasse mich nicht kleinkriegen und begegne Konflikten in der Partnerschaft offensiv, mag schmollen nicht. Bin aber stets bemüht einen Konsens zu finden.



Anstatt sich mir ordentlich zu zanken, hat er mir versteckt Seitenhiebe verpasst, nicht immer, aber nachdem wir geheiratet hatten (wir waren 16 Jahre zusammen, 7 Jahre davon verheiratet) latent, wenn ich das mit viel räumlichem und zeitlichen Abstand jetzt betrachte:

- Er hat mich z.B. immer weniger berührt, keine Küsse (außer ab und zu solchen schnell hingehauchten zur Begrüßung) kein Streicheln, S.x sowieso nicht (da schäme ich mich fast sowas zu schreiben, aber für ihn erfüllte S. zuletzt nur noch "Trieberleichterung", bevor ihm sein Geschlechtsteil weh tut, mir fällt da kein anderes Wort für ein, aber so ungefähr triffts am ehesten. Er sagte das auch offen, dass ihm sein Ding weh tut und das man deshalb mal könnte ....

- Er hat meistens Dinge vergessen, von denen er wusste, dass sie mir viel bedeuten. Wenn ich z.B. wichtige Termine hatte an dem Tag, hat er nicht mal von sich aus nachgefragt. Geburtstagsgeschenke gab es sowieso keine mehr, denn er wusste nie, was er mir schenken sollte (Vorlagen / Ideen gabs da reichlich meinerseits). Zum Hochzeitstag gabs keine Blumen, außer zum ersten....

- Wenn es mir gesundheitlich schlecht ging musste ich ihn darauf aufmerksam machen, dass es mir schlecht geht, obwohl es sehr offensichtlich war. Angeblich konnte er es nicht sehen.

- Er hat sich sehr oft massiv mit Alk. abgeschossen, obwohl er wusste, dass ich als Kind eines Suchtkranken Trinkers damit echte Probleme habe, ihn besoffen zu sehen.

Ich könnte das noch fortsetzen, mir erscheint es so, als habe er mich absichtlich erniedrigen wollen. Tatsächlich habe ich mich oft schlecht gefühlt.

Ich frage mich, ob ich es mit meinem Verhalten irgendwie provoziert habe. Ist er einfach nur ein Egomane, dessen Umfeld ihm im Grunde gleichgültig ist, oder ist er passiv-aggressiv....

Ich kann es schlecht einordnen, mich interessiert vor allem, was an meinem Verhalten hat möglicherweise sein Verhalten getriggert? Oder kann man das gar nicht eingrenzen?

Danke fürs Lesen, irgendwelche Ideen?

06.04.2015 17:45 • #1


refagl


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Das klingt sehr danach, als hätte er dich regelmässig absichtlich verletzt.

Vielleicht hat ihn deine Liebe und dein Bedürfnis nach Konsens wütend gemacht? Vielleicht wollte er sich in der Beziehun gerne viel offen streiten? Vielleicht gehört das für ihn dazu?
Vielleicht ist er unbewusst sehr wütend auf seine Mutter und hat es auf dich übertragen, und sich so symbolisch an seiner Mom oder einer anderen, früheren Frau gerächt?
Vielleicht hat er die Nähe zu Dir nicht ertragen, konnte sich aber auch nicht trennen und musste dich deshalb immer wieder demütigen und entwerten?

06.04.2015 19:41 • #2


no_name


hallo -

dazu gibt es ein passenderes forum: re-empowerment! Hat zu tun mit Gewalt in Beziehungen. Auch psychischer Gewalt.

noname

07.04.2015 07:13 • #3




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