Spannend, wenn man in Deinen Beiträgen, das Wort Arbeitgeber durch Frau ersetzt, liest sich das ganze Thema genauso.
Treue und Loyalität, sei es von einer Frau oder eben einem Arbeitgeber, scheint ein zentrales Lebensthema für dich zu sein und das es in mehreren Lebensbereichen als Thema vorkommt, deutet darauf hin, daß Du da noch nicht besonders weit in der Auseinandersetzung voran gekommen bist.
Inwieweit Dir praktische Ratschläge helfen können, ohne daß Du das Thema für Dich bearbeitest, ist etwas fraglich.
Das Ding ist, ein neuer Job, in der Region, mit Deinen Voraussetzungen und in Deinem Alter wird schwierig. Beißt die Maus keinen Faden von ab.
Was Du machen willst, hast Du noch nicht so genau beantwortet und vielleicht kannst Du das auch nicht so genau beantworten, was dann aber sicher, wie schon angemerkt von anderen, ein Teil des Problems ist.
Schwierig ist auch, daß Du das Problem von hinten aufzäumst. So wie manche eine Beziehung haben wollen, deren Kriterium ist, daß diese ein Leben lang hält, so willst Du einen Job, dessen Kriterium es ist, daß er bis zur Rente hält.
Das ist deswegen kein besonders guter Ansatz, weil es sich dabei immer um ein Ergebnis und nicht ein Auswahlkriterium handelt. Ist die Beziehung gut, hält sie, wenn beide das wollen.
Ist der Job für alle befriedigend, hält er.
Ich befürchte bei diesem Thema hast Du einfach wirklich viele blinde Flecken.
Nichtsdestotrotz macht die bevorstehende Arbeitslosigkeit halt Angst und es ist sicher sinnvoll, wenn Du Dich damit auseinander setzt, was als nächstes kommt und kommen kann.
Du hast kein Auto, keine Ausbildung, ein Sammelsurium an beruflichen Erfahrungen und ein Alter, alles Kriterien, die Du in jedem Vorstellungsgespräch umschiffen bzw erklären musst. Darauf vorbereitet zu sein, schadet jedenfalls nicht.
Was mir noch aufgefallen ist, Du scheinst eine gewissen Aufopferungsbereitschaft mitzubringen. du machst ja so viel. Du bist bereit, dies und jenes zu tun, lange Wege in Kauf zu nehmen, dich einzufügen etc.
Und es scheint in deinen Erläuterungen durch, daß Du diese Aufopferungsbereitschaft nicht gewürdigt siehst.
Niemand erkennt an, was Du alles tust. Und wieviel mehr sollst Du noch geben?
Solche Gefühle können Symptome einer Depression sein. Sie sind jedenfalls, wenn sie recht häufig auftreten, ein Zeichen dafür, daß man Dinge nicht mehr besonders gut einschätzen kann.
Und unbehandelt, wird das einfach nur über die Jahre schlimmer und womöglich chronisch.
Also wie gesagt, mir scheint Du hast ein ganz intensives Treue und Loyalitätsthema, welches bei vielen, und damit also vielleicht auch bei Dir, mit einen nicht erfüllten Bedürfnis nach Anerkennung und einen absoluten Bedürfnis nach Sicherheit einhergeht.
Ich glaube, daß ein Neu-Anfang immer möglich ist und daß es nur ganz, ganz wenige Situationen im Leben gibt, auf die ein "zu spät" zutrifft. Aber ich glaube auch daran, daß Veränderung nur eintritt, wenn man sich selbst seinen Themen stellt und bei diesen mit Veränderung anfängt.