Carla44
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Ich blieb völlig irritiert zurück. Und auch schockiert. Es gab keinen Streit zuvor. Keine Auseinandersetzung. Wie auch? Ich musste ja stets befürchten, dass er unerreichbar auf Rückzug geht, wenn ich mal ein emotionales Thema konkret ansprach.
Also: ja, das war nicht der erste merkwürdige Rückzug. Aufgelöst wurden diese Situationen dann so, weil ich auf ihn zugegangen bin und zugelassen habe, dass wir eigentlich nicht nochmal intensiv nachbesprochen haben, was zum Rückzug geführt hat. Ich bin immer ein bisschen wie auf rohen Eiern gelaufen. Vorsichtig mit meiner Wortwahl. Vorsichtig damit, meine eigenen Bedürfnisse zu äußern.
Mir ging es damit auch nicht mehr gut.
Nach seinem Rückzug vor 5 Wochen entwickelte ich heftige psychosomatische Symptome. Und da war für mich klar, das will ich nicht mehr.
5 Tage später kam dann eine Nachricht von ihm. Ich sagte ihm, dass ich seinen erneuten Rückzug noch nicht verdaut habe und noch einige Tage brauche, um mich davon zu erholen und dann können wir gern reden. Darauf gab es keine Reaktion.
Eine Woche später haben wir uns zum Reden getroffen. Ich fragte, was denn überhaupt zu diesem Rückzug geführt hat und was er sich zwischenzeitlich überlegt hat. Alle Argumente, die er dann brachte, waren ganz normale Beziehungsthemen, welche sich durch Gespräche gut lösen lassen können. Nichts wirklich Schlimmes. Aber er macht ja lieber alles mit sich selbst aus. Und Hellsehen zählt nicht zu meinen Fähigkeiten.
Wir hatten eigentlich ein gutes Gespräch und wollten uns am Wochenende erneut treffen, um zu reden.
Das ist jetzt 3 Wochen her. Seitdem hat er sich nicht mehr gemeldet.
Weihnachten ist vorbei. Der Jahreswechsel steht an. Und ich hätte nicht gedacht, so ein Jahresende zu erleben.
Nun habe ich Euch meine Geschichte in Kurzform erzählt und freue mich auf einen offenen Austausch mit Euch.