Hallo liebes Forum
Ich hatte mich heute auf die Arbeit gefreut und auf etwas Ablenkung gehofft, das hatte vor Weihnachten gut funktioniert. Stattdessen war ich kurz vorm Zusammenbruch. Mit ist heute bewusst geworden was ihr parallel geschrieben habt, ich habe bis her das Ende noch nicht akzeptiert. Ich habe heute bei 2 Therapeuten zwecks Termin angefragt. Nächste Woche habe ich Termin mit einem Anwalt zum Thema Unterhalt & trennungsvereinbarung. Das nächste WE verbringe ich dein weit weg und helfe einem Freund beim Holz machen, wobei wir den Abend dann mit Zigarren und Steak ausklingen lassen werden

Danach werde ich vermutlich auf Wohnungssuche gehen, da ich mich hier nicht abgrenzen kann, es sind aktuell auch 2 schöne 2-Zimmer Wohnungen auf dem Markt, in denen ich auch längere Zeit mit meinem Sohn zu recht kommen würde.
Ansonsten habe ich mit ihrer Diagnose und nachdem sie medikamentös eingestellt wurde, angefangen sie mehr in die "Pflicht" zu nehmen, was bei ihr vermutlich zum entlieben führte bzw. beigetragen hat.
Sie ist am Ende trotzdem ein Mensch und ich sprach nicht umsonst von ihren Dämonen, sie ist nicht einfach ein verwöhnte Göre und ich weiß was ich an ihr geliebt habe. Wir sind beide schwierige Charaktere das hatte uns immer geeint (da war natürlich noch mehr). Ich bin in dieser Beziehung auch an vielen Stellen gewachsen und konnte mich weiterentwickeln.
@Waris07: du hast natürlich recht, ich hab sie zwar nicht behütet, aber die Beziehungsdynamik hat sich durch die längere Depressive Phase sehr verschoben.
Unterm Strich ist sie bis auf Teeniegeschichten mein erste richtige Beziehung gewesen.
Ich werde sie nicht vor die Tür setzen und auch nicht den Geldhahn zudrehen, wobei wir bis letzten Jahr auch immer ähnlich verdient haben. Da es eine geförderte Umschulung ist bekommt sich auch gar nicht so wenig Geld, erst nach der Umschulung wird sie merklich weniger haben.
Wenn ich jetzt auf Konfrontation gehe gewinnen nur die Anwälte, so schauen wir wie es läuft,... vielleicht irre ich mich ja auch. Vielleicht erkennt sie selbst das es nicht so funktioniert und gibt ihn freiwillig ab. Aber statt jetzt den Streit zu suchen und vorzeitig durch Gericht & Jugendamt die Betreuung entscheiden zu lassen, kann so unser Sohn entschieden zu wem er wann gehen möchte. Sie bleibt am Ende auch die Mutter meines Sohnes.
Es wird natürlich eine feste Regelung geben, aber gerade unter der Wochen werden wir es eher flexibel handhaben. Aktuell ist die Regelung jeder 2 Wochenenden im Monat und Montag bis Donnerstag immer im täglichen Wechsel und hier kommt mir meine Ex auch entgegen, da ich im Januar & Februar schon je 3 Wochenenden außerhalb verplant habe.
Ich kann auch mit der Faust auf den Tisch schlagen - ihr Neuer traut sich seit der Trennung nicht mal mehr in unsere Seitenstraße wenn er sie abholt,... ich hab an der Stelle klar gemacht, das wenn er mir über den Weg läuft, ich ihm meine Meinung von ihm "deutlich" machen werden.
Ich werd ihr auch kein Vorwurf machen, das sie nach 12 Jahren und als sie zum ersten mal eine Erklärung für ihr "anders sein" hatte, sich versuchte selbst zu finden. Das einzige was ich ihr vorwerfe ist das sie sich diesem Typen so angeboten hat und erst gar nicht versucht die Gefühle wieder zu wecken.
Die Abmachung war, das sie nach Ihrer Umschulung wenn sie weniger Arbeiten muss, sich die Zeit nimmt einen spezialisierten Therapeuten zu suchen und wir darauf aufbauend auch wieder uns finden können.
Wie gesagt bei mir kam heute die Erkenntniss, das ich von ihr weg muss, meine Eltern werden mich anfangs finanziell etwas unterstützen. Eventuell geh ich nächste Woche auch ein paar Tage ins Hotel. Ich gehe sogar davon aus das sie wenn ich weg bin einen ersten Zusammenbruch haben wird,... wenn dann zuhause alles liegen bleibt, wenn wir alles Regeln müssen und sie sich um alles Gedanken machen muss.
Danke für eure Zeit, ich werde weiter berichten.