Engel66
Gast
ich habe bisher immer nur still gelesen. Heute möchte ich aber selber meine Geschichte schreiben.
Mein Mann und ich sind sei 16 Jahren verheiratet und haben zwei Söhne, 6 und 11. Seit Dezember letzen Jahres gibt es bei uns akute Probleme. Grund ist der, das ich einfach nicht mehr kann und deshalb oft das Gespräch mit meinem Mann gesucht habe. Seit ich dies aber mache, fühlt er sich angegriffen und meinte wörtlich zu mir, das ich "frei drehen würde".
Ich hatte schon immer das Gefühl, das er mich nicht ernst nimmt, was er, logisch, abstreitet. Nun ist es bei uns so, das er seit 13 Jahren EU-Rentner ist und erwerbsunfähig. Ich war schon immer voll arbeiten, auch bereits 8 Monate nach den Geburten der Kinder. Wer selber Mutter ist, weis wie das ist wenn die Kinder nicht durchschlafen und man bzw. Frau dennoch am nächsten Tag auf Arbeit muß. Auch haben wir bedingt durch die Krankheit meines Mannes (soll kein Vorwurf sein) große finazielle Probleme.
Ich hatte daher nicht die Möglichkeit Teilzeit zu arbeiten, weil einfach dann das Geld gefehlt hätte. 2007 hatte ich mit 35 Jahren einen Schlaganfall. Mein Mann schwörte, das er mich von nun an mehr unterstützen würde. Also im Haushalt, weil das machte ich auch allein. 1995 kauften wir ein Haus, da war er noch gesund. Wir hatten große Pläne, aber bereits 1998 wurde er krank und arbeitsunfähig. Von da an lastete nicht nur alles finazielle auf meinen Schulter, auch die ganze Arbeit im Haus und im Grunstück. Dennoch meisterte ich alles denke ganz gut, weil wir das Haus bis heute halten konnten. Das ging aber nur durch Verzicht auf alles mögliche was zum Leben nun mal dazugehört.
Also kein Luxus, sondern so kleine Dinge wie neuen Teppich, oder mal ein neuse Sofa etc. Ganz normale Sachen. So, nun habe ich die Eigeninitiative ergriffen und eine Firma beauftragt den Bodenbelag im Wohnzimmer neu zu machen. Gestrichen habe ich das Wohnzimmer selber. Ebenso die Kinderzimmer und den Flur und das Treppenhaus. Ich war nun froh, das endlich alles fertig ist und wollte mich schon wohlfühlen, da machte mir mein Mann einen Strich durch die Rechnung.
Das wäre nicht nötig gewesen, weil es ja (wie immer) wichtigeres gegeben hätte. Klar, das sagte er bezogen auf den Belag schon seit 16 jahren. Nun ist mein Mann täglich anders drauf. Und gestern nun teilte er mir mit, das er im September auszieht. Weil wir uns nur streiten würden. Schön wäre es, er kann nicht streiten, zieht sich bei Problemen in sein Schneckenhaus zurück. Ich denke, er hat nun Probleme mit sich, weil keine Ruhe mehr, weil ich nun nicht mehr den Mund halte und alles in mich rein fresse. Weil das geht jetzt nicht mehr, ich kann nicht mehr. Ich habe immer zurückgesteckt und ihm alles abgenommen. Aber er sucht die Schuld nur bei mir.
Auch durfte ich nach meinem Schlaganfall nicht mehr hormonell verhüten (mechanisch ging auch nicht wegen massiver gesundheitlicher Probleme) und bat meinen Mann um Kond.. Kann ich nicht, geht nicht, seine Antwort. Ich durfte aber keine Kinder mehr bekommen, wollte auch nicht. Daher schlief auch dieser Kontakt bei uns ein. Also kein Liebsleben mehr. Ich mußte mir dann immer so Sachen anhören wie: Du bist frigide und Du willst ja blos nicht, stelle Dich nicht so an. Aber das ich darunter sehr gelitten habe, auf die Idee kommt er im Leben nicht. Das waren auch Themen bei unseren Gesprächen. Ich fühle mich nun nach 16 Jahren sprichwörtlich entsorgt.
Ich war gut genug alles zu bezahlen und zu managen, nun will er nur seine Ruhe. Dabei hat er diese den ganzen Tag, hängt nur am PC in Onlinespielen rum Und mit den Kindern unternimmt er auch nichts, mache ich auch alleine. So ich habe mich glaube genug ausgeheult für heute. das tat mal gut.
Viele Grüße
Engel66
