Hallo, liebes Forum ich weiß nicht wohin mit mir und schreibe deswegen hier.
Seit dem 13.12. bin ich getrennt lebend. Wir waren 14 Jahren zusammen, davon 12 verheiratet, und haben einen 11-jährigen Sohn.
Vor 8 Jahren, vor ihrem 30igsten hatte sie mal so eine Art Midlife-Crisis da war auch " Regretting motherhood" eine Thema, nachdem sie nach höllischen 3 Monaten mit der Sprache rausgerückt ist, hatte ich ihr angeboten das sie gehen kann, das ich schaue das ich ggf. ohne Kindesunterhalt klar komme und das ich unserem Sohn gegenüber (damals 3) nichts negatives über sie sagen werde, sodass sie jederzeit zu ihrem Sohn nach 1 oder 2 Jahren zurückkehren kann, wenn sie es wünscht. Nach ihrem 30igsten war es schlagartig besser.
Es folgten Höhen und Tiefen, Depression als "Durchgangsdiagnose" und später ADHS, daraufhin begann sie eine Umschulung.
Sie lernte über eine Selbsthilfegruppe vor ca. 2 Jahren auch einen Typen kennen, der sie nach 5 oder 6 Monaten regelrecht ghostete nachdem eine Frau zu ihm gezogen war, ausgeheult über den Verlust ihres "besten Freundes" hat sie sich bei mir und obwohl er mir von anfang unsympathisch war und definitiv zu viel Zeit mit meiner Frau verbacht hat, hab ich mir das "ich habs dir ja gesagt" gespart und hab ihn sogar regelrecht in Schutz genommen.
Seit 3 oder 2 Monaten ist er wieder Single. Der Kontakt nahm sofort wieder zu wir hatten uns mal auf 2 Treffen pro Woche geeinigt, als Regel. Es dauerte nicht lange bis er auch in unserer Wohnung war, er raucht in seiner Wohnung in seinem Auto, sprich wo er auch hingeht riecht es nach Rauch. Ich habe also klar gestellt, das ich ihn unserer Wohnung nie mehr sehen möchte, ich arbeite beruflich viel mit Starkrauchern und brauch das nicht zuhause. Eine Woche später Abends war er wieder da. Es gab entsprechend krach mit meiner Frau, welche meinte das ich übertreibe.
Die Woche drauf war ich dienstlich unterwegs und sie hat ihn jeden Abend unter einem Vorwand gesehen. Sie fing auch an gemeinsame Zeit mit unserem Sohn und ihm zu verbringen (sie haben zu dritt seinen Hund Gassi geführt) und wollte auch gelegentlich mit diesem Typen unseren Sohn wegbringen oder irgendwo abholen.
Daher sagte ich nach meine Diesntreise zu ihr das sie mal drüber nach denken solle warum sie ihn mir vorzieht, warum sie sich an keine Absprache hält, das ich das Gefühl hab das sie ihn bereits als neuen Partner einführt, das sie sich Zeit zum nachdenken nehmen soll und danach mit sprechen soll.
Nach einer Woche schweigen suchte ich das Gespräch, es kamen Vorwürfe ich würde sie nicht verstehen, sie fühlt sich nicht gesehen, keine Zärtlichkeiten . das übliche, auf meine Frage wie ich eine Frau verstehen soll, die ihre Gedanken mit einem anderen Mann teilt und in ihrer Freizeit nie da ist bekam ich keine Antwort. Auf meinen Hinweis (welchen ich ihr schon gab als sie ihn kennenlernte) das wenn sie ihre Freizeit nur außerhalb verbringt zuhause nur Stress und Arbeiten übrig bleibt, weil einfach keine Zeit für Paarzeit bleibt, hat sie nicht reagiert. 5 Tage später versuchte ich es erneut, "sie sei sich ihrer Gefühle nicht sicher" das Gespräch verlief recht versöhnlich wir kauften am nächsten Tag zusammen einen Weihnachtsbaum.
Darauf folgte der 13.12. ich sagte frühs noch das ich wenn sie von ihrem Mädelstag wieder da ist ich gerne nochmal reden würde, weil mir einige Dinge noch unklar sind. Sie verkroch sich daher abends bei diesem Typen kam spät nachhause, ich stellt sie zur Rede "sie fühle nichts mehr für mich, es hätte nichts ihm zu tun sondern ginge ihr länger so" - Auf meine Frage warum sie nicht mal was gesagt hat, und seit wann sie so fühlt (wir hatten 3 Wochen vorher noch das Streichen der Wände besprochen) kam schlussendlich die Antwort "sie hätte schon länger beschlossen das es zwischen uns keinen Sinn mehr macht" - wie es weitergeht "darüber hat sie sich keine Gedanken gemacht, sie wollte bis nach Weihnachten warten mit dem Gespräch".
Ihrer Familie hat sie erzählt das WIR beschlossen haben uns zu trennen, nicht das sie Schluss gemacht hat.
Ich schlafe seitdem kaum noch, bin abwechselnd wütend oder heule, ich habe so noch nie gefühlt. Ich bekomme aber diese Frage nach dem Warum nicht aus dem Kopf, Warum hat sie nichts gesagt, Warum dieser Typ, Warum so, Warum nicht schon 4 Wochen eher. Ich werde da auch einen Termin bei meine Arzt machen, in der Hoffnung das er mir was beruhigendes verschreiben kann.
Eine räumliche Trennung (ich schlafe aktuell im Arbeitszimmer) ist erst nach ihrer Umschulung im Mai fianziell möglich, erst dann wissen wir was sie verdienen wird, was sie an Unterhalt beanspruchen kann, wie es Autotechnisch weitergeht (haben 1 Auto, sie hat ggf. Anspruch auf einen Firmenwagen).
Ich hatte letztes Jahr kein leichtes Jahr und hatte sie öfters gebeten mich etwas zu unterstützen und auch beim Thema Nähe öfters die Initative zu ergreifen - daher trifft mich der Vorwurf mit dem keine Zeit/Nähe so hart, aus meiner Schwäche hat sie einen Vorwurf gemacht.
In der Folge ihrer vergangenen Depression, gehe ich VZ arbeiten, mache den Großteil des Haushaltes und versuche mich bestmöglich mit meinem Sohn zu beschäftigen. Sie saß igrendwann Abends nur noch auf der Couch und hat Reels gescroolt, daher hatte ich das Thema öfters angesprochen. Aber statt einmal für mich da zu sein hat sie ihre Gefühle hinterfragt.
Wir hatten seit der Trennung sogar 2 recht offene Gespräche. Mit dem Typen hat sie jetzt auch bereits geschlafen. Mit ihm stellt sie sich so eine Art Freundschaft+ vor, ansonsten sie sie nicht der typischen Familienmensch, sie möchte reisen, spontan sein (daher oben der Ausflug zu ihrem 30igsten), ich fragte sie wie sie das bezahlen wolle? - Sie weiß es nicht, sie hätte Angst die falsche Entscheidung zu treffen aber sie springt jetzt ins kalte Wasser.
Man muss dazu sagen sie hätte nach ihrer Umschulung wenn sie wöllte nur 4 Tage arbeiten können, ich konnte mich dieses Jahr gehaltstechnisch steigern, sie wird nach der Umschulung definitv weniger verdienen als zuvor.
Ich sagte ihr dann das in ihrem kalten Wasser ja schon jemand schwimmt und sie mich wohl eher vom Beckenrand geschubst hat. - Sie meinte ich hätte das Gespräch am 13.12. erzwungen - ich fragte wie ich denn reagieren solle wenn sie mir einen anderen Mann so deutlich vorzieht - keine Antwort.
Ich habe gelernt das ich Angst habe vorm allein sein habe. Ich bin kein geselliger Mensch, ich kann kein Smalltalk,. außerhalb der Arbeit hab ich an meinem Wohnort kaum Kontakt, ich habs trotzdem irgendwie geschafft fast alle Wochenenden bis Mitte Februar zu verplanen, alte Freundschaften. Wir hätten nach ihrer Umschulung endlich "ankommen" können, aber jetzt fang ich mitte Mitte Dreißig wieder neu an (wir sind in den letzten 4 Jahren bereits 2 mal umgezogen, Wohnungssuche, Umzug organisieren, den Umzug druchführen, sie musste da nie viel tun).
Ich glaube ihr das mit dem Flügel ausstrecken, dem Gefühl was zu verpassen und hätte sie diesen anderen Typen nicht vorher ins Spiel gebracht, wäre ich vielleicht über das gröbste hinweg. Aber so bleibt das Gefühl weggeworfen wurden zu sein, als jemand "Besseres" kam. Jemand bei dem Sie auch nur auf dem Sofa rumgammeln wird, da das was sie möchte Eingeninitative voraussetzt.
Ich versteh nur nicht warum sie sich auf so manipulatives A. eingelassen hat das sie aus dem nichts heraus bereits einmal geghosted hat. Warum sie mit mir nicht gesprochen hat, obwohl ich mit ihr schon sehr finstere Zeiten durchgestanden habe.
Weil ich weiß mit welchen Dämonen sie kämpft habe ich ihr für die Zeit nach der räumlichen Trennung auch Hilfe angeboten (den Umzug mach ich nicht für sie, da soll sie ruhig sehen wie wenig ihrer neuer Typ eigentlich kann). Ich gehe auch davon aus, das er jetzt nachdem er die Beziehung zerstört hat recht schnell das Interesse verliert und nach einem neuen Kick suchen wird (ist nicht die erste vergebene Frau in seiner Beziehungshistorie, die vorherige war eine psyschich kranke wohnungslose, die er sich in sein Wohnung geholt hat und nach ca. 9 Monaten ins Frauenhaus geflüchtet ist, ach ja - er hat 2 Töchter, bis vor 4 Jahren hat er in ihrer Nähe gewohnt, dann ist er von dort 300 km weit weggezogen und er arbeitet 100 % Homeoffice, hat bei jedem Clubesuch den er mit meiner Frau gemacht hat fleißig den Fahrer gespielt das sie trinken kann, und war dann irgendwann auch zu müde um sie die 10 min mehr nachhause zu fahren, meine Exfrau hat aber bereitwilligt bei ihm auf dem Sofa genechtigt - ich mag kein Techno, das sie gelegentlich mit andern feiern geht war ok, ich hab ihr da vertraut, bis sie plötzlich unabgesprochen bei ihm gepennt hat.)
Und innerlich hoffe ich das sich unsere Wege in 1 oder 2 Jahren wieder kreuzen und wir sofern ich bis dahin niemand anderen habe wieder zusammenkommen (aber ohne zusammenzuziehen).
Ich hab schon öfters in Trennungsforen mitgelesen und fühle mich daher schwach, das ich bereit bin mit etwas Distanz weiter für sie da zu sein. Aber ich weiß auch wie es ihr geht.
Ich kann ihr aber aktuell nicht verzeihen mich so abgefertigt zu haben, unsere Ehe keine echte Chance gegeben zu haben, nicht einmal das Gespräch gesucht zu haben, im letzten Jahr hat sie 2 Urlaube mitgenommen und hat viel zu oft die Möglichkeit genutzt hat ihren emotionalen Stress an mir auszulassen, dafür wars noch gut genug.
Dieser Gedanke raubt mir alles, Musik, Sport, Filme, nichts kann mich von diesen Gedanken ablenken.
Der Typ hat wohl immer gut zugehört, selten hinterfragt, sie konnte dort vor der Realität flüchten. Er wird ihr irgendwie auch eingetrichtert haben das nicht ihre Dämonen das Problem sind sondern die anderen die sie nicht verstehen.
Ich hab Angst das sie dann auch vor dem Prüfungsstress flüchtet, ihr Umschulung verhaut und wenn sie die Realität einholt, zusammenbricht. Das ich dann womöglich noch mehr und noch länger Unterhalt zahlen muss und mich dann in einer viel zu kleinen Wohnung um meinen Sohn kümmere, den sie unbedingt überweigend betreuen will.
Wie seht ihr das kann man mit dem anderen weiter befreundet sein, ist es ok das ich bereit bin weiter für sie da zu sein, wenn sie sich wieder öffnen würde?
Und wie kriegt man diese Vorwürfe aus dem Kopf? Dieses Gefühl verarscht wurden zu sein.
Danke an alle die sich die Zeit nehmen und gesundes neues Jahr.