Mila79
Gast
Ich lese seit zwei Monaten mit, Danke allen für die geteilten Erfahrungen, oft hat es geholfen, etwas zu lindern.
Heute platze ich fast, deswegen muss auch ich nun schreiben.
Mein Ex hat vor zwei Monaten nach 3,5 Jahren mit mir per SMS Schluss gemacht. Da hab ich den Kontakt nach heftigen Beschimpfungen meinerseits auch abgebrochen.
Er hat das schon öfter per SMS gemacht, kam aber immer wieder zurück. Es ist ihm nicht möglich, Konflikte auszutragen, erscheint aber sonst unglaublich fest und gradezu hochmütig in seiner Art der Kommunikation. Andere beschreiben das als "überspielte Unsicherheit".
Mit meinem Beschimpfungen wollte ich den Sack „zu machen“, ich war so unendlich sauer und enttäuscht, dass ich wieder so verletzt werde, nachdem ich zuversichtlich war, dass es nicht mehr SO passieren würde. Wir einen hoffnungsvollen Neustart hatten vor einem halben Jahr.
Ich liebe ihn jetzt nicht mehr, selten habe ich noch solche Gefühle wie Sehnsucht. (Es gibt sie aber)
Trotzdem beschäftige mich aber noch gedanklich stark mit ihm: Ich komme (scheinbar?) nicht über diese Ar. hinweg. Ich muss ständig daran denken, was für eine miese Nullnummer er ist und wie er mit mir umgegangen ist in dieser Situation nach der langen Zeit.
Er hat übrigens auch schon mal einen Tag nach Silvester per SMS Schluss gemacht, auf meine verzweifelten Textnachrichten am Silvesterabend hin, warum er sich nicht meldet bzw. mit mir feiert, obwohl wir keinen Streit vorher hatten (––spricht wohl schon Bände!) Er ist wirklich übel.
Kann mir jemand zu oder abraten: Soll ich mir den Frust von der Seele schreiben? Ihm das schicken?
Ich sehe ihn oft auf der Arbeit und wenn ich diesen Druck nicht endlich loswerde, werd ich noch wahnsinnig.
Ich würde halt schreiben, dass ich das Ende als solches akzeptiere aber wo eigentlich sein Anstand war und dass ich nur aus diesem Grund so ausfallend geworden bin (natürlich, da denk ich auch öfter dran und habe ein schlechtes Gefühl dabei, das ist auch eine Komponente, die mir Bauchschmerzen macht, ich fühle mich nicht ganz glatt damit).
Ist jemand solchen Gefühlen der nachträglichen „Klärung“ schon mal nachgegangen? Wie waren Eure Gefühle danach? Lindert das wirklich oder verwechselt man da doch etwas und eigentlich ist es die Kränkung als solche, die einen dazu bewegt und - danach- wird im Gegenteil alles schlimmer? Ich habe Angst, dass ich meine Gefühlen nicht trauen darf, dass es nicht "nur" Wut wegen der Art und Weise ist...
Danke und liebe Grüße!
Mila