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Zerrissen zwischen zwei Ländern - Beziehung vorbei?

N

Noka
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Hallo zusammen, ich wende mich an euch mit Bitte um Einschätzung und Rat.

Aktuell ist meine Beziehung, welche ich gleichzeitig als meine große Liebe sehe, in großer Gefahr und wahrscheinlich vom Scheitern bedroht.

Mitte 2024 lernte ich (m, 41) meine Freundin (34) im Internet kennen. Sie lebte in Norwegen, ist auch Norwegerin, ich (selbst mit norwegischem Vater Halb-Norweger) lebe mit meinem Sohn ( jetzt bald 16) in der Nähe von Hamburg. Wir haben uns innig ineinander verliebt und uns in den kommenden Monaten so viel wie möglich besucht. Mein Sohn war damals noch 50/50 bei der Kindesmutter (KM) und mir. Damals war es für ihn (damals 14 Jahre) nicht vorstellbar gewesen nach Norwegen zu ziehen, auch hätte es nie die erforderliche Zustimmung seitens der KM gegeben. In den ersten Monaten 2025 kam es dann zur Entscheidung: Sie zieht im Sommer 2025 zu uns nach Deutschland um unserer Liebe eine Chance zu geben. Sie würde dann nur noch remote arbeiten ( sie ist Ärztin, ihre feste Stelle in einer größeren Praxis blieb ihm Hintergrund zumindest erstmal erhalten). Meine Freundin brachte viele Opfer, löste ihre Wohnung auf, verkaufte ihr Auto und verließ ihr gewohntes Umfeld - hauptsächlich da ich wegen meines Sohnes nicht mobil war. Der Plan war, dass sie schnell Deutsch lernt (5 Jahre in der Schule + Sprachkurs in Norwegen) um dann die deutsche Approbation zu erlangen und in DE für eine begrenzte Zeit als Ärztin zu arbeiten. Zudem hat sie einen starken Kinderwunsch - diese kann ich mir mit ihr auch vorstellen, trotz meines Alters.

Bereits vor ihrem Umzug nach DE hatte ich Sorge und Angst dass sie wieder wegziehen wird, wie ich das alles schaffen soll.

Der Umzug nach DE fand dann im Sommer 2025 statt. Weitere Hintergründe / Entwicklungen: Mit der Kindesmutter meines Sohnes gab es zuvor über längere Zeit (2016-2024) eine insgesamt einigermaßen stabile, teils freundschaftliche Zusammenarbeit - seitdem ich eine Freundin hatte eskalierte die KM das Verhältnis auf ungeahnte Weise (nahm mir extrem viel Energie) und brachte auch unseren Sohn in große Not/Verzweiflung - bis er sich immer weiter von seiner Mutter abwendete und ab Sommer 2025 nur noch mit mir und meiner Freundin lebte. Das war neu für mich und habe mich sehr (im Nachhinein zu sehr) auf ihn konzentriert und in den Mittelpunkt gestellt.

Zudem zog mein Vater September 2025 aus der früheren gemeinsamen Wohnung meiner Eltern zurück nach Norwegen, in die alte Heimat. Auch diesen Umzug organisierten wir zusammen, meine Freundin half umfangreich mit. In diese Wohnung wollten wir dann zusammen ziehen, so der Plan. Zuerst wir zu dritt in meiner noch bestehenden Wohnung, welche auf Dauer für uns zu klein gewesen wäre. Das Umzugsgut meiner Freundin stand am Ende monatelang herum und wir waren vorwiegend in der kleineren Wohnung. Ich war zu der Zeit auf eine Weise ausgelaugt und hatte innere Hemmungen in die frühere Wohnung meiner Eltern zu ziehen - aber kein Problem mit ihr dauerhaft in der kleineren Whg zu sein. Unser Schlafzimmer wäre etwa das Zimmer gewesen, in welchem meine Mutter 2022 starb.

Hier habe ich ihre Bedürfnisse nach Struktur und Sicherheit (welche sie mehrfach klar benannte) massiv ignoriert und mich in den Mittelpunkt gestellt. Gleichzeitig war es für mich neu in einer Beziehung zu leben - zuvor war ich über 15 Jahre Single gewesen. Ich hielt mich für erwachsen und reflektiert - gleichzeitig erkenne ich nun dass ich hier sehr viel zu lernen habe. Zwar war ich durch die Situation mit meinem Sohn, Dauerstress mit der KM und auch in Sachen Umzug meines Vaters gab es eine Menge Papierkram zu erledigen - komplett überlastet. Angemessen war dies jedoch dennoch in keiner Weise meiner Freundin gegenüber. Ende Oktober 2025 holte sie noch ihren Hund aus Norwegen, ab dann lebte sie mehr oder weniger vorwiegend in der neuen größeren Whg, während ich in meinen Abläufen / Gedanken gefangen war. Den Umzug aus meiner alten in die nun gemeinsame Whg machten wir dann erst Mitte Januar 2026. Auch hier gab es (und auch schon zuvor) verschiedene Debatten zu denen ich in der Retroperspektive sagen muss dass ich nicht wirklich kompromissbereit war.

Dennoch war unser Alltag auch von Nähe und Liebe getragen, aber ich war nicht wirklich fähig meine Freundin emotional zu "hören", zu spüren.

In Sachen Sex haben wir in vielerlei Hinsicht eine gemeinsame Wellenlänge - sie liebt Sex, ich auch.

Trotzdem war eine Beziehung dieser Intensität für mich komplett neu. Bei unserem ersten Sex, Sommer 2024, musste ich weinen. Während unserer Zeit in Deutschland war ich über weite Phasen jedoch dann wie abgeschaltet. Ich hatte unbewusst wohl Angst mich auch emotional wirklich zu öffnen. Über lange Zeit hatte ich Sex während meines Single-Lebens vorwiegend als "Tool" gebraucht um mich zu regulieren. Ich hatte immer Sorge davor wie ich es schaffen kann in einer Beziehung Sex und Liebe zusammen zu bringen. Dabei sehnte ich mich eigentlich nach nichts mehr als echter Intimität mit meiner (noch?)-Freundin.

Erst in den letzten Wochen, als ihr Auszug und ihre Rückkehr nach Norwegen schon feststanden und dann den wenigen Tagen in ihrer neuen Wohnung in Norwegen, hatten wir plötzlich den Sex den sie sich immer gewünscht hatte. Ich war plötzlich in der Lage echt ohne innere Barrieren mit ihr intim zu sein. Wahrscheinlich schaltete sich mein innerer Selbstschutz vor zu viel Nähe = mögliche Verletzung aus da es schon zu spät war ohne Schmerzen weiterzuleben?

Meine Freundin beklagte während der gesamten Zeit in Deutschland die fehlenden Fortschritte beim Zusammenziehen, die fehlende Intimität und zu wenig Sex. Sie hatte so viel gegeben und so wenig bekommen.

Nach zwei kurzen, länger geplanten Reisen nach Norwegen Ende Februar 2026 verkündete sie dass sie nach Norwegen zurückziehen möchte, sich hier nicht wohlfühlt und die Gefahr sieht unserer Beziehung gegenüber verbittert zu werden.
im Februar 2026 kam es auch noch zusätzlich zu einem kurzen Gerichtsverfahren zwischen KM und mir, hier konnte ich die Interessen meines Sohnes durchsetzen - jedoch erneut Energie und Fokus weg von meiner Freundin.

Den Umzug Ende März 2026 nach Norwegen haben wir dann zusammen gemacht, erst wollte sie dass ihr Vater mit einem Transporter kommt. All das haben wir gut hinbekommen, ohne Drama oä meinerseits - aber ich war sehr, sehr traurig. Ich sah jedoch dass sie bei uns nicht wirklich glücklich war, ihr Leben unter die Räder geriet.

Für mich fühlt es sich so an als sei ich massiv gescheitert und mit Sicherheit hat sich ihr Bild von mir sehr verändert. So sehr, dass ich gemerkt habe wie sie ca seit Februar mehr und mehr auf Distanz ging zu mir - emotional, im Alltag. Sie ist enttäuscht und hinterfragt wahrscheinlich alles. Gleichzeitig gab es jedoch immer noch die verschiedenen, intensiven emotionalen Momente.

Seitdem sie wieder in Norwegen ist (seit Ende März) habe ich versucht unsere Beziehung aufrecht zu halten (eher geklammert), ihr meine Liebe zu zeigen. per Whatsapp kam meistens fast nie die Initiative von ihr, ab und zu schickte sie aber schon Bilder o.ä. Im videocall sagte sie dass sie mich vermisst.

Am Donnerstag 09.04 schrieb sie mir eine Nachricht - sinngemäß: "Ja, ich glaube, ich brauche jetzt ein paar Tage Abstand von dir. In letzter Zeit ist so viel passiert, und ich muss mich auf mich und meine Gefühle konzentrieren. Ich hoffe, du respektierst diesen Wunsch, auch wenn du ihn nicht verstehen solltest. Ich melde mich wieder, sobald ich meine Gedanken geordnet habe. Umarmungen ❤❤ "

Direkt danach gab es noch kürzeres Telefonat, in welchem ich sehr emotional war, sagte dass ich viel zu lernen habe, ihre bedürfnisse nicht gesehen habe etc. Sie sagte es ärgere sie langsam, "dass seitdem der Auszug fest stand bei mir so viel in Bewegung gekommen sei. Warum nicht früher?" Sie sagte zudem dass wenn ich sie jetzt nach Zukunft der Beziehung fragen würde, gefiele mir die Antwort nicht. Daher wolle sie sich in Ruhe Zeit nehmen. Sie wisse nicht ob ihr Herz verstehen könne wie ihr Verstand - dass ich auch sehr belastet in gewesen sei während der Zeit in Deutschland.
Danach schickte ihr noch zwei längere Whatsapp-nachrichten (im Telefonat so besprochen) mit welchen ich zum Ausdruck bringen wollte dass ich ihren Schmerz und Enttäuschung sehe und ich es bin der an sich arbeiten muss. Diese likte sie mit "". Seitdem ist Funkstille, ich lasse sie in Ruhe um zumindest hier ihr zeigen zu können, dass ich ihre Bedürfnisse sehe und achte.

Mit meinem Sohn (beide hatten ein gutes Verhältnis, er mag sie sehr gern) ist sie weiter in einer gemeinsamen Gruppe und instagram in Kontakt. Da halte ich mich raus und bin ich wie für vieles sehr dankbar was sie in unser Leben gebracht hat.

Sie arbeitet nun wieder an ihrer früheren Arbeitsstelle wo es ihr sehr gut gefällt. Das gibt mir inneren Frieden denn die remote-Arbeit als Ärztin aus DE hatte sie gar nicht erfüllt.

Ich habe Angst davor mit welchen Nachrichten sie zum Zeitpunkt X wieder Kontakt aufnimmt - ich erwarte eher dass sie noch weiter auf Distanz gehen wird? So oder so kann ich nur anfangen mein Leben auf eine andere Weise wieder in den Griff zu bekommen, Probleme wieder anzugreifen und zu handeln, anstatt teils erstarrt zu sein wie während unserer gemeinsamen Zeit in Deutschland.

Unterbewusst weiß ich, dass unsere Liebe nur wieder aufflammen kann wenn ich mich auf ein neues Fundament stelle. Und zwar unabhängig von ihr. Zudem möchte ich schon länger, auch schon weit vor unserem Kennenlernen, ebenfalls nach Norwegen ziehen und ich bin mir sicher dass dies auch für meinen Sohn das Beste wäre. Diese Themen und alles was damit zu tun hat werde ich nun angehen.

Ich vermisse sie extrem, teils fehlt mir gefühlt die Luft zum Atmen. Ich kann es nicht fassen, dass ich mit meinem eigenen Verhalten wahrscheinlich die große Liebe meines Lebens kaputt gemacht habe. 😢

x 1 #1


Ameise_78
Bevor ich den Rest lese... wie kann das sein..?

Zitat von Noka:
Zudem zog mein Vater September 2025 aus der früheren gemeinsamen Wohnung meiner Eltern zurück nach Norwegen, in die alte Heimat.

Zitat von Noka:
Unser Schlafzimmer wäre etwa das Zimmer gewesen, in welchem mein Vater 2022 starb.

... meintest du hier deine Mutter?
Mein aufrichtiges Beileid in jedem Fall. 😕

x 2 #2


A


Zerrissen zwischen zwei Ländern - Beziehung vorbei?

x 3


N
@Ameise_78 Vielen Dank! 🙏 Ja, ich meinte meine Mutter, danke fürs aufmerksame Lesen!

x 2 #3


Z
Hallo
Meiner Meinung nach ist die Beziehung vorbei. Eine Frau zieht nicht umsonst zurück in ihr Heimat Land. Und Frauen entscheiden und überlegen sowas Monate lang

x 3 #4


S
Hi @Noka ,

danke für das Teilen deiner Geschichte. Irgendwie weiß ich gar nicht was ich dazu schreiben soll 🙂 . Du weißt alles. Sie hätte mehr Priorität gebraucht, auch verdient in dieser Situation. Deine Lebensumstände ließen das zum Teil nicht zu und es war dir irgendwo auch ganz recht.

Und jetzt? Hm. Siehst du dich in Norwegen auch ohne sie? Nur auf sie dort setzen würde ich nicht. Für eure Beziehung wäre das vermutlich die einzige Chance, aber ich denke, dass das dann eher ein Neuanfang als ein Anknüpfen an die alte Beziehung sein kann. Sprich, vielleicht wäre ein wenig Abstand trotzdem gut und wichtig.

x 4 #5


alleswirdbesser
@Noka da sie inzwischen Ü30 ist und einen starken Kinderwunsch hat, plus als Ärztin mit beiden Beinen fest im Leben stehend und unabhängig, sehe ich deine Chancen als sehr gering. Ihr wird klar sein, dass sie, wenn sie noch ein Kind haben möchte, einiges an Vorlaufzeit braucht, um es mit einem anderen Partner realisieren zu können. Ich denke nicht, dass sie das mit dir noch sieht und sich darauf verlassen kann.

x 5 #6


mokka_23
@Noka Was möchtest du wissen/diskutieren? Für mich hört sich das alles sehr intensiv und sehr unentspannt an. Bexiehungen in der Dynamik halten selten lang und sind m. E. Ausdruck eines emotionalen Missverhältnis zwischen den Partnern.

S ex zur Selbstregulation über Jahre hinweg scheint mir von der Tendenz her ein ungesundes Suchtvehalten. Da würde mich mich mal beraten lassen. Ich kenne Männer, die so daten und finde es problematisch, weil das emotionale völlig abgetrennt ist.

x 2 #7


M
Da kommt eine Frau nach Deutschland mit klaren Vorstellungen wie die Sprache zu lernen und weiterhin remote zu arbeiten und um mit Dir ein gemeinsames Leben aufzubauen. Sie lässt alles hinter sich, möchte endlich eine richtige Beziehung leben und was findet sie vor?
Zitat von Noka:
, aber ich war nicht wirklich fähig meine Freundin emotional zu "hören", zu spüren.

Du hast gemauert, dich hinter deinen zweifellos nicht einfachen und arbeitsintensiven familiären Begebenheiten versteckt und hast es einfach irgendwie laufen lassen und warst in dich verstrickt. Echte Nähe, tiefe Verbindung kam offenbar allenfalls phasenweise zustande.
Zudem warst du lange Zeit Single und ein Paarleben nicht mehr gewöhnt.

Ich verstehe sehr gut, dass sie dann hier nicht glücklich wurde. Die Beziehung läuft nicht gut, Geborgenheit, Wertschätzung bleiben auf der Strecke, obwohl sie alles getan hat, um eurem Leben eine andere Richtung zu geben.

Sorry, du hast es vergeigt und der Sx ist auch nichts, was eine Beziehung zusammenhält. Ich vermute, dass du innerlich überfordert warst obwohl du es ja so wolltest. Aber es sich vorzustellen und dann zu leben, sind eben doch zwei Paar Stiefel.

Sie zog nun einen Schlussstrich und merkte, dass der Weg hierher nicht das Ziel war, das sie sich erhoffte und zog wieder zurück. Sie wollte eine Familie mit dir gründen, der Weg war bereitet, aber dann herrschte Stillstand. Vielleicht kannst du zu viel Nähe nicht gut aushalten? Vielleicht überfordert sie dich? Vielleicht hat dich nun auch die Endgültigkeit, als sie ihre Zelte in Norwegen abgebrochen hat, irgendwie erschreckt, Dir Angst gemacht. Denn was würde nun auf dich zu kommen. Nochmals ein kleines Kind aufziehen, eine Familie aufbauen, ein gemeinsames Leben gestalten? Vielleicht war das zu viel für dich und dann kommt die Flucht in die innere Migration und der Stillstand.


Zitat von alleswirdbesser:
da sie inzwischen Ü30 ist und einen starken Kinderwunsch hat, plus als Ärztin mit beiden Beinen fest im Leben stehend und unabhängig, sehe ich deine Chancen als sehr gering. Ihr wird klar sein, dass sie, wenn sie noch ein Kind haben möchte, einiges an Vorlaufzeit braucht, um es mit einem anderen Partner realisieren zu können. Ich denke nicht, dass sie das mit dir noch sieht und sich darauf verlassen kann.

Ich glaube, das ist eine sehr realistische Aussage. Was solte sie mit dir noch wollen? De Versuch misslang, also wird sie weitersuchen um ihren Kinderwunsch realisieren zu können.

Mach dir da nicht allzu große Hoffnungen, das war jetzt ein Abschied auf Raten, denn sie hat ihr altes Leben in Norwegen wieder eingetütet und das endgültige Ende wird auch noch kommen.

Es ist jetzt - denke ich - zu spät, da noch das Ruder rumreissen zu wollen. Und wofür denn auch? Für einen Mann, der zu einer Beziehung eher Jein als Ja sagt?


Zitat von mokka_23:
Für mich hört sich das alles sehr intensiv und sehr unentspannt an. Bexiehungen in der Dynamik halten selten lang und sind m. E. Ausdruck eines emotionalen Missverhältnis zwischen den Partnern.

Das ist leider auch sehr wahr.


Zitat von mokka_23:
S ex zur Selbstregulation über Jahre hinweg scheint mir von der Tendenz her ein ungesundes Suchtvehalten. Da würde mich mich mal beraten lassen

Das stach mir auch ins Auge. Sx zur Entspannung, Ablenkung mit wechselnden Frauen? Kann man machen, ist aber eine emotionale Sackgasse. Und falls es suchtartiges Verhalten war, wäre wohl eine psychologische Aufarbeitung eine gute Wahl.
Bei Sxsucht geht es wie bei anderen Süchten nicht um das Suchtmittel, also den Sx, das Suchtmittel ist das Mittel der Wahl um etwas Verdecktes therapieren zu wollen.

x 5 #8


N
Zitat von Sienna:
Hi @Noka , danke für das Teilen deiner Geschichte. Irgendwie weiß ich gar nicht was ich dazu schreiben soll 🙂 . Du weißt alles. Sie hätte mehr Priorität gebraucht, auch verdient in dieser Situation. Deine Lebensumstände ließen das zum Teil nicht zu und es war dir irgendwo auch ganz recht. Und ...


Danke für deine Meinung! Recht war mir die Zustände allerdings absolut nicht, dennoch habe ich es nicht anders hinbekommen.

Nach Norwegen möchte ich schon lange dauerhaft ziehen, dies ist schon Thema weit vor unserem Kennenlernen. Auch aus diesem Grund ist mein Vater (bevor zu alt für einen internationalen Umzug) dorthin gezogen, damit ich mich später dort um ihn kümmern kann, in der Nähe bin.

Die einzig vernünftige Idee scheint mir, das Thema Norwegen erstmal ohne Bezug zu meiner (ex-?)Freundin anzugehen. Dafür muss ich mich mental neu aufstellen. Ideal wäre der Zeitpunkt Mitte 2027, nachdem mein Sohn mit der Schule fertig wäre, also in einem guten Jahr.

meiner Partnerin möchte ich jedoch keine weitere Zeit "klauen", daher könnte ich trotz allen Schmerzes gut verstehen wenn sie sich zeitnah weiter distanzieren sollte. Denn sollte sie ihren Kinderwunsch mit jemanden anders eher verwirklichen können, so gönne ich es ihr von ganzem Herzen. Sollte sie wider Erwarten unserer Beziehung noch Chancen zur Entwicklung geben, so würde ich auch dieses Thema mit ihr anders angehen, zB meine Zeugungsfähigkeit testen lassen.

x 3 #9


N
@alleswirdbesser ja, das ist nachvollziehbar. Das Vertrauen in mich ist sehr stark erschüttert und müsste neu erarbeitet werden. Gleichzeitig hat sie mich als in jeder Situation präsenten und liebevollen Vater erlebt.

Da ihre Beziehungen zuvor laut eigener Aussage teils sehr unschön endeten, bzw. einen gewalttätigen Partner hatte, hoffe ich dass sie bei mir eine andere, tiefe Sicherheit spürt, auch in dieser jetzigen Situation. Dass ich mich hier, wie etwa während ihres Umzuges zurück nicht mehr in den Mittelpunkt stelle, sondern obwohl es emotional hart für mich war, ihr bestmöglich bei der Einrichtung ihrer neuen Wohnung zu helfen.

#10


T
Wie ist das denn gekommen das Du Sie wieder gehen gelassen hast? Du hast Ihren Wunsch respektiert und Ihr beim Umzug geholfen?

#11


N
Zitat von mokka_23:
@Noka Was möchtest du wissen/diskutieren? Für mich hört sich das alles sehr intensiv und sehr unentspannt an. Bexiehungen in der Dynamik halten selten lang und sind m. E. Ausdruck eines emotionalen Missverhältnis zwischen den Partnern. S ex zur Selbstregulation über Jahre hinweg scheint mir von der Tendenz her ...

"sehr intensiv und sehr unentspannt" trifft es sehr gut. Wir hatten fast gar keine Zeit zum Durchatmen, zum zu-uns-kommen und unsere Beziehung zu entwickeln und zu pflegen. Das lag auch daran, dass es für mich schwer und ungewohnt war gegenüber meinem Sohn Grenzen zu setzen - ich bin seine einzige feste Bezugsperson und gerade in der beschriebenen Zeit habe ich versucht alles zu tun damit es ihm emotional so gut wie möglich geht - bevor er anfängt zu *beep* oder anders zu kompensieren. "Meine Freundin", dachte ich damals, " ist erwachsen und kann damit umgehen." Ein großer Fehler, wie ich nun weiß und fair war es von meiner Seite ihr gegenüber absolut nicht.

Ja, ich gehöre zur ersten Generation die vom Internet und damit unregulierter P. voll erwischt wurden. Leider hat mich dies sehr angetriggert und lange Zeit habe ich diese genutzt um innere Leerstellen zu "übertünchen" - mit dem Ergebnis von noch mehr Leere und Traurigkeit. Vor Corona habe ich eine Verhaltenstherapie gemacht um hier Fortschritte zu machen. Gegenüber früher lag mein Konsum in den ganzen vergangenen Jahren vielleicht noch bei 5%. Trotzdem sind hier innere Narben entstanden mit denen ich leben muss und gleichzeitig möchte ich meine Partnerin nicht mit meinen Schwierigkeiten co-viktimisieren. Mit besagter Frau um die es hier geht habe ich erstmals in meinem Leben verschiedene innere Hürden Barrieren durchbrochen. Und ich weiß auch von ihr dass sie diese echte tiefe Nähe und Leidenschaft sehr genossen hat. Gleichzeitig ist bei ihr da jetzt auch viel Schmerz drin, dessen bin ich mir bewusst.

Diskutieren möchte ich gar nicht, ich bin für jede Perspektive von außen dankbar. Um daraus zu lernen und Dinge besser einzuordnen.

x 2 #12


alleswirdbesser
@Noka na ja, nachdem sie einen sehr großen Schritt in deine Richtung gemacht hat - der Umzug, Veränderung im Job, Sprache usw. - hast du sie komplett hängen lassen, während sie dir in deinen Lebenslagen half. Nun ging sie einen großen Schritt zurück und dieser ist glaube ich viel größer als der Schritt zu dir. Ich kann mir nicht vorstellen, dass eine Frau, die eine Familie gründen möchte und sich ein Kind wünscht, wieder wegziehen würde und das in ein anderes Land. Du hast sie schlicht enttäuscht innerhalb kürzester Zeit. Wenn ich sie wäre, würde ich es nicht mehr darauf ankommen lassen, um zu sehen, ob es besser werden kann, sondern mir einen Partner suchen, mit dem ich eine Zukunft sehe, der von Anfang in die Beziehung investiert anstatt nur zu nehmen. Tut mir leid das so deutlich schreiben zu müssen, es ist meine Frauensicht zu dem, was bei euch passiert ist.

Was ich nicht verstehe ist das Verhalten der KM. Wie lange wart ihr zusammen? Der Sohn war bei der Trennung ein Jahr alt? Ihr wart 13 Jahre schon getrennt bevor diese Frau in dein Leben kam und die KM reagiert deshalb über? Wie geht das? War sie diejenige, die du in all den Jahren für 6 „genommen“ hast? Anders kann ich es mir nach 13 Jahren Trennung nicht erklären.
Und wie passt es zu deinen 15 Jahren Single sein?

x 2 #13


alleswirdbesser
Zitat von Noka:
Ein großer Fehler,

Sehe ich nicht so, das Kind sollte an erster Stelle stehen, zumindest solange du dafür sogst. Das wäre zum Beispiel die Entscheidung gegen Umzug nach Norwegen. Aber… der Junge war 14, jetzt 16. Wie soll man sich das vorstellen, dass du deine Partnerin deshalb vernachlässigt hättest? In dem Alter verbringt man doch keine 24/7 mit dem Kind zusammen. Ich habe da mehrere, bin alleinerziehend und habe einen Partner, den ich nicht als das 5 Rad am Wagen sehe und behandle. Was hast du zugunsten des Sohnes gemacht, was die Beziehung zu ihr so sehr beeinträchtigt hatte?

x 1 #14


mokka_23
@Noka Du hörst dich sehr reflektiert und sehr traurig an. Woher kommt diese Trauer, diese Leere von der du schreibst? Sie war wohl von deiner Freundin da? Und warum kannst/konntest du deinem Sohn gegenüber keine Grenzen setzen/den Elternpart übernehmen? Wie ist das heute? Und weiss deine Exfreundin, wie du jetzt über die Beziehung denkst, was du bereust etc. Ich würde es ihr unbedingt schreiben, falls nicht ...

x 1 #15


A


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