Neronx
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Ich bin jemand der scheinbar viel Zeit braucht, um Trennungen zu verarbeiten, leider währenddessen zu viel in Selbstmitleid versinkt und es in die Länge zieht. Anfang des Jahres habe ich mir als Neujahrsvorsatz vorgenommen wieder jemanden zu finden und bin da beim Online-Dating gelandet. Es gab dann einige Nachrichten hin und her mit verschiedenen Personen. Von einer Person ging dann auch so eine Energie beim Schreiben aus, sodass ich das weiterverfolgt habe und nur diese eine Verbindung. Ich muss dazu sagen, ich bin eher der passive Typ, was Initiative ergreifen angeht.
Sie wollte sich direkt am gleichen Tag zu einem Spaziergang abends in der Dunkelheit treffen, da war ich natürlich überrascht (Sicherheit und so). Jedenfalls war es auf dieser menschlichen/ charakterlichen Ebene großartig und irgendwie habe ich mich nach den 11 Monaten zum ersten Mal wieder glücklich gefühlt Aufmerksamkeit zu bekommen. Ich muss dazu sagen äußerlich war und bin ich, wenn ich ehrlich bin, nicht umgehauen gewesen, wobei sich das auch teilweise gewandelt hat… schäme mich selbst dafür so eine Einstellung zu haben.
Trotzdem habe ich es weiterverfolgt, weil sie von der Art her umwerfend ist und wir haben dann, für mein Gefühl sehr schnell auch zuhause bei mir/ bei ihr gemeinsame Abende verbracht und was halt so dazugehört.
Dann fragte sie Anfang der Woche, ob ich noch andere Leute parallel treffe, weil wir bis jetzt nichts dahingehend besprochen haben. Ich dachte zuerst die Frage sei ein gutes Zeichen, aber ich lag falsch.
Sie fragte, weil sich bei Ihr noch ein anderes Treffen anbahnt und das jetzt der Punkt sei zu fragen wie ich das handhabe. Da fiel ich erstmal aus allen Wolken, habe es aber nicht überinterpretiert, dachte mir irgendwie aber schon da stimmt was nicht.
Davor sagte sie bereits sie ist unsicher, was uns angeht und braucht so ein Feuerwerk bzw. den Funken der bei uns nicht übergesprungen ist. Das hat mich verwirrt, weil ich nicht nachvollziehen kann, wie man zusammen kuschelt, küsst und Sex hat aber dann nicht mehr dabei verspürt.
Sie meinte sie braucht einen ganz emotionalen Menschen. Der bin ich nicht, das weiß ich selbst. Sie hat mir fairerweise alles aus ihrer Sicht erklärt:
Normalerweise ist sie jemand der jede freie Sekunde mit dem anderen verbringen möchte. Bei uns war das nicht so bzw. wurden ¾ meiner Initiativen sich zu treffen abgelehnt, dachte mir aber nichts dabei, da sie viel mit Hobbies etc. beschäftigt ist. Jetzt im Nachhinein stimmt es, immer wenn sie fragte, ob wir uns treffen wollen hab ich natürlich sofort zugesagt, wobei auch viele ihrer Anfragen dann wieder revidiert wurden, weil sie sich abends zu viel vorgenommen hat. Wenn man jemanden mag, versucht man sich doch zu treffen wann es nur geht. Sie hat natürlich gesagt, dass ich alle ihre Checkboxen abhake, was das Logische angeht aber das Wichtigste, dieser Funke, fehlt.
Einfach gesagt es hat für sie halt nicht gepasst. Freundschafts-Ding wurde angeboten, weil ich echt ein toller Typ sei und sie die gemeinsame Zeit genossen hat.(?)
Nun ja jetzt zu meiner Frage: Warum nimmt mich das wieder so mit? Fällt mir schon wieder schwer an etwas anderes zu denken, etwas zu essen. Es waren doch nur 6 Wochen von ein bisschen Dating, in der ich mir anfangs auch keine Gedanken gemacht habe wie das langfristig aussehen könnte (auch wegen fehlender Anziehung). Erst als sie mir diese Frage stellte, habe ich die Kehrtwende gemacht und gedacht, ja eigentlich wäre eine „festere“ Beziehung mit dieser Person das, was ich möchte.