Jason-1996
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ich bin neu hier und wollte euch um euren Rat bitten.
Derzeit bin ich 24 und seit rund 2,5 Jahren in einer Beziehung. Meine Freundin (26) lernte ich zu Beginn meines Studiums kennen und zum Ende des ersten Semesters kamen wir dann auch zusammen. Da dies pünktlich zum ersten Lockdown war, entschieden wir, dass sie zunächst bei mir (wohne noch bei meinen Eltern) einziehen könnte (Platz ist genug) und wir von hier aus das gemeinsame Studium digital fortsetzen können (ihr Verhältnis zu ihren Eltern ist relativ schwierig). Bis vergangenen September lief das auch wirklich überaus hervorragend. Sie ist mittlerweile fester Bestandteil meiner Familie und wird von meinen Eltern stark unterstützt.
Leider erkrankte meine Mutter im vergangenen Herbst dann an Burnout (inkl. Kuraufenthalt, etc.) weswegen sich einiges änderte (ich kümmerte mich rund 4 Monate intensiv um den Haushalt und die Pflege meiner Großeltern). Meiner Mutter geht es mittlerweile wieder etwas besser. Leider erhielt ich in dieser für mich schwierigen Phase kaum Unterstützung von meiner Freundin (sie hatte allerdings auch einiges im Studium zu tun).
Mittlerweile neigt sich das Studium dem Ende zu und somit nimmt der Workload bei uns beiden nochmals etwas zu (Bachelorarbeit, etc.). Leider habe ich das Gefühl, dass sie mich mittlerweile nur noch als Lernpartner sieht, da wir täglich viele Stunden Lernen und wir seit Jahresende kaum noch Zeit für uns haben. Ich helfe ihr zudem relativ viel im Studium.
Zwei geplante Kurzurlaube sagte sie einmal aufgrund des Studiums und einmal weil sie mit ihrer besten Freundin in den Urlaub fuhr ab. Auch Sex ist derzeit kein Thema mehr. Ich übertreibe nicht, wenn ich sage, dass wir in diesem Jahr vielleicht einen Tag zu zweit Zeit verbracht haben. Mir ist das eigentlich zu wenig, habe ihr das auch so gesagt, sie meinte es wird besser. Haben wir außerhalb des Studiums dann Mal Freizeit, möchte sie aber eigentlich immer, dass ihre Freunde oder Verwandtschaft mitkommen (klar denn auch diese sieht sie derzeit wegen des Studiums nicht oft). Wir haben dann aber eben wieder keine Zeit zu zweit.
Ich merke, dass mich das mittlerweile sehr traurig macht, da ich mich zunehmend ausgenutzt und von ihr in der Partnerschaft ungerecht behandelt vorkomme. Warum ich nun den Mut für diesen Forumsbeitrag habe:
In dieser Woche war sie sehr unverschämt meiner Mutter gegenüber, obwohl diese auch alles für sie tut (Einkauf, Kochen, etc.). Zudem hat sie mir gestern erzählt, dass sie wieder intensiveren Kontakt zu ihrem Ex-Freund hat und diesen nun regelmäßig treffen möchte (laut ihr rein freundschaftlich). Als ich argumentierte, dass ich das natürlich nicht so prickelnd finde, da wir ja nicht einmal Zeit zu zweit haben, stellte sie mich als besitzergreifend und eifersüchtig dar.
Ich weiß nun nicht, ob ich der
Beziehung noch eine Chance geben sollte, da ich sie eigentlich wirklich liebe. Auf der anderen Seite macht mich das Gefühl, ausgenutzt zu werden auch zunehmend traurig und führt bei mir zu depressiven Verstimmungen. Leider habe ich derzeit auch kaum noch Freunde im näheren Umfeld mit denen ich mich intensiver austauschen kann. Vielleicht habt ihr als Community ja einen Tipp, was ich tun könnte, damit sich die Situation verbessert.
Liebe Grüße und vielen Dank euer Jason