Benvolio
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ich kann dich sehr gut verstehen in dem Punkt: von vorne starten, bei 0 beginnen.
Ich hatte meine erste richtige Beziehung mit 24, diese dauerte 7 Jahre.
Die ersten 3 Jahre der Beziehung waren richtig toll, wir sind zusammengezogen, haben an Kinder gedacht und gerade als ich über einen Heiratsantrag nachgedacht habe, wurde sie abweisend und komisch.
Sie sagte dann sie wüsste nicht ob ich noch der Richtige bin und hat mir auch gestanden, dass sie einen anderen geküsst hat. Ich bin dann auf Abstand und kurz darauf kam sie wieder, sagte sie vermisst mich und ich wäre der Mann ihres Lebens.
Ich habe ihr verziehen und die Beziehung ging danach immer mehr bergab, da ich auch kein richtiges Vertrauen mehr in sie hatte. Wir lebten uns 3-4 Jahre auseinander bis es zur Trennung kam.
Ich war damals komplett am Boden, obwohl ich wusste das es richtig war, aber hatte die Gedanken wie "Jetzt ist alles weg", "Ich finde nie wieder jemanden", "bin für immer alleine" etc.
Auch weil damals das Verhältnis zu ihrer ganzen Familie richtig gut war und das alles weggebrochen ist.
Ich war 31 und stand trauernd und alleine da.
Ich habe mich damals aufgerafft und an mir gearbeitet, Sport gemacht, am Selbstvertrauen gearbeitet und habe es geschafft alleine glücklich zu sein.
Dann, nicht ganz 2 Jahre nach der Trennung, habe ich eine neue Liebe gefunden. Ich kannte sie schon länger, hatte aber nie wirklich was mit ihr zu tun. Sie ist auch 10 Jahre jünger als ich.
Auch ihre Familie kannte ich und alle haben sich gefreut das wir zueinander gefunden haben.
Ich war froh das ich wieder jemanden gefunden hatte und die ersten beiden Jahre waren sehr gut.
Auch hier war wieder die traditionelle Planung Haus, Kinder, Hochzeit etc...
Irgendwann sagte sie mir sie denkt sie möchte keine Kinder, was für mich okay war, da es für mich kein must have im Leben ist.
Dann ging es aber auch in dieser Beziehung abwärts. Sie wollte immer weniger unternehmen, wurde mehr und mehr zum Stubenhocker und hat auch weniger auf sich geachtet.
Da ich weiter am sozialen Leben teilnehmen wollte, haben wir uns mehr und mehr auseinandergelebt.
Vor 4 Tagen kam dann die Trennung nach 5 Jahren, ging von ihr aus, weil sie richtigerweise mit Ende 20 gedacht hat so kann ich nicht weitermachen.
Obwohl die Trennung richtig ist, geht es mir gerade richtig beschissen.
Ich bin jetzt kurz vor meinem 38. Geburtstag und habe auch wieder die Befürchtung niemanden mehr zu finden. Mein Glaube an die wahre Liebe ist auch so gut wie weg.
Es ist dieses Gefühlt das jetzt alles weg ist, was man sich die letzten 5 Jahre aufgebaut hat.
Obwohl ich es schonmal geschafft habe mich selber glücklich zu machen und wieder neu zu verlieben, bin ich momentan nicht in der Lage daran zu glauben.
Sorry für den langen Text, musste mal raus,
Ben