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Zwölf Jahre, 2 Kinder und aus

Pflichtfeld03

Der Haushalt war doch nur Symptom.
Gescheitert ist die Beziehung und Familie an dieser Stelle: "für sie waren wir aber lange kein Team mehr und sie sei der Meinung es mir immer wieder gesagt zu haben."
Nicht zuhören und das, was man hört und sieht, nicht als gleichwertig achten, killt jede Beziehung.

Wer mir mit dieser Grundhaltung ne Putzhilfe anbietet oder 350-Euro-Sauger an die Wand dübelt, fährt mit Caracho gegen selbige.

Nem, Du lebst seit 12 Jahren in eheähnlicher Gemeinschaft,, bist seit 11 Jahren Vater, kümmerst Dich vorwiegend am Wochenende um Deine Kinder und findest es dann eine Zumutung, bei denen die Nägel zu schneiden? Weil Deine Langzeitfreundin aus Deiner Sicht weniger telefonieren hätte können und dann die Kindernägel in Schuss gewesen wären? Ehrlich? Ehrlich?!

Und mit dieser Grundhaltung geht's jetzt als weiter in die Trennung. Indem Du ihr per Trennungsvereinbarung ein Wohnrecht einräumen willst, bis sie sich was eigenes aufgebaut hat? Und im Gegenzug bekommst Du dann das gemeinsame Sorgerecht? Und das soll so klappen?!

Wieso willst Du überhaupt, nach nun 11 und 5 Jahren, das gem. Sorgerecht? Weil es Dir zusteht? Weil Du es erst brauchst und ausüben möchtest, nachdem Deine Kinder in eine andere Wohnung umgezogen sind?
Wäre eine Umgangsregelung nicht viel wichtiger? Oder geht es Dir nur um die großen Themen (Taufe, Einschulung, Operationen) und die kleinen Themen (Kleidung kaufen, Nägel schneiden) sollen weiterhin der Mutter deiner Kinder vorbehalten bleiben? Ist in der von Dir aufgesetzten Trennungsvereinbarung denn das Sorgerecht mit einer Unterhaltszusage verknüpft? Bist Du in anwaltlicher/notarieller Beratung oder hast einen Mediator eingeschaltet? Oder gehst Du davon aus, dass das passieren wird, was Du für fair hältst?

Nemezir, bei allem Mitleid für Deine Situation als (mit langem Vorlauf) Verlassener: Nimm bitte eine andere Perspektive ein als die, mit der die Familie vor die Wand gefahren wurde. Sonst wird aus dem "Ich kann und will mit ihm nicht mehr zusammen leben" ganz schnell ein "Er soll sich rückstandsfrei aus meinem Leben entfernen und mich und die Kinder endlich in Frieden lassen". Und wie es Ex-Partnern und Vätern geht, die mit Beharrlichkeit und Konsequenz dieses Stadium erreicht haben, kannst Du in diesem Forum nachlesen. Das gilt es unbedingt zu vermeiden! So willst Du nicht enden.

Wende Dich an den besten Freund, die beste Freundin Deiner Ex-Verlobten und lass Dich von denen beraten und Deine Perspektive neu justieren. Du wirst erstaunt sein, aber auch die nächsten Schritte umsichtiger gehen können.

11.02.2019 01:28 • #16




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