verstehe dich besser als du denkst
es geht auch weniger um die bloße Theorie sondern das konkrete Einlassen auf deine Gefühle und dein inneres Kind.
Wenn du die Möglichkeit hast, dich um dich zu kümmern, also nicht durch deine Tochter oder anderes abgelenkt bist, dann lasse dich wirklich auf dich selber ein. Schaue dir deine Gefühle an. Fühle sie. Und ganz wichtig, habe das Vertrauen, daß dies gar nicht lange anhalten wird.
Dein Inneres wird dir dann die eine oder andere Erinnerung zukommen lassen, anfangs gerade welche, die weh tun. Nimm es gerne an. Fühle den Schmerz, die Einsamkeit, die Hilflosigkeit, die Sehnsucht oder was auch immer es war. Geh bewußt in diese Gefühle hinein, erlebe sie - noch einmal - jetzt bewusst.
Es mag einen Moment lang unerträglich sein.
Aber gehe davon aus, daß dir von Innen heraus nur Sachen / Erinnerungen angetragen werden, die du jetzt als Erwachsene verkraften kannst.
Das ist die Chance für dein Inneres von innen her aufzuräumen und die schlimmen Erinnerungen los zu werden. Eigentlich ist das sogar ein Segen, daß dies möglich ist.
Früher, als Kind, warst du zu klein all die Demütigungen, Missachtungen und sonstige Aktionen deiner Mutter zu verkraften. Das wurde in dir drinnen sicher weggepackt damit du als kleines Wesen überhaupt emotional überleben konntest.
Jetzt scheint sich in dir drinnen geeinigt worden zu sein, daß du alt und stark genug bist, diese vielen einzelnen Verletzungen zu verkraften, zu akzeptieren, daß deine Mutter einfach egoistisch, ignorant und mißbräuchlich war statt liebevoll, verständnisvoll und beschützend.
Diese Leere die du spürst können diese abgespaltenen Teile von dir sein, die sich danach sehnen, wieder Teil von dir und deinem System zu werden.
Deswegen meine Aussage, spüre sie. Nimm das, was sie dir mitteilen wollen als ein Geschenk an, weshalb du hast damals überleben können und jetzt die Chance hast, das aufzuarbeiten. Wenn du weinen möchtest, dann tue das. Was raus ist, ist raus.
Jedes Mal, wenn dies auftritt erschreckt es einen. Man möchte zurückschrecken und, wie früher, nichts damit zu tun haben wollen.
Es bedarf etwas Übung da entspannter zu werden. Denn man wird regelrecht in diese alten Gefühle gesogen. Es ist wie damals und wirkt so, als würde es sich nie ändern.
Aber das hält nur kurz an. Kurz und sehr intensiv.
Diese Gefühle annehmen und akzeptieren, dass sie da waren - berechtigt entstanden sind und da sind - ist ein großer Schlüssel diese aufzulösen.
Nimm du dich jetzt voller Liebe und Verständnis an, daß es Gründe gibt für das, was du da fühlst. Gründe, die zu groß waren für ein kleines Kind, wie du damals warst. Diese Gründe sind nun weg und können von dir in deinem Leben geändert werden.
Also, alles gut. Es kann wieder werden. Auch wenn es sich ganz anders anfühlt, es ist eine riesige Chance da raus zu kommen, wenn du gerade die Leere in dir fühlst. Man hat in dir drinnen das Vertrauen zu dir, daß du nun mit dem alten Mist klar kommst.
Es ist schaffbar, heftig, aber schaffbar.