Tiefes-Meer
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mir ist in Deinem Text ein Gedanke aufgefallen. Dieser Gedanke "Ich wurde weggeworfen". Er ist ein oft gebrauchtes Bild, um eine tiefe Kränkung auszudrücken. Doch dieses Bild ist ganz schön zweischneidig und wenn es dauerhaft quält, hilft es, das Bild zu hinterfragen, immer, wenn es wieder auftaucht.
Bilder wirken sehr mächtig auf unser Unterbewusstsein. Ein Bild, wo man selbst den Part eines entwerteten Gegenstands einnimmt, signalisiert dem eigenen Unterbewusstsein, dass es tatsächlich so sei. Dass man tatsächlich nicht mehr sei als dies. Ein Gegenstand, der seinen Wert aus dem anderen bezog.
Doch dieses Bild ist ja nicht wahr. Du bist ja doch kein Gegenstand, der auf der Mülldeponie vor sich hinschimmelt. Du bist in ein Mensch, der seinen eigenen Wert in sich trägt.
Du kannst verlassen werden. Auch auf schofelige Art und Weise. Aber das ein anderer Dich wegwirft, ist im Wortsinne nicht möglich. Dummerweise nimmt unser Unterbewusstsein Bilder aber wortwörtlich.
Der gute Teil der Nachricht ist, dass wir uns da selber ein Stück weit Steuern können, indem wir dauerhaft quälend e Bilder bewusst hinterfragen, uns fragen können, ob wir diese Botschaft tatsächlich an uns selber senden wollen.
Und wenn nicht, können wir das quälend e Bild durch etwas anderes ersetzen. Z.B. hier durch den Gedanken, dass der andere Deinen Wert nicht erkannt hat. Was sehr schade für ihn ist, weil Du gedenkst aus Deinem Leben was zu machen und dies auch tust.
Vielleicht magst Du es mit dieser Technik mal probieren, wenn Dich so ein dunkles Bild mal wieder quält. Ich fand und finde diese Technik oft hilfreich.
Viele Grüße
ehrlich gesagt wirklich voll von diesem Gefühlschaos!