ImBlindflug
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Seit fast zwei Jahren bin ich am Versuchen, mit der Trauer um meine Mama um zu gehen und irgendwie aus der Verantwortungs- und DauerstromSpirale heraus zu kommen. Im zweiten Jahr kam die Trennung dazu.
Spannende Erkenntnis oder Ansatz des heutigen Tages: Das dauerhafte Tun, Pläne schmieden, Sachen erledigen liegt natürlich in mir, meiner Persönlichkeit. Ist in der aktuellen Ausprägung aber vielleicht ein Versuch, die Trauer zu verdrängen. Und eine Strategie, verstärkt durch den Anspruch meines Ex mich nicht bei ihm auszuheulen (im letzten Jahr der Beziehung), ihm nicht meine Gefühle zu zeigen. Als Folge der Verachtung, die mir da von ihm entgegen schlug.
Ist jetzt natürlich alles in allem schwierig aufzulösen, da ein Teil ja ich bin, ein Teil inwischen gut antrainierte Strategie, die von aussen ausgelöst sich aber auch im innneren quasi bewehrt hat. Wenn man es nicht wahrhaben will/muss, ist es, leider nur temporär, angenehmer, der Kopf macht weiter so.
Ausserdem ist immer noch nicht wirklich angekommen, dass ich mich jetzt nur um mich kümmern darf. Dass ich eben nichts leisten soll. Dass Struktur haben für mich gerade nicht bedeutet, möglichst viel "geschafft" zu bekommen, sondern aufzustehen und heraus zu finden, was mir gut tut, wie ich zur Ruhe kommen kann, was meine Bedürfnisse sind und wie es mir überhaupt geht. Auszuhalten und zu aktzeptieren wie es mir geht, mir dann gutes zu tun statt alles in "Aufgaben" zu ersticken.
Mal sehen, ob ich das ganz langsam irgendwie gelöst bekomme.