PapaInWarteschl
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mir wurde dieses Forum empfohlen, denn ich (m, 36) suche eine ehrliche Einschätzung von außen zu meiner Situation mit meiner Ex (w, 30). Auch wenn es langsam besser wird, so schmerzt die ganze Situation immer noch sehr.
Kurz zur Timeline:
Wir waren 11,5 Jahre zusammen.
Im Juli 2025 wurde die Schwangerschaft festgestellt – es war ein absolutes Wunschkind.
Bis Mitte November 2025 waren wir aus meiner Sicht sehr glücklich; sie hat mir auch klar gezeigt, dass sie mich liebt.
Dann hat sie online einen Mann aus Estland kennengelernt.
Ca. 3–4 Wochen später sagte sie mir, sie fühle für mich nur noch platonisch und für ihn romantisch.
Trotzdem waren wir zunächst noch zusammen, die Trennung kam Anfang Januar 2026 von ihr.
Wichtig: Sie hat ihn bis heute nicht persönlich getroffen.
Sie sagte, es quält sie, nicht zu wissen, ob es „funkt“, wenn sie sich real treffen. Wegen der Schwangerschaft geht das aktuell nicht.
Die beiden schreiben aber scheinbar täglich.
Wir wohnen weiterhin zusammen, auch wegen dem Kind.
Manchmal sagt sie inzwischen, dass irgendwann einer von uns ausziehen wird.
Als ich das Thema am Anfang angesprochen hatte, wollte sie es noch nicht hören. Ich versuche das Thema aktuell eher zu übergehen.
Sie geht offenbar davon aus, dass er derjenige wäre, der sein Land verlässt, Deutsch lernt und zu ihr/uns nach Deutschland kommt.
Letzte Unterhaltung vor ein paar Tagen:
Sie: „Du hoffst schon, dass das wieder was wird mit uns, oder?“
Ich: „Hoffen wäre zu hoch gegriffen.“
Sie: „Sondern?“
Ich: „Ich kann nicht sagen, ob ich es wollen würde.“
Sie: „Du meinst mit uns?“
Ich: „Ich kann weder ja noch nein sagen. Aber hoffen würde ja heißen, ich will das aktiv.“
Sie: „Ja, da hast du recht. Ich verstehe dich, und es tut gut zu verstehen, wie du fühlst.“
Später sagte sie noch:
„Bei mir ist weder nein noch ja. Ich lasse die Tür zu, dann tut es weniger weh, wenn man sie öffnet und der andere will doch nicht.“
Danach habe ich das Thema beendet/umgelenkt.
Meine Fragen an euch:
Wie würdet ihr das einordnen – gibt es hier noch eine realistische Chance auf eine gemeinsame Zukunft?
Kann Schwangerschaft/Überforderung so eine emotionale Verschiebung verstärken?
Oder ist das inhaltlich eher schon eine klare innere Trennung und ich maximal noch ein Freund in Zukunft?
Ich suche keine Schönrederei, sondern eine ehrliche Einschätzung. Danke euch.