Nov25
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ich schreibe hier auch mal, obwohl ich schon länger passiv mitlese.
Meine Geschichte kurz gefasst: meine Partnerin (38) und ich (45) waren 14 Jahre in einer überwiegen glücklichen und sehr engen Beziehung, die letzten Jahre war es jedoch immer häufiger eine eher toxische Verbindung, viel Streit, Vorwürfe, Beleidigungen usw. Wegen Alltag aber auch ernsteren Themen (keine Nähe mehr, nicht gesehen werden usw.) Wobei ich wohl eher die Rolle hatte die Bindung zu suchen und sie die Rolle wohl eher vermeidend. (auch aufgrund der schwierigen Monate)
Sie ist vor 6 Monaten ausgezogen, danach hatten wir noch weiter Kontakt- wegen organisatorischem aber auch wegen "uns" meistens eher im Vorwurfsstil - viele Vorwürfe, wenig Substanz zur Klärung.
Mittlerweile sind fast alle Ihre Sachen weg und als ich nochmal etwas organisatorisches Klären wollte habe ich die Nachricht bekommen, sie möchte keinen Kontakt.
Jetzt sind mittlerweile mehrere Wochen seit dem letzten Kontakt vergangen und es fühlt sich so schwierig an. Meine Gedanken kreisen den ganzen Tag um Sie. Ich habe das Gefühl ich trete seit Monaten auf der Stelle und komme einfach nicht weiter. Ich denke auch, dass sie in diesem Prozess schon viel weiter ist und das ganze im Gegensatz zu mir auch ziemlich endgültig sieht (wir haben uns auch beide nicht mehr gut getan zum Schluss)
Was mich einfach fertig macht ist dieser ständige Impuls zu schreiben, "wie geht's", "wollen wir mal wieder normalen Kontakt haben", "kleiner Spaziergang", "kurzes Telefonat" usw.
Ich verstehe auch nicht, warum ich da so fest hänge, denn auch für mich war das letzte Jahr in der Beziehung der blanke Horror. Aber jetzt, wo seit Monaten eigentlich alles aufgelöst ist, kommen immer die Gedanken, wir können doch noch was ändern, doch noch Kontakt usw. - Seit der Kontaktsperre ist es extrem schlimm geworden.
Ich habe auch alles getan um mich abzulenken, Wieder mit Sport angefangen, treffe wo ich kann Freunde (in meinem Alter natürlich fast nur Paare und Familien), ich habe sogar versucht mich mit Dates abzulenken, in der Hoffnung mir geht es dann besser, wenn ich mal eine andere Frau habe- letztendlich ging es mir nach jedem "netten Abend" noch schlechter und das Vermissen wurde nur größer. Ich habe einen Haufen Bücher über Beziehungsmuster, Trennung und Psychologie gelesen in den letzten Monaten, einige Videos hier angeschaut usw.
Es geht maximal 1-2 Tage gut, bis ich wieder in eine emotionales Loch falle und das Gefühl habe es geht wieder bei Null los. Inklusive Druck auf der Brust, extreme Schlafprobleme, Gedankenkreisen, in der Arbeit funktioniere ich gerade noch, wie auch im sonstigen Alltag .
Vielleicht hat der oder die Eine oder Andere hier Tipps, wie ich aus der Spirale wieder raus kommen kann. Ich will ja, dass es mir besser geht und ich akzeptiere die Kontaktsperre, ich akzeptiere auch die Trennung, aber ich trete weiter auf der Stelle.
Würde mich über jeden Tipp oder Antwort freuen, vielen Dank!