heartbeat22
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ich bin 38 und meine Frau ist 34. Wir sind seit 15 Jahren zusammen und seit 6 Jahren verheiratet. Ich habe Sie also mit 19 kennengelernt und sie hatte etwas das mich umgehauen hat. Unsere Partnerschaft war geprägt von Harmonie und gegenseitigem "gönnen können". Müsste ich eine Strichliste machen dann wäre ich >90% unserer Tage/Stunden die wir zusammen hatten glücklich gewesen. Sehr glücklich. Sie gab mir alles was ich immer gesucht habe (auch nicht gesund wie ich inzwischen weiß).
Ich wusste von Anfang an das sie unter psychischen Problemen leidet, damals war sie in Behandlung wegen Depressionen. Hatte auch mehrere stationäre Aufenthalte hinter sich und während unserer Anfangszeit auch einen Selbstmordversuch mit anschließendem Klinikaufenthalt. Naiv wie ich war und mit der Liebe die ich zu geben hatte dachte ich das ich sie retten könnte. Neben der positiven Zeit gab es auch einige tiefschläge. Sie hat mich 2 mal betrogen (heute gehe ich davon aus das es da noch Dinge gibt die ich nicht weiß) im zuge dessen haben wir dann aber festgestellt das wir Sex und Liebe trennen können. Das wir beide die Lust auf neue Haut kennen und mögen. Also sind wir in "die Partnerwechsler" eingestiegen. Mal mehr mal weniger intensiv. Ein paar Jahre lief Partnerwechsler technisch auch mal garnix. Nach 9 Jahren haben wir dann geheiratet. Und ich war der glücklichste Mensch auf dieser Erde. Im Vorfeld bin ich allerdings ins schwanken geraten. Schaffst du das? Es gab eine Frau auf der Arbeit in die ich mich tatsächlich verguckt hatte und sie sich in mich. aber ich habe dann meine Freundin gesehen und mir gedacht; "Das wird nicht immer leicht, aber ich schaffe das und sie macht mich glücklich. du willst Sie und keine andere". Und habe das aufkeimende Interesse an der anderen Frau dann im Keim erstickt.
Wie versprochen war es nicht immer leicht, zwischenzeitig haben wir uns privat bezahlte psychologische Hilfe gesucht (ich verdiene ganz gut). Und nach einer traumatischen Erfahrung habe ich meine Impulskontrolle verloren und ich hatte eine Äffäre. Es war immer klar das mein Herz zu meiner Frau gehört, ich wollte aber "was für mich" haben. Wollte mal "nicht teilen" oder nur interessant sein weil ich eine grandiose Frau habe. Als der Hausbau dann final wurde habe ich festgestellt. "so willst du nicht sein, das ist nicht die Art Mensch die du sein willst und du liebst deine Frau und das ist die einzige die du wirklich in deinem leben brauchst und willst.
Der Hausbau war die Hölle für Sie. der Job parallel dazu hat sie noch kränker gemacht und tat ihr garnicht gut. obwohl er gänzlich anders geplant war und Sie entlasten sollte.
Im Januar 2020 sagte sie mir nach Fertigstellung des Hauses dann das sie manchmal unglücklich ist, konnte es aber nicht genau benennen. Gleichzeitig hat Sie einen neuen Therapeuten gesucht und es wurde eine Borderline Persönlichkeitsstörung diagnostiziert und behandelt. Für mich änderte sich nach 13 Jahren erstmal nix. Wir hatten dann einen schönen Sommer und auch währenddessen habe ich öfter gefragt ob wir mal eine Paartherapie benötigten, worauf sie sagte "nein. das ist weg; ich liebe dich". bis zum 2. Weihnachtsfeiertag im Dezember 2020. Da sagte sie mir das Sie sich trennen möchte. Das sie sich gefangen fühlt, wie in einem goldenen Käfig. (Dabei will ich Sie garnicht einschränken). Das sie angst hat mich zu verletzen wenn Sie mir die nähe nicht schenkt die ich suche und das Sie eine offene Ehe möchte. Daraufhin ist sie 7 Tage ausgezogen. bis ich sie gebeten habe zurück zu kommen und auf die offene Ehe eingehe.
Und da beginnt es für mich "schlimm" zu werden. Wir haben die offene Ehe von einer Paartherapeutin begleiten lassen. und ich hatte was das Thema angeht das volle Gefühlsspektrum. Ich habe mich IMMER für Sie und ihre neuen Erfahrungen gefreut (Es geht um das Thema BDSM). Manchmal hat es mich tatsächlich angemacht, manchmal war es die Hölle. Ich konnte es als OK oder gleichgültig ertragen, ich war Zornig, gut, Traurig, verletzt und erniedrigt und neidisch. Ich habe selbst gemerkt wie dieses Damoklesschwert immer über mir schwebte. Und deswegen gab es dann öfter Streit. Von "Sie verzichtet darauf" zu "ich will nicht das du verzichtest". In der mitte des Jahres ist unsere Therapeutin dann ausgefallen und wir haben gedacht wir schaffen es ohne Ersatz. Dazwischen und vor jedem Treffen sagte sie mir immer das Sie mich liebt, für immer mich und nur mich. Und auch danach wollte Sie nur zu mir. Zurückerobert werden, ich sollte Sie wieder zu meiner Frau machen.
Im Dezember hat sie dann nochmal einen Paar Therapeuten und sie hat mir gesagt das sie "Angst" vor mir hat. weil sie sich mir immer unterordnet (was ich garnicht will) und es nicht schafft sich mir gegenüber zu behaupten. Und ich habe in dem Termin festgestellt wie emotional abhängig ich geworden bin. Ich war ein ziemliches häufchen Elend. Weihnachten war dann sehr schön aber ich war die Kompletten Feiertage über hinweg sehr unsicher. ständige Erinnerungen an das Jahr davor.
Ich habe recht feine Antennen für ihre Stimmungen und merkte dann wie sie sich entweder an mich kuschelte oder voll auf Abstand ging. Außerem gab es noch ein paar Themen über die wir nicht mehr gesprochen haben. So eine Ehe möchte ich nicht führen und habe es angesprochen. Ein Wort gab das andere und am ende des Abends waren wir getrennt. Das ist jetzt 8 Wochen hier, sie ist nach 2 Wochen ausgezogen und nach 6 Wochen in ihre erste gemeinsame Wohnung.
Wir sind so verblieben das wir nun erstmal unsere Emotionale Abhängigkeit lösen, sie sagt sie liebt mich noch aber ihr Drang nach Freiheit ist momentan größer. Sie sucht etwas, weiß aber nicht was. Und in 6 Monaten schauen wir weiter ob wir uns scheiden lassen. Momentan halte ich seit einer Woche Kontaktsperre. Ich weiß was ich will und das ich nicht mehr bereit bin alles dafür zu geben. Sie ist krank und wird IMMER an der Beziehung zweifeln. sie muss nur lernen mit dem Zweifel umzugehen. UND. ich will keine offene Ehe. Wenn ich dabei bin ist alles OK und per se habe ich nichts dagegen das man seine eigenen Erfahrungen macht. Aber ich bin "noch" nicht selbstsicher genug dafür. Obwohl ich in den letzten Wochen sehr hart an mir und daran gearbeitet habe.
Aber. ich weiß einfach nicht ob die Kontaktsperre gerade das richtige ist oder ob ich sie damit verliere. Ich werde definitiv NICHT ihr freund werden. Entweder bin ich ihr Ehemann oder sie ist für mich gestorben. momentan ist es ein auf und ab. Es wurde besser aber heute habe ich dann einen Rückschlag erlitten der mich voll aus der Bahn geworfen hat.