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popeye1977
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Beim Lesen im Forum konnte ich sehr schnell sehen, dass es viele von Euch in sehr ähnlichen Situationen gibt. Ganz kurz zu meiner Geschichte. Ich bin 40 Jahre alt, lebte 17 Jahre (davon 15 verheiratet) mit meiner Frau zusammen. Wir haben 3 Kinder - 6, 8 und 11 Jahre. Ich habe gerade meinen Job gewechselt, bin zusätzlich in einer Ausbildung und meine Frau hat mir Anfang Mai offenbart, dass Sie sich ein alt werden mit mir nicht mehr vorstellen kann. Mittlerweile hat Sie auch eine neue Beziehung gezeigt, die bereits bei Ihrer Ankündigung zumindest im Inneren eine Rolle gespielt hat. Damit fällt mein bisheriges Lebenskonzept wie ein Kartenhaus zusammen und jetzt heißt es neu aufbauen und anders denken. Gekoppelt mit den Anstrengungen im neuen Job und den Anforderungen in der Ausbildung, echt ne krasse Zeit. Aktuell bin ich auf Wohnungssuche (was in Berlin echt eine Herausforderung ist), muss einfach raus aus der gemeinsamen Wohnung, da mich das immer wieder zu stark an gemeinsame Zeiten erinnert.
In Reflexion habe ich sicher auch viele Fehler gemacht und einfach meine Frau nicht mehr gesehen und zu viel in die Absicherung unseres Lebensstandards gesetzt. Das hat sich angedeutet, als meine Frau vor 3 Jahren eine Affäre hatte und wir beide mit einem Umzug aus München nach Berlin für eine Rettung der Ehe gekämpft haben. Heute sehe ich das anders und begreife, dass ich gekämpft habe und meine Frau eigentlich schon deutlich länger nicht mehr in mich verliebt war. Im Moment kämpfe ich gerade gegen jedwede Hoffnungsschimmer. Und die Gedanken kommen noch häufig, da ich es rein rational nicht fassen kann. Wir hatten "oberflächlig" unsere intime Beziehung, eigentlich im letzten Jahr wie noch nie zuvor, wir hatten schöne Momente, waren gut mit den Kindern (wenngleich eine eher klassische Aufteilung) . schon eine Erfahrung, wie blind ich jetzt schon 2x war und es einfach nicht gesehen habe.
Kurzzeitig habe ich versucht neue Partner zu finden, merke aber, dass ich dafür eigentlich gar nicht bereit bin. Ich muss mich jetzt fokussieren und erst einmal eine gute Lösung für die Kinder finden und den Job schaffen. Und gleichzeitig schmerzt das allein sein, es schmerzt sehr. Und doch gehört es jetzt dazu.
Wenn ich an all den administrativen Aufwand denke, wird mir jetzt schon ganz übel. Gerade trenne ich Konten, melde Bankverbindungen um, sortiere Sachen, bereite meinen Auszug vor, trainiere und meditiere und überlege, wie ich das wohl in Zukunft mit meinen 3 tollen Kindern hinbekommen werde. Hoffentlich habe ich die Kraft das zu schaffen. Remo Largos Buch über Kinder in der Scheidung macht mir viel Mut und gibt wichtige Hinweise. Er ist schon echt ein guter. Ab so recht, wie das genaue Modell aussehen wird, weiss ich noch nicht.
Ich denke Euch fürs Lesen und Eure Empathie . liebe Grüße
Sebastian
In Reflexion habe ich sicher auch viele Fehler gemacht und einfach meine Frau nicht mehr gesehen und zu viel in die Absicherung unseres Lebensstandards gesetzt. Das hat sich angedeutet, als meine Frau vor 3 Jahren eine Affäre hatte und wir beide mit einem Umzug aus München nach Berlin für eine Rettung der Ehe gekämpft haben. Heute sehe ich das anders und begreife, dass ich gekämpft habe und meine Frau eigentlich schon deutlich länger nicht mehr in mich verliebt war. Im Moment kämpfe ich gerade gegen jedwede Hoffnungsschimmer. Und die Gedanken kommen noch häufig, da ich es rein rational nicht fassen kann. Wir hatten "oberflächlig" unsere intime Beziehung, eigentlich im letzten Jahr wie noch nie zuvor, wir hatten schöne Momente, waren gut mit den Kindern (wenngleich eine eher klassische Aufteilung) . schon eine Erfahrung, wie blind ich jetzt schon 2x war und es einfach nicht gesehen habe.
Kurzzeitig habe ich versucht neue Partner zu finden, merke aber, dass ich dafür eigentlich gar nicht bereit bin. Ich muss mich jetzt fokussieren und erst einmal eine gute Lösung für die Kinder finden und den Job schaffen. Und gleichzeitig schmerzt das allein sein, es schmerzt sehr. Und doch gehört es jetzt dazu.
Wenn ich an all den administrativen Aufwand denke, wird mir jetzt schon ganz übel. Gerade trenne ich Konten, melde Bankverbindungen um, sortiere Sachen, bereite meinen Auszug vor, trainiere und meditiere und überlege, wie ich das wohl in Zukunft mit meinen 3 tollen Kindern hinbekommen werde. Hoffentlich habe ich die Kraft das zu schaffen. Remo Largos Buch über Kinder in der Scheidung macht mir viel Mut und gibt wichtige Hinweise. Er ist schon echt ein guter. Ab so recht, wie das genaue Modell aussehen wird, weiss ich noch nicht.
Ich denke Euch fürs Lesen und Eure Empathie . liebe Grüße
Sebastian