Zitat von Martin123: Aber irgendwie geht mir persönlich die Tendenz viel zu sehr in die Richtung: Er muss sich möglichst klein machen ("vernünftig sein"), sich demütigen lassen ("Elternebene") und seine Exfrau darf alles ("ach ja, vielleicht nicht in Ordnung, aber ist halt ihr neuer Partner, musst du akzeptieren").
Nein, es geht nicht um sich klein machen oder sich demütigen lassen. Genau das wäre ja nicht die Elternebene.
Es geht darum, zu unterscheiden:
Das Verhalten der Ex demütigt und verletzt mich, das ist Scheixxe und der Termin wird furchtbar für mich (Beziehungsebene).
Aber kann ich das aushalten und auf meinen breiten Löwenvaterschultern ertragen, weil es für meine Kinder und die Beziehung zu ihnen wichtig ist, dass ich dort bin? (Elternebene)
Wenn die Antwort auf diese Frage lautet: nein, ich kann es nicht ertragen, ich würde daran kaputt gehen und wochenlang depressiv sein, dann sollte Markus natürlich nicht hingehen. Denn dann kann er ja wiederum nicht für seine Kinder da sein.
Zitat von Martin123: Und wenn er dieses Spiel nicht mitspielt, dann ist er ein schlechter Vater. Damit man auch schön Druck auf ihn ausüben kann.
Wäre er tatsächlich ein schlechter Vater, würde er hier schreiben: "Wisst ihr was, ihr könnt mich alle mal".
Aber er macht sich ernsthaft darüber Gedanken und hadert mit seiner Entscheidung (wie immer die auch ausfallen wird). Und allein das zeigt schon, dass er KEIN schlechter Vater ist.
Warum immer diese Bewertungskeule, guter Vater, schlechter Vater? Darum geht es hier doch gar nicht. Es geht um e i n e Entscheidung: gehe ich zu diesem Terminen oder nicht.