Zitat von Gastxy45: "ich teile dir mit, dass ich die Zusammenveranlagung wünsche."
Moin.
Was die Zusammenveranlagung angeht - mit Beginn des Trennungsjahres steht das m.W. frei, anwaltlicher Rat ist aber sicher sinnvoll. Sachlich ja. aber nicht formell - das ist Anwalts Ding. "Ich wünsche für das Kalenderjahr 2024 die Zusammenveranlagung. Daraus ergibt sich ein steuerlicher Vorteil von xx Euro, diesen bin ich bereit zu teilen".
Markus,
so wie das aussieht versucht Deine Ex alle Vorteile, die sie haben, sich nehmen kann, auch auszuschöpfen. Vllt. gar Dir zu schaden. Ob das aus Wut, Egoismus, verspäteter Rache geschieht, ist - wie die Gründe für die Trennung - nicht Deins. Du kannst ihr nicht in den Kopp schauen. Aber auf das Verhalten - und das verheißt: Du musst um Deine Rechte kämpfen (lassen).Ich bin mir recht sicher, dass sie längst bei FamilienrechtlerIn war und sich beraten ließ. Oder eine (v)erbitterte Freundin ihr zuflüstert. Tu es ihr nach. Geh zum Anwalt.
Was die Kommunikation angeht: Sachlich. Protokolle anfertigen. Einverständniserklärungen. Arbeite auf eine Scheidungsfolgevereinbarung hin - gemeinsam mit Deinem Anwalt.
Ab hier gilt:
Gesagt ist geschissen, geschrieben ist gesagt. (Alte Lebensweisheit meines allerersten Chefs).
Sieh das wie eine berufliche Verhandlung - emotionsarm (ich weiß, das ist fast unmöglich) - aber Dir gegenüber sitzt nicht Deine Vertraute, Deine Ex - sondern eine Dir nun in vielen Teilen Fremde. Selbst an die gemeinsame Rolle als Eltern werdet ihr (jeder für sich) erinnert werden müssen. Wie Du selbst schon gemerkt hast - doch verletztes Ego hat im Thema Kids nix verloren. Was Euch noch (ver)bindet sind die Kids - das muss Euer beider Augenmerk und Fokus sein. Bei allem anderen seid Ihr Verhandlungs
gegner.
Geh zum Anwalt. Zur Diakonie, Caritas, Lebenshilfe. Richte Dich auf einen Rosenkrieg ein - wenn er nicht kommt ist gut, aber falls, wirst Du wenigstens nicht ausgenommen wie ne Weihnachtsgans.
Gibt Väterforen und Scheidungsforen im Netz, da würde ich auch mal reinschauen. Schau dass Du Dir immer wieder den Kopp freimachst. Sie agiert für sich. Du musst das für Dich. Und beide für die Kids. Das auszubalancieren, bei all den Emotionen ist anstrengend. Schaff Dir Deine Pausen, Rückzugsräume. Lass machen. Delegiere.
Alles was außeranwaltlich geregelt werden kann? Machen. Lieber 100 Euro an sie, als 500 an den Anwalt. Doch wenn "einvernehmlich" scheitert? Kämpfe. Lass kämpfen.
Anwalt. U n b e d i n g t.