Jonathan01900
Gast
Es ist erstaunlich, dass sie mein Leben bewundert, dass ich Frauen "stehen lassen kann". Ja, die Möglichkeiten sind da, aber es reizt mich keineswegs, mit einer Frau in die Federn zu steigen, ohne dass ich etwas empfinde. "Sie" kann das und hat es auch schon getan, mit fremden Männern unbesorgt mitgehen, Sex und am Morgen verschwinden oder sogar noch am Abend.
Der Reiz ist, da die Frage ist, ob es einem dauerhaft gut tut. Meine Grenzen wurden als Kind eng gesteckt, ihre ebenso eng, sogar enger, aber der Unterschied ist, dass sie ausbrach und ich nicht. Beide sind wir nicht ganz glücklich damit. Sie nicht damit, dass sie so weit ausbrach, dass sie den Weg kaum mehr zurück findet. Sie kann auch damit schwer umgehen, wenn Arbeitskollegen sie sehen und wissen, dass sie mal wieder (Fasching zB) besoffen in der Ecke lag. Dann schämt sie sich, wenn ihr das andere reflektieren. Mir würde das nie passieren, das bewundert sie.
Merkwürdigerweise ist sie deutlich weniger bereit sich meinem Lebensstil zu nähern, obwohl sie wüsste, dass es ihr gut tun würde. Ich dagegen bin super tolerant, was ich auch sein muss, sonst hätte das nie geklappt, wenn auch nur kurze Zeit.
Sie würde niemals jemanden akzeptieren, der so ist wie sie, ihren einzigen und letzten Freund hat sie sogar sitzen lassen, weil er zuviel trank. In meinen Augen ist sie nicht besser. Aber das ist meine Wahrnehmung.
Es ist jetzt Samstag früh und ich habe schon wieder seit Mittwoch nichts mehr von ihr gehört oder gelesen, das ist ok. Aber ich weiß, dass sie unterwegs ist, Urlaub hat. Ich weiß auch, wenn sie Sonntag abend heim kommt, schreibt sie und dann erwartet sie dass ich binnen 10min antworte. Das werde ich (wie immer) nicht tun, ich antworte ihr aus Prinzip in den gleichen Abständen wie sie sich meldet, das ist eine peinliche Erziehungsmaßnahme, Enzug von "Da sein", das tut ihr weh. Ich hasse es, ihr weh zu tun, aber ich habe das Gefühl ich muss ihr den Schmerz wieder geben, den sie mir durch ihr Wegsein gibt.
Mein Schmerz hat sich schon begonnen in Wut zu wandeln, möglicherweise eine Phase des Abnabelungsprozesses. Je mehr ich mich entferne, desto mehr merkt sie, wen sie verliert, eigentlich traurig.
Wer immer für mich da ist und ich auch für sie, ist meine "bodenständige" neue Bekanntschaft. Sobald ich sie geküsst habe, ist für mich das Abenteuer vorbei, ich möchte faktisch nicht doppelgleisig fahren. Sex gibt es mit beiden nicht, mit der Abenteurerin schon seit Monaten nicht mehr, das wäre beiden gegenüber unfair, finde ich. Ich würde nicht einmal parallel mit mehreren Frauen küssen.