Zitat von Laura13:
Lena, danke für diese Nachricht! Es ist Wahnsinn wie viele Parallelen es da gibt.
Hast du es denn geschafft wirklich damit abzuschließen? Mir fällt dieser letzte Schritt unheimlich schwer. Und das obwohl so viel Zeit verstrichen ist und ich in der Zwischenzeit auch zwei Männer kennengelernt hatte wo ich anfangs dachte es könnte etwas sein. Aber letzlich tauchte immer wieder er in meinem Kopf auf und dann kann ich es nicht.
Mein Mann hat auch immer ein Platz in meinem Herzen und ich liebe und vernisse ihn. Aber neben ihm könnte eben auch ein anderer Mann existieren. Er ist und bleibt ein Teil von mir, schon allein wegen unserer Kinder ist er irgendwie immer present.
Dieses vergeben fällt mir sehr sehr schwer. Mein ältester Sohn sagte damals zu mir ich soll bitte alles tun damit er wieder zu uns zurück kommt.
Ich fühle mich einfach auch schuldig meinen Kindern gegenüber.
Natürlich war nicht alles rosa, auch sein Verhalten war nicht immer so in Ordnung, sonst wäre das wohl alles nicht passiert. Aber das ist so eine Sache. Herz und Kopf sind nicht im Einklang bei dieser Geschichte.
Ich habe auch ein Kind und er hat sehr gelitten. Ich habe den Fehler gemacht, ihn sehr schnell (nach drei Monaten) zu involvieren. Eigentlich ist das so gar nicht meins. Aber es fühlte sich so richtig an.
Mein Sohn redet heute manchmal noch von ihm und ich habe ewig zwischen Verzweiflung, Selbstvorwürfen und Hass gependelt. Er hat nicht nur einmal geweint und ich musste immer wieder schlucken und mich zur Beherrschung zwingen, wenn er zwischendurch sagte ich solle ihn doch bitte anrufen und ihn bitten zu uns zurückzukommen.
Noch schlimmer war, dass ich seine Tochter nie kennenlernen durfte. Jetzt weiß ich warum. Er war sich meiner nie sicher und wollte sie genau davor schützen, was mein Sohn durchmachen musste.
Ob ich mit dem Thema zu 100 % durch bin, kann ich dir nicht sagen. Ich weiß nur, dass ich mich mittlerweile neu verlieben konnte. Allerdings läuft das nicht ganz rund. ( mein Thread) ...
Fakt ist aber, dass ich morgen an den See fahre. Sein See. Dahin, wo er immer ist und die Gefahr sehr hoch ihm mit meiner Nachfolgerin, mir der er seither glücklich zu sein scheint, zu begegnen.
Vor noch einem
Jahr wäre das undenkbar gewesen.
Morgen wäre es für mich total ok. Ich bin wieder in meinem Leben und nicht mehr in seinem.
Wir hatten beide Anteile. Er war emotional einfach nicht da, wo ich war. Wir haben einfach nicht zueinander gepasst und mittlerweile ist diese sehr wichtige Erkenntnis, ok für mich..