Evolution
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Nun sitze ich ( 51)hier und bin eine Mischung aus Wut,Trauer und Fassungslosigkeit.
Und eine Riesenportionen Ärger über meine eigene Doofheit!
Vor 1 3/4 Jahren lernte ich ihn (53 )kennen, Zufall, ich fand ihn merkwürdig und sagte ihm das auch, dass wir irgendwie zu verschieden wären.
Er meldete sich aber wieder und das hat meinem Ego wohl so gefallen dass ich dachte warum nicht? Ich kann tun und lassen was ich will, also auch etwas flirten oder mehr wie ich will. Ich dachte ich hätte es im Griff. falsch gedacht. Nichts hatte ich mehr im Griff. Totales liebesbombardement folgte, ich war schon bald verknallt bis über beide Ohren. Er zog schnell bei mir ein, wir hatten tolle Urlaube, er kaufte sich parallel eine Eigentumswohnung und es war klar wir ziehen da zusammen ein. Bis dahin hatte ich ein super Leben. Tolle Wohnung in toller Nachbarschaft, viele Freunde,viele Aktivitäten.
Ein Jahr wohnte er bei mir alles lief super , kleine Merkwürdigkeiten kehrte ich beiseite. Bauchgefühl wurde ignoriert, ich war super verknallt.
Der Umzug in die neue Wohnung brachte leider nur Unglück, unsere Augenhöhe war verschoben. Alles war nun Seins und er fing an alles an mir zu kritisieren. Was ichTat, wie ich es tat, abwertend und fies. Abwechselnd wehrte ich mich und teilweise wurde ich nur still und schwieg.
Drei Monate nach Einzug möchte er nun, dass ich gehe. Die Leichtigkeit unserer Beziehung sei dahin. Er möchte frei sein, hat keine Gefühle mehr. Seitdem datet er, ist fröhlich singt und pfeift und ich muss sehen wie ich damit umgehe. Ich suche eine Wohnung. Habe natürlich kaum noch Möbel und muss erneut ganz neu anfangen.
Ich hatte alle meine Kraft und Energie in diese Wohnung gesteckt, obwohl ich sehr krank war und es mir oft schlecht ging. Jeden Handwerkertermin habe ich wahrgenommen weil er zu busy ist. alles mit geschleppt und montiert.
Jetzt, wo alles fertig ist, darf ich gehen.
So wie er sich jetzt gibt, finde ich ihn schrecklich und will ihn auch nicht wieder , aber ich bin so wütend auf mich selbst,dass ich nicht auf mein Bauchgefuhl gehört habe, alles aufgegeben habe, was ich mir seit 20 Jahren aufgebaut hatte. Ich erstarre schier und komme nicht aus dieser Wut und Ungerechtigkeit und wohl auch Selbstmitleid heraus in die Aktion. Ich will einfach nicht diesen erneuten Kraftakt durchziehen, nur weil der Herr zum A. mutiert und frei sein will. aber ich weiß ich muss.
Ich brauche Zuspruch , dass alles gut wird, Austausch mit Gleichgesinnten und einen Tritt in den Poppes.
Danke für s lesen
