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3 Monate nach der Trennung

GSalvatore

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Hallo ihr Lieben,

ich habe hier schon mal ins Forum geschrieben ( https://www.trennungsschmerzen.de/trennu ... 18822.html ), was mir damals echt geholfen hatte! Bin auch seitdem meist eine stille Mitleserin gewesen.

Nun sind es ca 3 Monate nach der Trennung und ca 2 Monate Abstand zu ihm, außer einer Geburtstagsnachricht an ihn und eine Nachricht, in welcher ich ihn gefragt habe, ob wir nicht vielleicht langsam versuchen könnten uns wieder freundschaftlich anzunäheren, hatten wir null Kontakt.
Er meinte auf meine Nachricht nur in nettem Ton, dass er das momentan nicht kann und einen klaren Kopf brauche und momentan eh viel zu tun hätte und er in nem Monat oder so mal wirlich drüber nachdenken könnte... immerhin hat er nett geantwortet..

Für mich klingt das alles so, als hätte er es bis dato nur verdrängt, mit Unikram und Alk. und feiern (zumindest war das am Anfang der Trennung wohl etwas so..), es ging ihm ja die drei Wochen nach der Trennung auch nicht gerade gut, konnte nicht schlafen usw. Na ja hatten uns dann zuletzt unter Tränen in nem großen Streit voneinander verabschiedet..auch ziemlich blöd. Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass seine Gefühle für mich weg sind..nur leider hält er sich so an den Gründen fest.. was für mich alles keine richtigen Gründe sind...zumal sie wirklich nicht stimmen. Ich hatte nun 2 Monate Zeit, sie ohne wirklichen Kontakt zu ihm zu überdenken, ich hab auch wirklich sachlich darüber nachgedacht, für mich hat er sich das alles im Stress eingeredet. Das einzige Problem, was wir hatten, ist fehlende Kommunikation.

Mir geht es seit der Trennung schon wirklich besser, die Gefühle sind ETWAS verblasst.. ich habe mich mit der Situation abgefunden. Akzeptiere sie auch. Doch in schwachen Momenten..da kommt es einfach wieder hoch. Das nur ein kleiner Schritt fehlen würde, damit wir wieder zusammen wären.. er müsste ja nicht mehr zweifeln, da ich ihm keinen Grund von den Gründen die er genannt hat, mehr geben würd. Ich würd es ihm auch so gerne noch einmal sagen. Aber ich würde damit auch nichts bewirken..ich denke es müsste von ihm aus kommen..doch wenn er sich alles so einredet
Ich frage mich, ob es irgednwann nochmal alles bei ihm hochkommt, denn er verdrängt gerne mal Sachen die ihn stressen oder stören im Alltag...da ist es klar, dass er dann auch die blöden Gefühle und vllt auch Zweifel an der Trennung, zur Seite schiebt.

Ich weiß auch nicht, seit zwei Tagen habe ich halt irgendwie einen kleinen Rückfall, muss wiede rmehr an ihn denken, vermisse ihn und würd am liebsten einfach zu ihm und ihn umarmen. Es nervt, wenn trotz Liebe und mit solch nichtigen Gründen, Schluss gemacht wird. Ich wünschte, es würde einen Grund geben, der wirklich triftig ist, dann könnte ich mich auch besser damit abfinden so komplett! Ugh -.-

Ist es denn so, dass Männer es immer gern mal nach der Trennung verdrängen und es dann erst irgendwann wieder richtig hochkommt? Verdrängen halte ich bei ner Trennung echt für das blödeste..zumindest für mich.

Meine Geschichte ist nun wieder etwas länger geworden Hoffe ich kriege wieder ein paar Antworten, die mir ingesamt einfach etwas aus dem Loch helfen, in dem ich mich gerade wieder befinde.

08.08.2014 12:21 • #1


ElNacko

ElNacko


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Moin,
ich bin zur Zeit in der exakt gleichen Position wie Du. Allerdings mache ich das als Mann durch. Allerdings ist das Gefühlschaos das Gleiche.
Unsere Beziehung hielt 8 Jahre, ich war immer der emotionalere Part. Ich merkte nach 3 oder 4 Jahren das etwas ganz und gar nicht stimmt. Ich kämpfte um diese Beziehung 4 Jahre lang vergeblich, daher musste ich Ende April die Reißleine ziehen, weil es drohte mich in den Abgrund zu ziehen. Mein Kampf wr aber so selbstzerstörerisch, das ich jetzt echt noch fertig bin. Da ist es besonders konfus, dass ich jetzt die Trauer beginne und sie unglaublich vermisse. Ich hinterfrage meine Entscheidung, ich hinterfrage mich, ich vermisse kleine Dinge, das große Ganze, die Sicherheit die sie mir gab....Ein Wahnsinn!
Der Zeitraum nach der Trennung bestand bei mir tatsächlich aus Verdrängung. Da ich keinen festen Wohnsitz hatte, war ich nur unterwegs. Mehr als 3 Tage konnte ich es an keinem Platz aushalten. Viel Alk., Dro., neue Leute. In der Irrsinnszeit hatte ich aber das Gefühl mich irgendwann wieder sesshaft zu machen. Seitdem ich wieder festen Boden unter den Füssen habe, ist der Schmerz unerträglich. Dieser kommt schübeweise, dann aber mit voller Wucht, so das er lähmt.
Wenn ich den Schmerz annehmen kann helfen alte Zeilen die ich in der Beziehung vor Jahren aufgeschrieben habe und den Schmerz bereits treffend beschrieben. Desweiteren ist es für mich erforderlich den Schmerz anzunehmen und nicht zu hinterfragen. Das erfordert aber tatsächlich immer wieder Zeit.
Die Kontaktaufnahme mit der EX ist ähnlich wie bei deinem EX. Sie gestaltet sich nur durch meine Initiative. Wir haben uns im Endeffekt wirklich einvernehmlich getrennt. Ich habe sie wirklich geliebt und kann den Gedanken nicht ertragen, ein Leben komplett ohne sie zu sein. Es gibt nicht viele Personen, denen ich wirklich Zugang zu meinem Leben verschaffe. Ich befürchte das ich wirklich den Kontakt sein lassen muss und darauf vertrauen muss, dass wir uns irgendwann wirklich freundschaftlich begegnen können.

08.08.2014 13:14 • #2



3 Monate nach der Trennung

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Pflaster


Das schlimmste im Trennungsprozess bzw. die größte Hürde ist echt dieses Hoffnung aufgeben?!
Ich meine wie macht das denn der andere Part? Denkt der, war eh alles doof, kommt schon was besseres, wo die Liebe hinfällt?!
Gsalvatore,,..3 Monate klingt für mich echt nach einer langen Zeit, und dann immer noch so viel Hoffnung?
Ist es nicht hier vllt. besser abzuschließen und alles was positiv auf dich zukommt dankend anzunehmen, so nach dem Motto mit dem Schlimmsten rechnen?!
Elnacko, das gleiche an dich, pass besser auf dich auf!
Nichts und niemand ist es "wert" so abzustürzen

08.08.2014 13:39 • #3


Let´s go


Was macht dich so sicher, dass er dich noch liebt?
Klar mag er an dir hängen und auch an dich denken und dich vermissen, aber er hält die Trennung durch- heisst- er empfindet sie derzeit als richtige Entscheidung!

Nicht böse gemeint- aber ich denke bei dir schwingt viel Wunschdenken mit!

Er meinte auf meine Nachricht nur in nettem Ton, dass er das momentan nicht kann und einen klaren Kopf brauche und momentan eh viel zu tun hätte und er in nem Monat oder so mal wirlich drüber nachdenken könnte... immerhin hat er nett geantwortet.. Diese Nachricht sagt im Grunde klipp und klar, dass er den Kontakt derzeit einfach nicht möchte- Es jetzt von deiner Seite zu erzwingen- egal wie nett du es meinst oder ihn in den Arm nimmst- Ist und bleibt es deine Wunschvorstellung- und meines Erachtens auch eine Illusion!
Wie du schon sagtest, er müsse auf dich zugehen- dich erobern wollen- nicht du ihn!


Ist es denn so, dass Männer es immer gern mal nach der Trennung verdrängen und es dann erst irgendwann wieder richtig hochkommt? Verdrängen halte ich bei ner Trennung echt für das blödeste..zumindest für mich. Dieser Gedanke ist deine Wahrnehmung- ob es wirklich so ist- weisst du nicht- du erhoffst es dir- aber wissen tust du es nicht!

Wenn es dir wirklich besser geht- bleibe dabei und versuche nicht einer Illusion oder Wunschvorstellung nachzurennen! Und vor allem denke daran- er wollte dich nicht mehr- also müsste er auch auf dich zukommen- was er aber derzeit nicht macht!

08.08.2014 14:09 • #4


GSalvatore


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Hey ihr Lieben,

danke für die Antworten!

Also naja ob er mich noch liebt, weiß ich natürlich nicht. Aber Liebe kann doch auch nicht innerhalb von 2 Monaten wirklichem Abstand komplett verschwinden?

Klar, habe ich immer noch ein kleines bisschen Hoffnung. Aber diese ist gleich null. Denke diese kann ich auch erst komplett abstellen, wenn ich weiß ob wir eine Freundschaft haben wollen oder einfach gar keinen Kontakt mehr. Momentan fühlt es sich halt noch ein wenig wie in der Schwebe an?!
Außerdem ist es für mich einfach ziemlich mies gewesen, dass aus heiterem Himmel Schluss gemacht wurd, klar haben wir danach dann noch ein paar mal drüber geredet..aber das war für beide einfach nur schmerzhaft.
Da hofft man halt doch immer noch ein wenig, dass er sich denkt "boar..vielleicht hatte sie doch recht, ich möchte es doch nicht so, ohne sie sein"

Ich muss aber sagen, seit der Trennung habe ich viel mehr für mich getan, alles was mir gut tat, ohne, dass ich denken musste, hey dann hast du zu wenig Zeit für ihn.. insgesamt fühle ich mich schon eigenständiger. Er hat halt echt viel für mich getan, manchmal "zu viel"...er wollte nie etwas falsch machen..

Ich werde ihm auch nicht mehr von selbst schreiben! Spätestens im September muss ich allerdings mit ihm klären, was mit den Konzertkarten für Oktober ist..da sollte er allerdings auch auf mich zukommen mit... ich würd schon gerne mit ihm dorthin, weil alleine wäre es einfach ziemlich blöd.

08.08.2014 19:28 • #5


Jips

Jips


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Das Ding ist einfach, dass du versuchst etwas zu erzwingen wo vlt. nichts mehr ist. Der/die Verlassene haben kein Einfluss darauf ob der EX wieder zurückkommt oder nicht. Du solltest dich abkoppeln. Dadurch, dass du dich wieder bei ihm gemeldet hast, hast du dich wieder (noch unbewusst) zurückgeworfen. Denn jetzt schöpfst du allerlei Unsinn aus seiner Nachricht und hoffst wieder auf schöne Zeiten mit ihm und wenn du diesen Kurs weiterfährst, dann versichere ich dir, wirst du aus diesem Teufelskreis nicht rauskommen.

Du kannst seine Gefühle nicht kontrollieren, sie nicht erzwingen. Entweder er will dich oder nicht, das kannst du nicht wissen. Und das mit freundschaftlichem Annähern klappt auch nicht wenn du nur den Hintergedanken hast so wieder an ihn heran zu kommen. Denn wenn er wirklich nur Freundschaft will und du aber nicht, dann wird er es merken, sich von dir distanzieren und du wirst wieder in den Scherben deines "Unglücks" stehen und dich quasi somit wieder ganz am Anfang befinden.

Die 2 Monate haben dich meiner Meinung nach nicht weit gebracht, da du immer noch zuviel Zeit verschwendest wie du und wann du mit ihm wieder zusammen sein kannst. Das wird vielleicht nie mehr sein und damit solltest du dich abfinden damit es dir irgendwann wieder besser geht.

Ich habe zwar deine Geschichte von vor drei Monaten nicht gelesen und so banal die Gründe auch gewesen sein mögen, sie haben für eine Trennung ausgereicht. Du solltest dich jetzt um dich kümmern und ihn erstmal aus deinen Gedanken abbauen.

08.08.2014 19:32 • #6


GSalvatore


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Ich möchte schon irgendwann wieder eine Freundschaft mit ihm haben, wir waren vorher auch schon befreundet, deswegen fehlt er mir halt auch als Freund. Möchte also nicht, weil ich wieder an ihn rankommen möchte, ne Freundschaft. Würd ich bei einem Treffen merken, ich kann das doch noch nicht, würd ich den Kontakt auch wieder beschränken. Aber wer weiß ob es überhaupt zu einer Freundschaft kommt! Ich versuche einfach weiterzumachen, wie ich es seit der Trennung mache, einfach immer weiter und weiter, irgendwann passiert schon das, was passieren soll.

Wissen tu ich, dass ich NICHTS tun kann, was mit seinen Gefühlen etc zutun hat. Ich hab nach der Trennung gekämpft. Also kann ich mir auch sagen, hey, er weiß wie ich das alles sehe.
Abgefunden habe ich mich ja auch irgendwie damit, aber manchmal kommt es halt immer mal wieder hoch, so wie jetzt gerade.

Es ist halt insgesamt einfach schwer, damit klarzukommen, wenn man weiß, dass die Gründe nicht wirklich "wahr" sind. Aber ich weiß, die Zeit heilt alle Wunden.. in weiteren drei Monaten werd ich bestimmt auch nicht mehr diese blöden Rückfälle haben

08.08.2014 20:09 • #7


GSalvatore


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Aber ich bin auch irgendwie etwas ungeduldig, würd gerne, dass es mir jetzt schon wieder super geht. Hätte auch gerne diese blöden Gedanken der Hoffnung nicht mehr wünschte es gäbe Mittel dagegen-.-

08.08.2014 20:26 • #8


Jips

Jips


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Wer hätte es nicht gerne

Dennoch schreibst du jeden Satz nahezu zweideutig und das zeigt mir dass du noch lange nicht da angekommen bist wo ich dich gerne sehen würde, du selbst willst es ja nicht sehen oder kannst es im Moment nicht. Das ist ok. Dennoch solltest du dich um dich kümmern und nicht um ihn. Ich kann dir mit 100%iger Wahrscheinlichkeit sagen, dass wenn ihr euch jetzt treffen würdet, würde ne Freundschaft auf keinen Fall funktionieren. Das lese ich sowohl aus deinen Texten heraus als auch aus der Erfahrung.

Zu den Konzertkarten, verkauf seine oder schick sie ihm per Post zu. Es ist nicht deine Aufgabe was mit seiner Karte geschieht. Wenn du beide bezahlt hast, dann geh mit einer Freundin hin oder wie schon gesagt, verkaufe sie.

08.08.2014 20:33 • #9


GSalvatore


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Ich weiß, dass ich noch lange nicht komplett drüber hinweg bin. Das braucht leider einfach Zeit.
Ach das ist auch irgendwie schwer, sich nicht mehr darum zu kümmern, wie es ihm geht, was er macht... Ich WILL ja nicht daran denken, es kommt nur immer wieder in den Kopf..argh.

Nun ja, es ist eher so, dass er meinte, er würde sich freuen wenn ICH mitkomme.. dabei sind es UNSERE Karten.. er hat auch meine immer noch. Ich weiß, er wird sie nicht verkaufen oder so..aber keine Ahnung. Auf der einen Seite, möcht ich mit ihm hin..es ist ja auch erst Ende Oktober.. aber auf der anderen, sich Lieblingssongs aus der Beziehung anzuhören... ich habe keine Ahnung, was kommen wird.

08.08.2014 21:00 • #10


Gast 4711


Hey GSalvatore,

Deine Geschichte hört sich echt traurig an - fühl Dich mal ganz fest von mir gedrückt. Ich finde aber, dass Du eigentlich auf einem guten Weg bist. Dein Kopf weiß schon, dass die Beziehung eigentlich keine Chance mehr hat, jetzt muss er es nur noch an Dein Herz weitergeben. Ich bin mir aber sicher, dass Du mit genügend Abstand (also halte bitte die KS, die ist echt wichtig - ich merke das jeden Tag, denn dadurch kann man die Dinge und auch den Menschen, den man (einst) liebt(e), klarer sehen und man reduziert den Schmerz erheblich, glaube mir!) auch schaffen wirst. Ich denke fest an Dich und wann immer Du den Drang verspürtst ihn zu kontaktieren, schreibe es lieber hier in Deinen Thread. Ich schreibe mir alles in einem Collegeblock von der Seele (für die Eröffnung eines Threads in diesem Forum fehlt mir leider (noch) der Mut, obwohl ich schon seit Monaten leise mitlese und Euch alle soooo bewundere für Eure Ehrlichkeit und all die Hilfe und den Support, den ich schon aus Euren Statements erhalten habe - DANKE dafür an das gesamte Forum, Ihr habt mir echt über ein paar äußerst üble Stunden hinweg geholfen ), wenn der Schmerz zu groß wird. Danach fühle ich mich echt jedes Mal befreiter und ich habe fast das Gefühl, als hätte ich ihm das selber gesagt.

@ElBacko: Zunächst möchte ich Dir sagen, dass mir Deine jetzige Verfassung echt leid tut. Ich drücke Dich natürlich ebenfalls. Ich bin Dir aber auch von Herzen dankbar, dass Du diese offenen und ehrlichen Worte geschrieben hast, denn man liest hier selten etwas "von der anderen Seite". Gerade wenn die Trennung noch frisch ist, fragt man sich als Verlassene/r häufig (ging bzw. geht mir jedenfalls so), wie der Partner mit der Trennung umgeht. Ist er auch verzweifelt? Weint er auch? Bereut er seinen Schritt manchmal und denkt er noch an die gemeinsame Zeit? Deine Worte - so leid mir das, was Du jetzt durchmachst für Dich tut - haben mir gezeigt, dass für den Ex nicht immer alles gleich abgeschlossen ist und er durchaus auch an der Trennung zu knabbern hat - ist jetzt wahrscheinlich kein Trost für Dich und ich drücke Dir ganz fest die Daumen, dass es zu der von Dir gewünschten Freundschaft kommt!

Du sagst, dass Du 8 Jahre in der Beziehung warst, nach 4 Jahren gemerkt hast, da läuft etwas nicht so wie es sollte und dann noch weitere 4 Jahre um die Beziehung gekämpft hast. Darf ich fragen, was bei Euch falsch gelaufen ist? Ich finde es natürlich toll, dass Du deine große Liebe nicht einfach aufgegeben hast, sondern um Eure Beziehung gekämpft hast, aber wäre es nicht ehrlicher gewesen, Deiner Partnerin frühzeitig Deine Gefühle mitzuteilen und das ganze schon nach der Hälfte der Zeit zu beenden? Bitte versteh mich nicht falsch: Ich mache Dir keinen Vorwurf - kann ich ja auch gar nicht, weil ich 1. Dich nicht kenne, mir 2. Eure Beziehung bzw. Details daraus unbekannt sind und ich mir 3. niemals anmaßen würde, mir Unbekannte belehren oder gar verurteilen zu wollen. Es ist nur so, dass ich vor 4 Monaten nach 8 Jahren Beziehung von meinem damaligen Freund verlassen wurde und Deine Geschichte im Prinzip meiner fast gleicht und ich auch das Verhalten meines Freundes in Deinen "Nach-Der-Trennung-Handlungen" (Alk, Partys, hauptsache Weggehen und neue Leute treffen) wiedererkenne - nur bin ich auf der "anderen Seite" und so erhoffe ich mir von Deiner Sichtweise Einblicke in die Beweggründe meines Freundes. Er hat nämlich nie mit mir über seine Gefühle und Sorgen gesprochen, ist mir nur aus dem Weg gegangen, hat mich ignoriert und mir sogar kurz vor der Trennung noch vorgegaukelt alles sei in Ordnung. Und dann, eines Morgens, haut er raus, dass er mich nicht mehr liebe und er nur noch freundschaftliche Gefühle für mich hege. Da ist für mich eine Welt zusammengebrochen - ich konnte nicht fassen, dass er mir das nach 8 gemeinsamen Jahren ohne Streit oder die kleinste Andeutung einfach so antut, dass er so kampflos aufgibt. Ich denke aber, dass er das schon eine ganze Weile mit sich rumgeschleppt hat (vielleicht auch 4 Jahre) und so kam ich auf die zugegeben wenig selbstlose Idee, mir Deine Sichtweise noch genauer anzuhören und daraus eventuell Erkenntnisse für mich und Lösungen aus meinem Dilemma zu ziehen.

Ich hoffe, dass das jetzt nicht so verzweifelt klingt wie ich mich im Moment fühle. Ich danke Dir auf jeden Fall für Deine ehrlichen Worte - das war echt der erste Beitrag, der mich dazu bewegt hat, vom "stillen Teilhaber" zum "aktiven Partner" in diesem Forum zu werden (noch als Gast, aber ab morgen auch als aktives Mitglied, versprochen - es sei denn, Ihr schmeißt mich aus Eurem Thread ). Ich würde mich echt tierisch freuen, wenn Du mir noch ein wenig mehr über Deine Geschichte berichten würdest - wer weiß, vielleicht hilft uns das allen, den jeweils anderen Partner (besser) zu verstehen und damit Antworten auf die zumeist vielen unbeantworteten Fragen zu erhalten?! Wenn das für Dich zu schräg ist und Du darauf keine Lust hast, kann ich das natürlich voll und ganz verstehen und ich entschuldige mich schon einmal für die Frage.

Puh, jezt ist mein Eintrag länger geworden, als ich beabsichtigt hatte - sorry! Ich wünsche Euch allen eine gute Nacht und denkt immer daran: gemeinsam ist man weniger allein! Wir schaffen das!

08.08.2014 23:56 • #11


Gast 4711


Ups, ich meinte natürlich @ElNacko - sorry! Ich hoffe, Du bist mir nicht böse (da hatte ich wohl eine alte King Of Queens Folge im Hinterkopf als ich an Deinen Namen dachte ) SORRY!

09.08.2014 00:00 • #12


GSalvatore


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Ich schreibe mir auch gerne meine Gedanken von der Seele. Es tut echt gut, man kann seine Gedanken danach auch viel besser ordnen!

Wenn es alles zu schlimm wird, suche ich mir immer irgendeine Ablenkung, in den Momenten wie jetzt, hilft es eher bedingt. Ich dachte die letzten Wochen wäre ich wirklich auf sehr gutem Wege, endlich damit abzuschließen. Aber es ist einfach so schwer.

Ich werde die KS auch halten, seitdem kein Kontakt mehr herrscht, geht es auch bergauf..klar die ersten Wochen wollte ich ihn am liebsten anrufen oder ihm schreiben.. aber das geht langsam vorbei.

Es tut mir leid, dass du nach 8 Jahren verlassen wurdest. Dann auch noch plötzlich, fühl dich ganz arg gedrückt! Ich finde es bei mir und meinem Ex auch schlimm, dass er mir vorher nie irgendwie so wirklich von seinen Zweifeln erzählt hatte. Ich denke sie waren auch nie sonderlich groß, wir haben ja nicht mal wirklich oft gestritten.. aber der Stress hat es dann wohl einfach alles verschlimmert.
Ich kann mir bei deinem Ex einfach nur vorstellen, dass er vielleicht erstmal nur dachte, es sei eine Phase und es vorerst für sich behalten hatte und es dann irgendwann gemerkt hat, es geht so nicht mehr. Schade, dass man dann nicht miteinbezogen wird. Man fühlt sich einfach dann nach der Trennung so, als hätte man doch so viel tun können und man hat nie eine Chance bekommen.
Schlimm war bei mir auch, als mein Ex meinte ich hätte ja die Chance verdient, aber die Zweifel würden doch eh nicht weggehen..da habe ich auch gemerkt, dass er einfach viel zu sehr an diese Gründe glaubt. Leider.

Ich frage mich auch in stillen Momenten oft, was er gerade tut, ob er noch oft an mich denkt etc..doch was würde es genau ändern?
Als ich durch seine Nachricht dachte, dass er es nur verdrängt, ging es mir nur noch etwas blöder. Da ich nicht will, dass er leidet?! Doch es wäre irgendwie leichter, darübe rhinweg zu kommen, wenn ich nicht mehr so denken würde, wenn er mir egal wäre. Aber dann wäre mir auch am Ende eine Freundschaft egal, das wird eher nie vorkommen.

Ach ich weiß auch nicht, ich kann mich grad echt schwer ablenken vom Vermissen.

09.08.2014 00:55 • #13


ElNacko

ElNacko


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@ GSSalvatore
Ich finde du bist auf einem gutem Weg. Deine Hoffnungen beruhen ja auf der Tatsache, das ihr eine ewige Zeit zusammen wart( als Freunde oder als Paar). ich denke es gilt die Gefühle zu differenzieren. Liebe oder Zuneigung zu einem Menschen muss nicht Partnerschaft bedeuten. Das war wahrscheinlich mein Fehler. Den Menschen den ich als meinen Partner fürs Leben erklärt habe, ist tatsächlich ein Mensch fürs Leben. In der Vergangenheit konnte ich noch nie eine Freundschaft mit einer Frau halten. Bei dieser bin ich mir sicher, das es klappen könnte.
@ Gast4711
Zunächst fühle ich mich geehrt, dass du dich so intensiv mit meiner Geschichte beschäftigst. Jede deiner Fragen ist sinnvoll und wichtig für sich oder mich. Ansonsten würden wir hier nicht schreiben. Ich versuche dir so gut wie möglich zu antworten.
Nach 3 Jahren sprach ich das erste Mal mit ihr über meine Zweifel und meine Probleme mit der Beziehung. Nach 4 Jahren das erste Mal darüber, das ich eine Trennung in Erwägung ziehe. Im nachhinein betrachtet, war das eigentlich schon das Scheitern der Beziehung. Meine ehemalige Freundin brauchte sehr lange ehe sie sich wirklich mir gegenüber öffnete. Sie war sehr vorsichtig, während ich eher wie ein offenes Buch daher komme. Soll heißen, sie zog sich emotional aus der Beziehung zurück und kämpfte nicht um die Missstände in der Beziehung auszuräumen. Da ich offen Probleme und deren Folgen daraus anspreche und sie Konflikte eher aussitzt oder mit sich ausmacht hatten wir ein ernsthaftes Beziehungsproblem.
Ich konnte mich nicht von ihr trennen. Der Hauptgrund war wohl, dass ich sie nicht leiden sehen konnte. Der Kampf um die Beziehung, sah irgendwann aussichtslos aus, aber ich hatte stets das Gefühl, dass sie mich dringend brauchte und ich sie auch. Ich sah stets optimistisch in die Zukunft, trotz jeder Details die unsere Beziehung hoffnungslos machten(Liebe, oder was auch immer, macht blind). Ich musste wissen, dass es ihr gut geht auch ohne mich. Dann folgten ein paar lange Jahre der Selbstaufgabe und kompletter Hingabe. Anfang des Jahres merkte ich, dass ich am Ende bin und sie ohne mich leben kann. So konnte ich dem Wahnsinn ein Ende setzen. Niedergeschrieben klingt es noch verrückter und surrealer.

Zu dem Beenden deiner Beziehung. Es fällt natürlich schwer wenn es vorher keine Anzeichen gegeben hat. Das bedeutet ja wohl, dass er sich schon längere Zeit mit dem Gedanken auseinandergesetzt hat. Hört sich brutal und feige an. Das was ich überhaupt nicht gemacht habe , hat er mit voller Gänze getan: Selbstschutz. So mein erster Eindruck.
Schreib, Schreib wann immer du nicht weiter kommst. Collegeblock ist geeignet dafür. Gedanken fliegen, Wörter haben Bestand und können als Puzzle des Gedankenwirrwarr Erkenntnis über deinen Gemütszustand geben.
Und natürlich stehe ich auch weiterhin als Gesprächspartner zur Verfügung.
Grüße Henning

09.08.2014 06:59 • #14


bella italia


Hallo ihr da draußen,

Ich kann nur eines schreiben. Kämpft, kämpft, kämpft...
Ich habe in der Beziehung mit meinem Exfreund so viel falsch gemacht. Klar er hatte auch seine Fehler, aber die sind meist das Resultat meiner Launen gewesen.
Er hat die Beziehung vor ca. sieben Wochen beendet.
Wir hatten vier Wochen gar keinen Kontakt.
Er hat mich bei Facebook gelöscht und sich bei Singleforen angemeldet.
Danach haben wir uns öfter getroffen und sind uns auch wieder nah gekommen.
Er traut dem Frieden nicht, er vertraut mir noch nicht wieder zu hundert Prozent.
Inzwischen ist er aus den Singleforen wieder raus.
Er möchte sich jetzt öfter mit mir treffen und sehen wie alles wird, aber es langsam angehen.
Er kann mir verzeihen weiß aber noch nicht ob wir nochmal zusammen finden.
Ich hoffe und wünsche mir das er das was er zu mir sagte wirklich ernst meint.

Ich werde nicht aufgeben. Ich bin schon einiges weiter als bis vor vier Wochen. Da konnten wir uns nicht mal richtig unterhalten.

09.08.2014 08:38 • #15



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