Schmetterliing
Gast
ich habe gerade deinen Beitrag gelesen und habe mich darin sofort wieder gefunden.
Mein Freund hat sich vor fast 4 Monaten mit der selben Begründung nach 8 Jahren Beziehung von jetzt auf nacher von mir getrennt. Ich habe auch den Eindruck, dass er sich richtig befreit gefühlt hat. Das tut unglaublich weh. Bei uns in der Beziehung war auch ich diejenige, die oft Zuhause gesessen und auf ihn gewartet hat, ich komme mir im nachhinein so blöd vor.
Ich bin nach der Trennung täglich mehrfach durch die Hölle gegangen und tu es teilweise immer noch (schlimme "Verzweiflungsanfälle", einfach nur noch weinen). Aber nicht mehr so schlimm wie am Anfang. Ich konnte auch nicht mehr essen und nicht mehr richtig schlafen. Wenigstens das geht mittlerweile wieder ganz gut. Es wird mit der Zeit schon besser, nicht gut, aber besser.
Es ist so ein blödes Gefühl nach so vielen Jahren einfach ohne jede Chance zurück gelassen zu werden. Erst macht man noch gemeinsame Zukunftspläne und im nächsten Moment steht man da und begreift die Welt nicht mehr..
Man hat den anderen so nah an sich ran gelassen und hatte so ein großes Vertrauen. Und dann Pu. ist alles weg und aus und man kann nichts mehr machen.. Außer sich vor dem anderen mit bitten und betteln noch zum totalen Opfer zu machen, das habe ich auch durch, das macht glaube ich fast jeder in seiner Verzweiflung... Es ist einfach so unbegreiflich, warum das alles für den anderen so leicht ist..
Ich halte die Kontaktsperre jetzt seit 3 Wochen und ich fühle mich richtig schlecht. Ich vermisse ihn unglaublich und kann nicht aufhören an ihn zu denken. Aber ich glaube einfach es ist das Beste, den Kontakt abzubrechen, so lange man noch so sehr liebt und vermisst und verzweifelt ist bringt das alles nichts. Man kann vom anderen nur enttäuscht werden, weil man auf etwas wartet, was der andere einem nicht mehr geben kann oder will. Und ich denke Schluss endlich ist der Kontaktabbruch weniger schmerzhaft als die ständige Enttäuschung..
Das wichtigste ist einfach, sich keine unnötigen Hoffnungen zu machen. Das klingt so leicht und ich hab es auch noch nicht so wirklich geschafft, aber ich arbeite gerade daran wirklich alles so zu akzeptieren und zu begreifen wie es ist und einzusehen, dass ich das nicht ändern kann.
Tu dir etwas gutes und geh mit Freuden oder deiner Familie mal vor die Tür, auch wenn du da nicht so richtig Lust drauf hast, das tut gut. Ich hab auch angefangen Sport zu machen, das lenkt auch gut ab.
Es ist wichtig jetzt erstmal zu sich selbst zu finden. Ich habe mich auch in meinem Glück so von meinem Partner abhängig gemacht, dass ich alleine nicht wirklich glücklich sein kann.
Ich wünsche dir auch ganz viel Kraft
