Zitat von Verwirrter:Fazit: Kleine Änderungen im System auch von mir aus bewirken Veränderungen im ganzen System. Nun gilt es die richtigen Veränderungen einzuleiten.
Mal ein Beispiel, aus dem Kontext, nur für sich betrachtet:
Es gibt Menschen, die Sicherheit nicht aus sich selbst generieren können. Sei es, weil die Mutter sich früh vom Vater getrennt hat und die männlichen EInflüsse gefehlt haben, sei es, weil der Vater Probleme mit Alk hatte, sei es, weil beide Eltern viel zu distanziert waren... Es gibt da vor allem in der Prägeungsphase viele Dinge, die es einem Kind fast unmöglich machen, Sicherheit oder Selbstliebe aus sich selbst zu generieren.
Das ist dann Teil Deines Wesens. Das ist nicht verhandelbar.
Das ist nicht rational. Und dann stell Dir mal vor, so ein Mensch hat später eine Beziehung, kann aber immer noch diese Sicherheit aus sich selber genreieren. Und der einzige Weg, wie so ein Mensch dann funktionieren kann ist, in dem äußere Impulse den inneren Druck abschwächen.
Beispielsweise eine Trennung, die einen unter Druck setzt, sorgt für massive Spannungen. Die können mitunter so gewaltig wahrgenommen werden, dass dieser Druck fast schon als Todesangst in Dir drin ist. Und der einzige Weg, diesen Druck abzubauen, geht über Impulse von außen, weil Du nie gelernt hast, Dir selber aus Dir selber Kraft zu geben.
Und dann stell Dir vor, dass der einzige Weg, den so ein Mensch gelernt hat, um Probleme zu lösen, ein destruktiver Weg ist. Beispielsweise haben Vater und Mutter in der Prägeungsphase nur gestritten, Du hast also Streit und Manipulation als Lösungstechniken gelernt und verinnerlicht.
Was machst Du denn dann als Mensch, wenn der Druck zu groß wird? Du nutzt die destruktiven Wege der Prägenungsphase um Dich vor der innerlichen Auslöschung zu schützen.
Und was Du hier versuchst ist, einen Weg zu finden, wie man rational das Problem lösen kann, obwohl Du von außen keinen Einfluss nehmen kannst.
Muss das bei euch so sein? Möglich. Aber der entscheidende Punkt ist, dass Du bei Deinen ganzen Ausführungen dann doch immer wieder an einen Punkt kommst, an dem Du für ein vermutlich emotionales Problem eine rationale Lösung suchst.
Die gibt es sogar, aber die würde darin bestehen, dass ein mensch aus meinem Beispiel von sich aus sieht, dass er was ändern muss. Und wenn Du denkst, dass Du schlau bist, diese Argumentation super vereinfachst um einen Menschen damit in eine Richtung zu dirigieren, dann passiert was? Dann gehst Du rational an ein emotionales Problem heran, zeigst dem Ego gegenüber, dass Du es damit durchschaut hast, bringst das andere Ego in Gefahr und löst erneut "Todesangst" aus. Und was dann passiert, hast Du schon seit Wochen. Hass, Wut und destruktive Dynamiken in Deine Richtung.
Distanz und Schadensbegrenzung (für Dich) ist der einzige Weg.