Zitat von Papamaus: Was mir auch auffällt ist, dass Partner in diesen Situationen auch äußerst unsicher vom Verhalten des Gegenüber sind. Ich erwarte keine Empathie, jedoch lese und höre ich oft, das dann ganz schnell Ghosting und abrupter Kontaktabbruch, Kündigung etc. die Folge sind.
Für jemand Neurotypischen verhalten wir uns auch völlig unlogisch. Sie sind schlichtweg überfordert.
Man muss das Paket "ADHS-Partner" schon wirklich wollen, und sehr verständnisvoll sein- womit ich nicht sagen will, dass wir einen Freifahrtsschein wollen, aber wir werden nie 100% pünktlich, ordentlich, strukturiert sein.
Meine Therapeutin hat mal gesagt, Frau X, es ist nicht, weil Sie nicht wollen. Sie KÖNNEN nicht!"
Ich drücke dir ganz doll die Daumen, dass sich deine Situation beruhigt und aufklärt. Du solltest mit der Kindsmutter über deine Diagnose reden, vielleicht versteht sie dein Verhalten dann besser.
Ich weiß seit ca 10 Jahren von meiner ADHS (mir fiel durch Zufall in der Stadtbücherei etwas zu diesem Thema in die Hände, denn ich hielt es auch lange für etwas, das nur Kinder haben). Es war ein sagenhafter Moment, endlich machte alles Sinn, ich war nicht falsch, nur anders.
Offiziell habe ich das Ganze seit etwas über einem Jahr, habe davor über ein weiteres Jahr gesucht, eine Institution zu finden, die Erwachsene diagnostiziert, die Wartezeiten sind astronomisch.
Hast du Medikamente ausprobiert?
Sport, in meinem Fall besonders Tanzen, ist eine super Sache zur Selbstregulation. Mir fehlt als Vollzeit berufstätige Mama aber die Zeit und ja, ich bin ehrlich, am Wochenende auch die Motivation.