whynot60
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Wie meinst Du das: Jede Affäre endet so, wie sie alle enden?
Ich lebe in einem kleinen Dorf, wo Affären kaum unöffentlich bleiben und auch der weitere Verlauf verfolgbar ist.
Ein Fall etwa, der sich vor rund 25 Jahren zugetragen hat: Ein Ehepaar, Mitte 30, mit Haus und zwei Kindern, die Frau beginnt eine Affäre mit einem etwas jüngeren Mann, EM kommt dahinter, es kommt zum Eklat, EM rastet eines Nachts aus, weil er den AF in der Nähe des ehelichen Hauses ertappt, verfolgt ihn durch den Bach und noch in den Wald hinein (wo er offenbar seine Spur verloren hat), es kommt zur Scheidung, EF heiratet AM, sie bauen ein Haus, bekommen noch zwei Kinder, leben noch heute zusammen, der ursprüngliche EM hat seit Jahren eine Lebensgefährtin.
Oder ein anderer: neuer Gemeindearzt, engagiert Sprechstundenhilfe, die verheiratet ist, es kommt zur Affäre, die beiden ziehen ein Stück weg und heiraten (vor etwa 10 Jahren) und sind es noch heute.
Noch ein dritter, in der Tat etwas pikanter: Katholischer Pfarrer, hat eine Pfarrersköchin, die verheiratet ist, es kommt zu einer Affäre, nachdem diese ruchbar geworden ist, wird der Pfarrer versetzt, die Pfarrersköchin läßt sich scheiden und folgt ihm, auch die beiden leben noch heute zusammen (das Ganze wird auch bereits gut 20 Jahre her sein).
Soll man nun daraus schließen, daß jede Affäre in einer Ehe endet? Diese These erschiene mir etwas gar gewagt!
Was Dir scheinbar nicht ganz bewußt ist, ist, daß sich hier in aller Regel natürlich nur gescheiterte oder wankelmütige Affären wiederfinden und nicht die "geglückten", von denen es in weiter Flur natürlich auch genügend gibt. Zudem führt ein entsprechendes Weltbild zu einer selektiven Wahrnehmung, was der Wahrheitsfindung auch nicht sehr dienlich ist.