Zitat von Bekannte:Von der Manosphäre zur Religionswissenschaft:
Hey, Trendwort "Manosphäre". Das hat es doch gar nicht in deutsche Sphären geschafft.
Zitat:Und was wäre, wenn Monogamie als Machtinstrument erfunden/entwickelt wurde, um für Ruhe unter den Männern zu sorgen. Lässt man Frauen ihre 6uelle Selbstbestimmung und trägt die Last der Kindersorge als Gemeinschaft, konzentrieren sich die Frauen auf (jetzt schätzen wir mal) höchstens 50% der männlichen Population. Die Schönsten, Kräftigsten, Souveränsten, Erfolgreichsten haben eine oder mehrere Gespielinnen und dürfen sich fortpflanzen. Die andere Hälfte der Männer geht kalt duschen. Und das frustriert. Und dann kommt es zu Unruhen. Denn die geringe Frustrationstoleranz bei Testosteronüberschuss kann man in Manosphäreportalen gut erkennen.
Denkbar wäre es durchaus, unterscheidet sich aber auch nicht von der Sache, die ich benannt habe. Woraus besteht das denn sonst? Damals arbeiteten Frauen nicht wirklich, weshalb auch hier dann ein toller Hecht kaum 10-15 Frauen unter einen Hut bringen konnte. Demnach wurden ebenfalls anderen Männern schöne Augen gemacht und schwupps ist es dieselbe Misere wie vorher. Dazu gesellt sich, dass seinerzeit mehr Frauen wandelten, so zumindest geht man im Moment aus und Harems nur Männern mit Macht vorbehalten waren. Die anderen fanden dann den Unterschlupf bei einem Mann, der sie über die Runden brachte.
Zitat:Wäre ich Häuptling, König, Priester oder anderer Machthaber einer Gruppe, würde ich diese frustrierte (und dadurch zu Gewalt und Aufstand neigende?) Truppe (immerhin 1/4 der Bevölkerung) fürchten. Um sie zu befrieden muss ich einfach nur jedem Mann eine Frau zuweisen (am besten über großes Zeremoniell vor einem Gott und bis dass der Tod sie scheidet) - und Ruhe ist.
Ich glaube, dann wäre aber irgendwo in den Geschichtsbüchern mal was von diesem Mob mit Mistgabeln erzählt worden. Denn ungefähr jeder Bürgerkrieg wurde erwähnt. Daher halte ich persönlich es für unwahrscheinlich. Wir waren aber letztlich nicht dabei.
Damit jeder Mann sich seiner Frau und seiner Nachkommen ganz sicher sein kann, ist (weibliche) Enthaltsamkeit vor der Ehe wichtig.
Zitat:Muss man halt nur insgesamt die 6uelle Selbstbestimmung der Frauen aufgeben, dem Verdict der Gesellschaft unterstellen, Frauen an den Nachwuchs eines ganz bestimmten Mannes binden, "Ehebrecherinnen" gesellschaftlich sanktionieren und den Ladys erzählen, dass 6 für sie sowieso nicht so wichtig und erfüllend ist wie für Männer: et voilà -> zufriedene (Ehe)Männer und (Ehe)Frauen, die denken, es schon gut getroffen zu haben, wenn sie nicht geschlagen werden und der Mann genug Geld nach Hause bringt.
Man musste auch nur die Stärke des Mannes unterdrücken und gesetzlich festhalten, dass er dies und jenes nicht mehr darf. Ich glaube weniger, dass hier nur die Frau unterdrückt wurde.
Zitat:Und sollte eine Frau aus diesem System ausbrechen, muss das beschämt und bestraft werden, sonst bricht das ganze System zusammen und 50% der Männer stehen wieder mit brennenden Mistgabeln vorm Tor, sind frustriert, auf Krawall gebürstet und verweigern dem Machthaber ihre Arbeitsleistung und Gefolgschaft.
Und Männer wurden dann gleichermaßen gleich mitbestraft, v.a. wenn sie dem System widerspenstig wurden oder wie?

Zitat:Was man für sich persönlich aus Monogamie, 6uelle und anderweitige Treue, Ehe, Beziehung und Liebe macht, bleibt einem in diesem Land ja gsd selbst überlassen.
Ist das "gsd" denn wirklich so? Ich meine, wie viele damit mittlerweile nicht mehr umgehen können (siehe Beziehungsunfähigkeit, gerade Depressionen bei Frauen etc.), ist ja schon ein bisschen gruselig... gut, sagen wir "besorgniserregend".
Zitat:Ebenso, welchem Machtsystem man sich persönlich unterwirft oder entzieht. (Und das geht bei rädelsführenden Spielplatzeltern schon los und hört bei 6ueller Selbstbestimmung noch lange nicht auf.)
Ich glaube nicht, dass man entscheidet welchen Machtsystemen man sich unterwirft, weil genügend gesetzlich geregelt sind.
Und bzgl. der TE, ich glaube nicht, dass die nochmal wiederkommt.