Zitat von Rotkäppchen004:Aber auch bin ich wütend, dass ich ihn als Freund angesehen habe. Wir hatten so eine besondere Zeit. damit geht man doch nicht so um. Kein Freund behandelt jemanden so .
Seine Gattin sieht ihn vermutlich unter anderem auch als engen Freund - Du weißt selbst am besten, wie falsch sie damit liegt, sonst hättest Du niemals schwanger von ihm werden können.
Zitat:Das fällt mir eben schwer, dass so zu akzeptieren und hinzunehmen.
Was glaubst Du wohl, wie schwer es erst seiner Gattin gefallen wäre, zu akzeptieren und hinzunehmen, daß er außereheliche Schwangerschaften produziert?
Zitat:Er war mein halbes Leben lang da. und nun nachdem was passiert ist. hab ich ihn auch noch verloren.
An Deiner Stelle wäre ich froh, diesen Windhund los zu sein. Oder würdest Du lieber mit seiner Frau tauschen wollen? Er hat nun schon (mindestens) die zweite Affaire hinter ihrem Rücken und wer weiß, wie lange das noch ungeschützt rundläuft, bis er sie mit irgendwas infiziert oder ihr eben doch noch beichten muß, daß er außerehelichen Nachwuchs gezeugt hat. Sei lieber dankbar, daß Du nicht diejenige bist, die ausgerechnet so einem Schmierfink ihr Ja-Wort gegeben hat.
Zitat:Und ja, ich bin wütend und unsagbar enttäuscht darüber, dass ich so ein Verhalten nie von ihm vermutet hätte.
Ich finde es o.k., wenn Du Dich jetzt an die eigene Nase fasst und Dir eingestehst, daß Du ihn weniger nach seinem Gesäusel und mehr nach seiner jahrelangen Betrügerei hättest einschätzen sollen. Aber ich finde auch, daß Du jetzt mal tief durchatmen und etwas großzügiger mit Dir selbst sein solltest.
Das Schicksal hat Dir auf eine besonders schonungslose Weise gezeigt, wie dieser Vogel in Wahrheit zu Dir steht. Auch, daß kein Segen darauf liegt, jahrelang in solchen Geschichten steckenzubleiben. Doch eben in dieser Brutalität liegt auch die Chance auf einen Neuanfang.
Konzentriere Dich lieber auf Deinen Genesungsprozess, statt auf ihn - laß ihn buchstäblich für Dich gestorben sein:
Er ist es nicht wert, daß Du Dich noch in irgendeiner Form um ihn kümmerst. Stattdessen mach Dir bitte klar, daß Du und niemand sonst für Dein Leben verantwortlich bist. Ihm die "Schuld" zu geben, bringt Dich nicht nur nicht weiter, sondern in eine Opferrolle - das ist entwürdigend; zudem mißt Du ihm auf diese Weise weitaus mehr Bedeutung bei, als er verdient. Gesteh ihm das gar nicht erst zu, sondern erklär ihn für absolut unbedeutend - wieder und wieder, wenn es sein muß; solange, bis Du das tief verinnerlicht hast.
Hör auf, Dich in Rachegelüsten zu üben. Es war
Deine Entscheidung,
nicht auf Verhütungsmitteln zu bestehen, obwohl Du wußtest, daß dieser Mann zumindest mit seiner Frau noch schläft (zumindest ist davon auszugehen - egal, was er so gelabert hat). Auch zur Abtreibung hat er Dich nicht gezwungen und daß Du etwas später Krebs bekommen hast und jetzt unfruchtbar bist, ist ein Schicksalsschlag, den er nicht zu vertreten hat.
Du schreibst, er gehöre bestraft - wofür, daß er sich genommen hat, was Du ihm jahrelang bereitwillig zu geben bereit warst? Daß er Deiner überdrüssig geworden ist und es sich jetzt von einer anderen nimmt, die ebenso aufgeschlossen ist dafür, wie Du es warst? Wenn hier überhaupt jemand das Recht hat, von Schuld und Sühne zu reden, so ist es doch wohl seine jahrelang gehörnte Ehefrau - ansonsten wüßte ich wirklich nicht, auf welcher Basis Du ihn "bestrafen" willst? Du warst Dir doch völlig klar darüber, daß es nur eine Affaire ist und hast Eure Schäferstündchen genauso genossen wie er, oder nicht?
Du bist enttäuscht, weil er sich nicht wie ein echter Freund verhalten hat? Wann wäre er das denn je gewesen? Seit wann reduziert man enge Freunde denn auf die Lust und geht Affairen mit ihnen ein?
Komm bitte schnellstmöglich runter von diesem Schuld-Sühne-Trip und akzeptiere erst mal, daß Du in die Kloschüssel gegriffen hast, und zwar volle Suppe. Dafür mußt Du ihm nicht auch noch dankbar sein, aber wie gesagt: Umso weniger verdient hat er es, daß Du jetzt überhaupt noch irgendwelche Gedanken an ihn verschwendest.
Stattdessen mach bitte einen harten Schnitt und nimm Dein Leben samt der Verantwortung für die Art, wie Du es verbringst, in die eigene Hand. Setz Dir Ziele darin (realistische) und dann konzentriere Dich darauf, diese anzusteuern - eines nach dem anderen, ohne jede Hektik - aber stetig und konsequent.
Ja, Ihr beide habt eine Menge Mist gebaut. Ob
er draus lernen wird, ist
sein Problem - was
Dich betrifft, so liegt es jetzt ganz in
Deiner Hand, ob Du diese Situation nachträglich in einen Sieg (für Dich und Deine persönliche Entwicklung) wandeln
wirst oder nicht. Sollte Dir das
gelingen, so wirst Du eines Tages womöglich auf den heutigen zurückblicken und Dir sagen können, daß der ganze Mist, der Dir im Rahmen dieser Affaire widerfahren ist, vielleicht wirklich mal geschehen
mußte - damit
Du nicht länger so weitermachst wie bisher. Wenn Du Dir dann noch sagen kannst, daß
Du sonst niemals hättest erleben können, daß das Leben auch völlig anders laufen kann - dann wird der Mist zwar immer noch Mist, aber wenigstens
dafür nützlich gewesen sein.
Du hast nur dieses eine Leben. Mag sein, daß Du viele Jahre davon mit einem Typen verbracht hast, der Dich nicht verdient. Jenu - damit befindest Du Dich in bester Gesellschaft (schau nur mal auf seine Ehefrau). Du kannst daran jetzt nachträglích nichts mehr ändern, aber wenn Du
jetzt den Spieß umdrehst und es schaffst, einen Neuanfang
hinzulegen, wirst Du eines Tages mal gelassen auf den heutigen Thread hier zurückblicken und Dir sagen können:
Hey,
ich hab's geschafft!
Und dann wirst Du stolz auf Dich und Deine gesamte Lebensleistung sein - inklusive der Jahre, die Du momentan lieber ungeschehen machen möchtest - auch wenn Du Dich momentan noch völlig anders fühlst.