suki
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ich möchte heute auch meine Geschichte mit euch teilen und hoffe auf Verständnis und Denkanstöße. Habe gerade einen Tunnelblick und kann nicht mehr klar sehen.
Ich bin 55 Jahre alt, seit 7 Jahren geschieden. Nach der Trennung/Scheidung lief in Sachen Liebe 5 Jahre lang erstmal gar nichts. Ich war viel zu sehr damit beschäftigt, uns hier alle ( habe 2 Kinder, inzwischen 18 und 16) irgendwie über Wasser zu halten und auch überhaupt keine Lust auf Beziehungskram mehr, da meine Ehe sehr anstrengend war und ich das Gefühl erstmal genossen habe
(neben der Trauer, die auch da war) frei zu sein. Dann begann ich eine Art Freundschaft plus mit meinem allerersten Freund aus der Jugendzeit, aber da er sehr weit weg wohnt haben wir uns nur sporadisch getroffen.
Im August letzten Jahres war ich mit einer Freundin tanzen und lernte dann dort einen sehr viel jüngeren Mann kennen. Ich wußte zu dem Zeitpunkt nicht, dass er tatsächlich 17 Jahre jünger ist als ich. denn er sieht älter aus, ich hatte ihn auf Mitte 40 geschätzt ehrlich gesagt.
Aber wir haben uns an dem Abend nett unterhalten, Nummern ausgetauscht und uns geküsst. Gleich am nächsten Tag bekam ich eine WhatsApp von ihm und er fragte nach einem Treffen.
Es dauerte dann noch 3 Wochen bis dieses Treffen stattgefunden hat, denn ich bin erstmal weggefahren und war anschließend noch krank.
Dann fand es aber statt. Ich habe mir nicht viel dabei gedacht. ich dachte, naja, ist ein attraktiver junger Mann, wenn er Interesse hat an einer einmaligen Begegnung, dann nimmst du das jetzt Mal so mit.
Was soll ich sagen: dieses Date und ja, wir hatten Sex gleich beim ersten Mal, aber hey ich bin 55. worauf sollte ich da groß warten? Es war absolut magisch. überwältigend schön. Allerdings sagte er mir dann nach dem 1. Mal, dass er eine lockere, offene Beziehung sucht und nichts Festes. Das hatte er auch per WhatsApp schon im Zusammenhang mit unserem Altersunterschied klar gemacht. Da ich wie gesagt ungebunden bin und auch nicht unbedingt eine feste Beziehung im Kopf hatte, habe ich es drauf ankommen lassen. Wir trafen uns von da an regelmäßig. Und es kam wie es kommen musste, bin da ganz typisch Frau: Natürlich habe ich Gefühle entwickelt. und mich verliebt. Er hat immer betont, dass er sich eigentlich nie so richtig verliebt, also war immer sehr cool. Aber auch immer interessiert, sehr zuverlässig, hat nie ein Treffen abgesagt, wir schrieben viel. Es wurde immer intensiver und die Zeit zwischen den Treffen wurde kürzer. zwischendurch bekam ich Mal nach ca 3 Monaten einen Anfall und machte Schluss, weil mir bewusst war, dass dies doch mehr oder weniger eine einseitige Geschichte war. aber natürlich habe ich es bereut und die Sache nach 10 Tagen wieder gekittet. Danach wurde es sogar noch besser. Ihm schien durch den kurzen Break bewusst geworden zu sein, dass er mich sehr mag.
Naja. lange Rede kurzer Sinn: Seit Weihnachten ungefähr änderte er sein Verhalten gravierend: Hat mich bekocht, mir Geschenke gemacht, mich zu Spaziergängen eingeladen. es war gar nicht mehr nur dieses Treffen um ins Bett zu gehen. Hat mich natürlich sehr gefreut. Aber der springende Punkt ist, das hatte ich noch gar nicht erwähnt: er hat noch den Wunsch nach Familie und Kindern und war die ganze Zeit über immer auf Dating Apps unterwegs. um die Frau für die Familienphase zu finden. Natürlich habe ich gesagt ( da wir ja auch nie ein commitment hatten) : Klar, ich finde es zwar emotional sehr schwierig, aber ich will dir in der Hinsicht nicht im Weg stehen. Aber natürlich hat es an mir genagt und ich konnte ein paar Mal meine Emotionen nicht so im Griff haben und habe Eifersucht zum Ausdruck gebracht ( auf eine zahme Weise, wie ich finde). Nichtsdestotrotz hat es ihn belastet. Jetzt vorgestern gab es das letzte Mal so einen Vorfall und er meinte er fühlt sich kontrolliert durch mich und hat zum ersten Mal seit wir uns kennen ein Date gecancelt. Nun steht er auf dem Standpunkt wir sollten lieber Freunde sein denn durch unseren körperlichen Kontakt würden bei mir in erster Linie, aber auch bei ihm zu viele Gefühle entstehen. aber er will mich als Mensch nicht verlieren und weiterhin in seinem Leben haben. was meint ihr dazu? Soll ich mich darauf einlassen? Das wird schwierig für mich. Vielen Dank, ist ja leider sehr lang geworden.
Leider ist es oft so: Es kam, wie es kommen musste.