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ich muss gerade meine Geschichte hier loswerden, lese seit längerem passiv in den Foren mit und weiß mir einfach nicht mehr zu helfen.
Ich, M30, bin seit knapp 11 Jahren mit meiner Frau zusammen, 1,5 Jahre verheiratet. Im Dezember habe ich eine andere Frau kennen gelernt und mich ewig mit Händen und Füßen gegen diese andere - ebenfalls verheiratete - Frau gewehrt. Es ging anfangs alles von ihr aus. Im Januar habe ich meine "Mauer" dann fallen gelassen und es kam zum ersten Kuss, wir haben uns fast täglich getroffen, meist im Auto oder auf einen Kaffee. Vor einer Woche hatten wir dann auch das erste Mal Sex, die Worte "ich liebe Dich" sind auch schon - ernst gemeint - gefallen.
Ende Februar habe ich es in der Ehe nicht mehr ausgehalten, habe mich getrennt und meine Frau ist ausgezogen. Von der anderen Frau weiß sie nur, dass wir uns gut verstanden haben - mehr nicht. Meine Frau kämpft um die Beziehung und es tut mir so schrecklich weh, sie leiden zu sehen. und irgendwo waren es halt 11 Jahre, die auch ich nicht einfach aufgeben will. Zur Trennung kam es auch, weil meine Frau sich selbst völlig egal geworden ist, immer dicker wurde, der Sex war selten und dann auch nicht erfüllend. Kinder wollte ich immer, sie wollte noch warten, was auch ein Knackpunkt ist.
Nun treffe ich mich immer noch mit der anderen Frau - hatte vorletzte Nacht aber auch Sex mit meiner Frau. Ich fühle mich hundeelend, weil es mit meiner Frau das erste Mal seit langem wieder richtig schön war, es sich aber auch total falsch angefühlt hat. Sie verändert sich gerade sehr, achtet wieder auf sich, nimmt ab. Alles Punkte, die sie ohne Trennung nie gemacht hätte (sagt sie).
Heute sagt die andere Frau aber nun zu mir, sie könne ihren Mann nicht verlassen. Sie liebt ihn zwar nicht mehr, aber will ihrem (4jährigen) Kind nicht den Vater nehmen. Ein Haus bauen sie auch gerade. Und so sehr sie mich liebt, ihrem Kind zuliebe wünscht sie sich nichts mehr als wieder eine glückliche Familie zu sein. Das hat mir nun echt den Rest gegeben.
Seit Dezember habe ich über 10 kg abgenommen, habe das Rauchen wieder angefangen, mir neue Klamotten/Brille gekauft und fühle mich irgendwie so frei.
Ich hätte mir eine Beziehung mit der anderen Frau wirklich vorstellen können. Zugleich möchte ich meine Frau aber auch nicht verletzen und lasse die Tür - gefühlt - einen Spalt offen, in der Hoffnung, dass es vielleicht doch nochmal klappen könnte.
Ich weiß, dass das alles moralisch äußerst fragwürdig ist, wie ich mich meiner Frau gegenüber verhalte. Zugleich lässt mich die andere Frau aber auch einfach nicht los (die Schmetterlinge im Bauch sind so schön und wurden heute gefühlsmäßig "vergast"). Ich möchte hier - eigentlich - keine Moralpredigt hören, was für ein Ar. ich bin, das weiß ich selbst. Aber war vielleicht jemand schon in meiner Situation und kann mir helfen aus diesem Chaos rauszukommen?