Effie75
Gast
Man erfährt vieles Stück für Stück. Meistens durch Zufall. Gemeinsame Bekannte.
Das ist das schlimme an solchen Trennungen. Man kann sich gegen nichts wehren.
Ich hatte nicht einen Gedanken an Betrug. Ich habe mir Sorgen um ihn gemacht. Dachte schon an so etwas wie einen Burnout.
Das scheint kein Einzelfall zu sein, dass man im falschen Glauben gelassen wird.
Man ist da chancenlos. Niemand lässt den Menschen den er liebt im Stich.
Mir wurde ja monatelang erzählt wie schlecht es ihm geht und ich soll mir keine Sorgen machen. Das war eine Achterbahnfahrt. Mal wurde es besser, dann wieder schlagartig schlecht. Mehrere Zusammenbrüche waren dabei.
Wenn man vertraut glaubt man, der andere ist ehrlich.
Ich glaube viele kennen dann auch diese Vorwürfe, die plötzlich gemacht werden: du bist nicht genug für mich da, ich bin dir egal, du machst alles mögliche falsch usw...
Deswegen es ist nicht alles so wie dargestellt wird. Oder wie man es gerne sehen möchte. Auch als Affärenpartner.
Ich habe lange gebraucht bis ich wieder einigermaßen funktioniert habe.
Heute geht es mir gut. Ich bin froh, dass er weg ist. Habe viel gelernt.
Ich glaube das hat sehr viel damit zu tun, was ich mir selber wert bin.
Wen ich unzufrieden bin, dann trenne ich mich oder ich investiere in die Beziehung.
Aber die Schuld für mein Verhalten dem anderen in die Schuhe zu schieben ist arm.
Ich musste das ja erstmal überhaupt sortiert bekommen.
Das ist kaum zu ertragen.
Es ist ein grausames Gefühl, so behandelt zu werden.
Nicht umsonst ist ghosting seelischer Missbrauch.