Valerieee
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Zitat von trennungsangst:Wahrscheinlich macht er heute nen happy Family day. Klasse. Fühlt sich gerade jedenfalls so an, als wenn er dann weg ist und das Gefühl ist beschissen.
Das glaube ich dir 😒
Und es ist so ärgerlich, dass er seinen Egoismus als Herzschmerz verkleidet. Oder als große Gewissensfrage!
Zitat von trennungsangst:Meinst du denn mit seinen Aussagen will er mir zwingend Angst machen, damit ich noch mehr klammere? ist das sein Ziel dahinter?
Unbewusst, ja, glaube schon. Aber auch nicht zu sehr klammernd. Das würde ihn anstrengen.
Er braucht dich in einem Zustand, in welchem du nicht zu stark bist, damit du nicht in den Widerstand gehen kannst, aber zu schwach darfst du auch nicht werden, denn dann fehlt ihm die Herausforderung und es wird ihm uninteressant.
Und diese Angst hat mich zum Beispiel viel zu lange auch an meinen Ex gebunden! Die Vorstellung, für ihn uninteressant zu werden. Dabei liegt genau darin die Rettung für einen.
Es ist das Beste, was einem passieren kann, wenn solche Leute das Interesse an einem verlieren. Dass es für solche Leute nichts mehr zu holen gibt.
Er hat nicht an unserer Liebe Interesse, auch nicht an unserer Wärme. Sondern nur daran, wie ihm der gegenwärtige Moment so angenehm wie möglich gemacht werden kann. Ihm. Nicht der Familie, nicht seiner Frau, nicht dir und ihm, oder dir, nein - es geht nur um ihn.
Kommt einmal die Frage, wie es dir in dieser Situation geht, ob du zurechtkommst?
Du kommst gar nicht vor, nein, er muss nachdenken, er muss eine Entscheidung treffen, er braucht Ruhe, er braucht Zeit, du sollst ihm glauben, denn das braucht er gerade, du sollst auch nicht gehen, denn noch braucht er dich, aber wenn er dich nicht mehr braucht, wenn er keine Verwendung mehr hat für dich, dann kann es ihm gar nicht schnell genug gehen mit der Verabschiedung.
Ich habe das alles durch. Bis zuletzt konnte ich nicht glauben, dass ein Mensch so sein kann.
Einer hat das auf YouTube mal so beschrieben: Du bist ein Toaster. Wenn du dich weigerst, mir mein Weißbrot schön knusprig zu toasten, bin ich ärgerlich. Was soll das, ein Toaster, der sich weigert, das zu tun, wofür er da ist?
Was mache ich also? Ich besorge mir einen neuen. Ist doch logisch. Es geht darum, dass mein Toast getoastet wird.
Das war unglaublich hart für mich zu verdauen, aber hat mir ein großes Stück dabei geholfen, meine Position zu verstehen in diesem Spiel: Ich bin ein Toaster und habe zu funktionieren. Sobald ich aufbegehre oder kaputt gehe, bin ich irrelevant, da nutzlos.
Solchen Menschen, für die man nur zu funktionieren hat, darf man kein Partner sein! Menschen brauchen Liebe und Gegenseitigkeit.
Zitat von trennungsangst:Ich bin ziemlich sicher, dass er, wenn er dann soweit ist , er mir mitteilen wird, dass er sich für seine Ehe entscheidet, die beiden eine Therapie machen werden, sobald sie von der Kur zurück ist und und und.
Du kannst dich auch entscheiden! Gegen ihn. Da würde er gucken. Aber vor allem wäre es gut für dich.
Zitat von trennungsangst:Dann wird er wahrscheinlich entweder sagen, dass er gerne Freunde bleiben würde, oder aber, dass er keinen Kontakt mehr will, mich aber gerne noch ein letztes Mal sehen würde, damit wir persönlich reden können.
Dieses Theater möge er bitte allen Beteiligten ersparen.
Zitat von trennungsangst:Was wäre denn, wenn ich, wenn er sagt, dass er sich für seine Ehe entscheidet, sage: „okay, dann viel Erfolg dabei“
Lieber gar nichts sagen. Stell dir vor, wie das wäre...er schreibt dir dramatisch, dass er sich für seine Familie entscheiden musste, du ihm aber trotzdem viel bedeutest und er sich freuen würde, wenn ihr Freunde bleiben könntet, und er erwartet eine tränenreiche oder sauwütende Reaktion und dann kommen da nur die zwei blauen Häkchen und: nichts.
Damit rechnet er nicht. Ich habe das nie geschafft. Mein Ex hatte zwar keine andere Frau, für die er sich entscheiden musste oder nicht, aber er hat permanent mit dem Beenden der Beziehung gespielt.
Ich kann nur sagen, egal, was ich geantwortet habe, es war falsch und hat mir nichts gebracht. Ich habe immer bereut, geantwortet zu haben. Es gibt schlicht keine richtige Antwort auf so einen Quark.
Er ist zuhause aufgeflogen. Er ist seitdem nicht bei dir gewesen und hat sich auch noch immer nicht entschieden. Selbst, wenn er jetzt zu dir käme, wäre es schon etliche Zeit zu spät. Halte dir das, wenn es möglich ist, stets vor Augen. Er hat es vergeigt bei dir.
Ein Satz, der vielleicht gut einschlägt: Du bist da, wo du sein willst.
Sowas hören solche Unentschlossenen gar nicht gern.