Zitat von Blanca:@trennungsangst Ich versuch's nochmal anders herum und wiederhole diese Frage hier - denn soweit ich sehe, blieb sie bisher unbeantwortet: Manchmal ...
Wisst ihr, jedes Mal als es eine Situation gab, in der er (wieder mal) seinen Koffer gepackt hat und mir gesagt hat „heute komm ich zu dir, heute geh ich den Schritt“ war da nicht nur Freude bei mir.
da war auch Angst und wie ein ganz kleiner, ganz kurzer Blitzeinschlag ein Gedanke von „willst du das?“ „oh Gott, ihr könnt nicht glücklich werden, das ist nicht das was du willst“ „was ist, wenn er das jetzt wirklich tut?!?“ Aber diese kleinen kurzen Blitzeinschläge waren genau so schnell weg, wie sie was waren.
Mir ist klar; was das alle für folgen hätte. und selbstverständlich wäre es für mich, als noch kinderlose junge Frau ein heftiger Umstieg, wenn da plötzlich regelmäßig die 4 Kids rumlaufen würden, für die ich auch noch die doofe bin, die die Familie zerstört hat (wobei der AM natürlich, selbstverständlich noch heute gesagt hat, dass er noch nie ein schlechtes Wort über mich verloren hätte vor den Kindern und seiner Frau).
und auch sehe ich den finanziellen Aspekt. Er hätte maximal den Selbstbehalt. Kein Wunder bei 4 Kindern. das das nicht viel ist, wissen wir wohl alle. ~1.500Euro Oder so.
Ich hab immer gesagt, dass ich kein Geld brauche um glücklich zu sein. Für mich ist alles andere viel wichtiger als Geld. Aber natürlich kann ich nicht abstreiten, das man sich auch mal was leisten will. Oder in den Urlaub fahren möchte.. etc.
genau so das Thema mit seiner Frau. Das diese immer eine Rolle in seinem Leben spielen wird, allein wegen der Kinder. Das muss natürlich so sein, das ist klar. Aber ja, das ist mir selbstverständlich ein Dorn im Auge. Ich hätte damit Riesen Probleme. Und auch was das Vertrauen anbelangt. Die Kinder-„Übergabe“ soll ja in einem vernünftigen Rahmen stattfinden, der Kinder zu liebe. Keine Paketübergabe auf einem Parkplatz. Aber das wäre immer ein Problem für mich. Wen wunderts auch….
was hoffe ich? Keine Ahnung. Das habe ich mit meiner Therapeutin auch schon versucht rauszufinden. Ich kann nicht sagen, dass ich in meiner Kindheit nach Liebe betteln musste, das war nicht so.
Aber mein Vater war selbstständig und sehr sehr viel unterwegs. Es war regelmäßig so, dass er auf Dienstreisen auf der ganzen Welt unterwegs und damit immer wochenweise weg war - also mal hier eine Woche, mal da. es ist für mich also nichts neues, dass eine für mich wichtig Person immer weg und wieder da ist.
damit könnte es natürlich zusammenhängen, laut Therapeutin. Da ich ein Papa-Kind war, wurde mir zwar keine Liebe entzogen, aber sie war nicht immer greifbar für mich. Meine Bezugsperson. Ich wusste, sie ist nicht aus der Welt, aber die ist auch gerade nicht für mich da.
das ist ja das gleiche Muster jetzt.
Ich kann nicht abstreiten, dass es damit zusammenhängt. letztens sagte meine Therapeutin, dass ich lange nicht bereit war mein Herz zu öffnen (seit dem Tod meines Vaters) und deshalb nie wieder diese tiefe Liebe zugelassen habe.
für den AM war ich bereit dies zutun.
eine solch tiefe Liebe (meinerseits, vor allem zu Beginn) zuzulassen und dann so massiv enttäuscht zu werden, macht natürlich was mit einem.
Ich kann nicht mal abstreiten, dass es tief in mir eher ein Wettkampf ist, ihn von mir zu überzeugen. Gut genug sein zu wollen. Das Spiel zu gewinnen. das hört sich ganz schlimm an, finde ich. Und mir fällt es nicht leicht das so zu schreiben. Vielleicht weil ich das nicht sehen will.
was hoffe ich also? das er sich für mich entscheidet.
obwohl ich weis, dass unsere Zukunft geprägt von Misstrauen, Ängsten, Verzweiflung, Wut, Trauer und Vorwürfen geprägt wäre. Ich wüsste, dass wir keine Chance haben, weil keine Basis mehr vorhanden ist. Ganz im Gegenteil.
Mir ist klar, dass ic IMMER Angst haben müsste das er das gleiche mit mir macht oder sogar zurück zu seiner Frau geht. das WILL ich nicht.
sowas will ich einfach nicht. das war er alles getan hat ist unverzeihlich.
und trotzdem ist da diese tiefe Abhängigkeit. Diese Abhängigkeit von dem, was er mir vorgespielt hat zu sein.
Seine Maske. Und diesen Mann, der er gar nicht ist, den hab ich aufs Podest gestellt, ja. und ich schaffe es nicht, diese Maske abzunehmen.
Ich hab schon oft versucht dass ganze von außen zu betrachten, ganz nüchtern.
elendig, peinlich, ein ganz schlimmer Mensch. Belügt, betrügt, hintergeht, sich selbst, seine Frau, seine Kinder und mich. Fast schon (oder nicht nur fast?) kriminell mit seinen gefälschten Mietvertrag und Entlassungsbericht aus dem Krankenhaus. Das ist richtig vorsätzliches Handeln. Wieviel Zeit und Energie er reingesteckt hat um mich zu täuschen, das ist einfach nur … wow.
Und jeder Freundin, die an ihn geraten wäre, würde ich genau das raten, was ihr mir alle ratet. Wahrscheinlich würde ich sogar den ganzen Tag bei ihr bleiben, 24/7 Betreuung , nur um sie da durch zu bringen.
dieses Zuckerbrot Peitsche Ding hat mich so in diese Abhängigkeit und sucht gesteckt, dass ich mich einfach nicht lösen kann. diese Gefühle von diesem puren kontrollverlust, die Machtlosigkeit gegenüber meinen eigenen Gefühlen, das ist für mich einfach nicht aushaltbar.
Ich denke es ist auch diese tiefe Liebe die ich zum ersten Mal wieder zulassen wollte. Es reproduzier exakt die Gefühle, die eingetreten sind, als ich meinen Vater so plötzlich und unerwartet verloren habe. Meine Therapeutin meint, mein Kopf ist nicht in der Lage zwischen den verschiedenen Arten von Verlust zu unterscheiden.
sehr ihr? Ich sehe das alles. Und dann kommt der Punkt, an dem ich es versuche und scheitere gnadenlos.
Ich habe ihm nun seit 18 uhr nicht geantwortet und mir fällt es sau schwer.
😢