Guten Morgen zu Tief ins Glas Gucker,
ich würde dich jetzt gerne übers Knie legen und dir so richtig den A... versohlen, das wäre jetzt wirklich mal an der Zeit. Schreibe bitte nächstes Mal, wenn du nüchtern bist, denn das hatte gestern weder Hand noch Fuß. Wärst du glücklich über das Treffen mit ihr gewesen, dann hättest du dich nicht volllaufen lassen. Man säuft aus Verzweiflung, wenn man was verdrängen will, betäuben, was auch immer und genau, das tust du im Moment. Du verdrängst die Tatsachen. Eigentlich will ich noch lieber ihr den A.... versohlen, weil sie dir wieder Hoffnungen gemacht hat, obwohl sie sich nicht für dich entscheiden wird, sonst hätte sie es schon längst getan.
Gehe davon aus, dass es nicht mehr lange dauern wird, dann bekommt es der Mann mit. Er ist nicht so lieb wie deine Frau, die alles erträgt, sogar den Sexentzug. Im Moment erträgt sie noch alles, weil sie es verdrängt aber der Tag kommt und die Fragen werden mehr.
Du bist hier nicht der Einzige, dem so was passiert ist. Viele verstehen dich, geben dir Tipps, unterstützen dich sogar aber ich kann es auch nachvollziehen, wenn jetzt ein paar sagen: "Ohne mich, der ist Beratungsresistent!" Niemand kann dir deine Entscheidung abnehmen, wir können dich auch nicht davon abhalten die Affaire zu beenden. Das musst du wissen. Manche Kinder lernen erst die Gefahr kennen, wenn sie in einer waren. Wie oft sagt man: "Fass die Herdplatte nicht an!" immer und immer wieder und am Ende tun sie es doch. Erst durch den Schmerz haben sie die Lektion gelernt. Ich hoffe für dich, dass du endlich erkennst, dass du eine Herdplatte vor dir hast aber du entscheidest, ob du nachsehen willst, ob sie heiß ist.
Ich habe mir letztes Jahr sehr die Finger verbrannt, ich litt ein halbes Jahr und die Narben tun jetzt oft noch weh. Alle warnten mich aber ich dachte, ich halte die Herdplatte aus. Die Schmerzen der Erkenntnis, sind viel heftiger als die, der Ungewissheit. Manchmal müssen wir uns die Hände verbrennen, damit wir was lernen. Egal, wie sehr die anderen uns davor schützen möchten.
Du hast gesagt, du beneidest mich. Ich wünschte, ich hätte eine Familie mit Kind. Gerne hätte ich einen Sohn oder eine Tochter, ich hätte sogar schon die Namen dafür. Ich hätte gerne jemanden, zu dem ich nach Hause kommen kann bzw. er zu mir kommt. Auf dem Bürotisch hätte ich gerne ein Bild davon, ob nun mit Kind oder ohne aber ich wäre stolz auf meinen Mann. Vielleicht hätte ich Glück mit ihm aber ich denke dabei nicht daran, dass es kaputt gehen könnte, denn dann brauche ich keine Beziehung. Viele werfen diese heile Welt weg für die Herdplatte und müssen dann schmerzlich erkennen, dass es sich nicht gelohnt hat.
@BieneMai Du warst in meinen Augen zu schnell. Die Euphorie, dass er zu dir steht war größer als die Erkenntnis, dass er zu feige ist, um sich zu trennen. Man braucht ein Trennungsjahr zur Scheidung. In diesem Jahr war dein Geliebter nicht in der Lage zu sagen, was Sache ist. Du hast alles hinter dich gelassen für einen Mann, der dich hinhält. Er muss gut sein, sonst würdest du es nicht so lange aushalten. Seine Worte werden dir immer wieder Hoffnung geben und die Treffen sind dann wie ein Vulkan. BieneMai, wenn du wissen willst, ob er dich wirklich liebt und zu dir steht. Ziehe dich zurück, sei nicht erreichbar, antworte erst am Abend, wenn er dir morgens schreibt. Lass ihn wissen, dass du frei bist und tun und lassen kannst, was du willst. Entweder er bekommt die Angst, dich zu verlieren und kämpft um dich oder er atmet aus und hockt sich daheim auf die Couch als wäre nie was gewesen. Nur so weißt du woran du bist. Er wird sein wahres Gesicht, seine Gefühle für dich zeigen. So lange du immer erreichbar für ihn bist, wiegt er sich in Sicherheit und zieht das Spiel in die Länge.