Yolanda
Gast
ich möchte gerne ein neues Thema starten, bei dem es um den Gedanken geht, bewusst alleine zu bleiben. Ich habe kürzlich eine schlimme, sehr hässliche Trennung durchlebt. Aber auch die (meist kurzen) Beziehungen davor waren im Nachhinein betrachtet nicht so schön. Vielleicht liegt es an meinem Beuteschema. Vielleicht auch daran, dass ein Großteil der Männer (Frauen natürlich auch) nicht (mehr - waren sie es jemals?) treu sein können/wollen. Vielleicht ist es auch eine Mischung aus beidem.
Ich verliebe mich selten, aber wenn, dann so richtig. Ich habe nicht den geringsten Einfluss darauf. Wenn es passiert, ist es wie Magie - nur leider bei Männern, mit denen man besser keine Beziehung eingeht.
Diese ganzen Umstände bringen mich zu dem Schluss, dass ich - rein rational betrachtet - besser alleine bleibe und das Thema ad acta lege. Es ist sinnlos und ich spüre das. Es wird mit jeder Beziehung/Affäre sinnloser. Sex beim ersten Date ist für die Männer kein Problem, aber nach einer Weile Händchen halten in der Öffentlichkeit? Schwierig! Das habe ich seit 10 Jahren kaum mehr gemacht. Das war wohl zu verbindlich in der heutigen Zeit.
Es wäre eine absolute (!) Befreiung, den Wunsch nach einer funktionierenden Beziehung aufzugeben. Nichtsdestotrotz ist da natürlich ein Teil in mir, der gerne einen Partner an seiner Seite hätte. Ihr seht also die Krux an der Sache!
Nun zu meiner Frage: Wie schafft man es, mit einer Lebensvorstellung abzuschließen, wo man weiß, es hat keinen Sinn. Ich möchte Frieden schließen. Nach der Trennung vom Vater meines Sohnes musste ich mich damit arrangieren, dass es keine Familie mit Mutter, Vater, Kind im klassischen Sinn mehr geben wird. Es hat eine Weile gedauert, aber heute habe ich da ein anderes Lebenskonzept und bin gut damit. In Sachen Lebenspartnerwunsch gelingt mir das nicht. Wer von euch ist an einem Punkt, an dem er glücklich alleine ist und nicht mehr auf etwas hofft, was mit unnormal großer Wahrscheinlichkeit nicht mehr eintreffen wird?
