Zitat von max3000:Es gibt wahrscheinlich mehr als 1 Konstellation, um glücklich zu sein.
Das verändert sich auch mit der Zeit.
Getrennte Wohnungen müssen nicht das Ende der Beziehung darstellen.
Offene Beziehungen halte ich für dynamisch.
Das ich mich jetzt in meine Affäre verliebt habe, ist ein heftiger Schlag.
Kann sie noch nicht vergessen.
Ich will aber für mich einen Neustart - mit eigener Wohnung, nah bei meinem Sohn.
Und meiner Freundin.
Zumindest bist du ehrlich zu beiden Frauen und dir selbst und versuchst jetzt eine Lösung zu finden, mit der alle Beteiligten leben können. Ob das klappt, wird sich zeigen, aber wenn nicht, kann man ja nachjustieren. Für seine Gefühle kann man nichts, man kann keine erzwingen, wo keine (mehr?) da sind, man kann auch keine unterdrücken dauerhaft, wo sie gespürt werden wollen - außer man möchte gern krank werden. Man kann nur eins: Ehrlich mit allen Beteiligten sein und versuchen, mit den Tatsachen bestmöglich umzugehen unter gegenseitiger Rücksichtnahme. Wenn Ihr das hinbekommt, dann wird auch das Kind unter der Trennung nicht mehr als nötig zu leiden haben. Und wer weiß, vielleicht kommt in ein-zwei Jahren auch alles ganz anders als man jetzt denkt. Man würde es aber ohne Ehrlichkeit und entsprechende Schritte nicht herausfinden.
Der Schritt zur räumlichen Trennung ist mutig und oftmals aus meiner Sicht der Beste, denn nur mit Abstand kann man seine Gefühle sortieren und merken, ob man den Anderen überhaupt vermisst, das geht nicht, wenn man immer aufeinanderhockt. Ist wie im Museum, manchmal muss man ein paar Schritte zurücktreten, um das ganze Bild zu erfassen. Distanz schafft Nähe, wir vermissen nur das, was wir nicht täglich haben, das ist einfach so. Und es gibt durchaus auch Beziehungen, die klappen wunderbar und nur deshalb, weil man nicht (mehr) zusammenlebt.