×

Lieber Forenbesucher,

wer bei uns Unterstützung sucht, soll sie finden, und wer helfen möchte, ist hier herzlich willkommen. Moderatoren und Mentoren begleiten das Forum und achten darauf, dass Beiträge respektvoll bleiben. Sachliche, tröstende, wohlwollende und empathische Beiträge sind ausdrücklich erwünscht, damit sich alle Mitglieder wohl fühlen. Abwertende oder verurteilende Inhalte haben hier keinen Platz.

111

Augen zu oder auf?

Lilli_1993
Hej zusammen,
danke für eure Antworten und eure Zeit meinen langen Text zu lesen. Entschuldigt echt die Länge, ich hatte das ursprünglich nur für mich aufgeschrieben.

Egal ob eure Antworten hart und weicher ausfielen, jede einzelne hat mir geholfen. Und jene die meinen, dass mit mir etwas nicht stimmt oder dass ich professionelle Hilfe brauche, haben auch Recht. Ich sollte es auch noch mehr probieren diese zu bekommen. Nur bei einer Sache will ich euch etwas widersprechen und alle anderen etwas fragen:

Ich will glücklich sein. Als ich kürzlich die Tagesklinik nach drei Monaten verlassen habe, wurde mir von der Therapeutin gesagt, dass sie von Anfang an meinen Wunsch nach "Heilung" und meine Veränderungsbereitschaft so groß gewesen sei. Und ich habe auch selber gespürt wie ich mich besser verstanden habe, sogar als ca. dann unsere Probleme richtig schlimm wurden. Ich habe mich sogar auf diese ganze Innere-Kind-Arbeit eingelassen, obwohl ich Jahre nicht gerne meine eigene Familie so genau betrachtet habe. Ich habe dort so viel gelernt und teilweise habe ich mich wie ein anderer Mensch gefühlt. Und wir haben dort auch über Jura gesprochen und nachdem es mir schwer viel auch dort so genau hinzusehen habe ich ganz viel an seinem Verhalten als manipulativ und Grenzen verletzend erkannt. Nur jetzt ist davon einfach nichts mehr übrig.

Habt ihr eine Idee wieso ich da jetzt nicht mehr drauf zugreifen kann? Und: ich habe dort gelernt, dass ich meinem eigenen Gefühlen vertrauen muss; tue ich: Jura behandelt mich respektlos und undankbar. Und er hat mein Vertrauen und- das ist besonders mies- Träume ausgenutzt. Ich sollte mir das auf keinen Fall mehr gefallen lassen und mich nicht noch kleiner machen als ich bin. Warum handel ich nicht? Hoffnung obwohl ich doch weiß ich leide hier jeden Tag? Bequemlichkeit? Und warum suche ich noch immer die Schuld bei mir, also so, als könnte ich was ändern oder müsste einfach selber dankbarer sein?

x 2 #31


D
Zitat von Lilli_1993:
ich will glücklich sein.

absolut verständlich, irgendwo ist das der Urgedanke für den Mensch als Gesellschaftstier.
ABER: erst wenn du es schaffst, für dich allein glücklich zu sein, kannst du es auch in einer Beziehung sein. Dann ist dahinter kein Zwang sondern nur „ein nettes Add on“… wenn dich das Add on nicht gut behandelt, setzt du schneller und klarer Grenzen, denn du willst glücklich sein und kannst dies im Zweifel auch alleine sein.

#32


A


Augen zu oder auf?

x 3


Femira
Zitat von Lilli_1993:
Habt ihr eine Idee wieso ich da jetzt nicht mehr drauf zugreifen kann?

Ja, klar. Eine Tagesklinik heilt nicht. Sie stabilisiert erstmal und wenn das erreicht ist, muss sie entlassen.
Und entlassen hat sie dich in ein Umfeld und zu einer Person, die dich destabilisiert. Und da bist du nun: so destabilisiert, dass du dich nicht trennen kannst.

Ich würde dir raten, schau, was geht. Such dir eine Wohnung, zieh aus und sag gern, dass du da die Beziehung noch halten willst und suche dir dann einen Therapeuten, mit dem du weiter arbeiten kannst. Der dir hilft, deine Grenzen zu ziehen und zu verteidigen.

Oder geh in die Klinik, lass dich da stabilisieren und suche dir von da aus einen Therapeuten, der dir dann weiter hilft.

Oder bleibe, wo du bist und suche dir einen Therapeuten.

Ich glaube, dass du ziemlich stark bist und ersteres gut wäre.

x 1 #33


T
@Lilli_1993 Du hast wahrscheinlich Angst ihn zu verlassen.Zu Emotional Abhängig hat Er Dich gemacht. Und deine Selbstzweifel kommen noch dazu. Du weißt das Du so nicht mehr weiter machen kannst mit der Beziehung. Aber Du kannst den Schritt nicht gehen .

x 1 #34


Lilli_1993
Zitat von djculture2001:
absolut verständlich, irgendwo ist das der Urgedanke für den Mensch als Gesellschaftstier. ABER: erst wenn du es schaffst, für dich allein ...

Ja, dass stimmt schon. Also ich bin echt nicht gerne alleine, obwohl ich so gerne alleine lese, Kinder habe und einen echt großen Freundeskreis habe. Aber es gab schon Phasen, wo ich das mal war. Nur: jedes Mal wenn es mir dann grade besser damit ging, ja sogar gut, kam: ein Mann.

Und jetzt wo ich das lese, könnte ich mich etwas Ohrfeigen. War ja "alles" gut.🙄 Ist auch echt etwas dieser starke "eigene Familie"-Wunsch. Bin schon dabei den etwas loszulassen, aber ja. 😕

x 1 #35


D
Wie war es denn, wenn ein Mann in dein Leben kam. Ich mein, du hattest ein Leben für dich geplant, welches lief. War es dann so, dass du dich anpassen wolltest/ solltest/ musstest und zu viel von DIR auf der Strecke blieb? Hast du dich (und das passiert auch gerne mal, ohne dass man es merkt oder zu spät bemerkt) von dir selbst entfernt?

#36


S
@Lilli_1993
Zitat:
Egal ob eure Antworten hart und weicher ausfielen, jede einzelne hat mir geholfen. Und jene die meinen, dass mit mir etwas nicht stimmt oder dass ich professionelle Hilfe brauche, haben auch Recht.

Sagen wir mal so , ohne professionelle Hilfe wirst du vermutlich sonst wieder an solch Person kommen oder auswählen.

Zitat:
Ich will glücklich sein. Als ich kürzlich die Tagesklinik nach drei Monaten verlassen habe, wurde mir von der Therapeutin gesagt, dass sie von Anfang an meinen Wunsch nach "Heilung" und meine Veränderungsbereitschaft so groß gewesen sei. Und ich habe auch selber gespürt wie ich mich besser verstanden habe, sogar als ca. dann unsere Probleme richtig schlimm wurden.

Warum gehst du dann nicht wenn es richtig Schlimm wurde ?

Zitat:
Ich habe mich sogar auf diese ganze Innere-Kind-Arbeit eingelassen, obwohl ich Jahre nicht gerne meine eigene Familie so genau betrachtet habe. Ich habe dort so viel gelernt und teilweise habe ich mich wie ein anderer Mensch gefühlt. Und wir haben dort auch über Jura gesprochen und nachdem es mir schwer viel auch dort so genau hinzusehen habe ich ganz viel an seinem Verhalten als manipulativ und Grenzen verletzend erkannt. Nur jetzt ist davon einfach nichts mehr übrig.



Zitat:
Habt ihr eine Idee wieso ich da jetzt nicht mehr drauf zugreifen kann?

Durch den Stress m dem Traumabonding , den ganzen Drama und Hormone wird unteranderem das Gehirn in Mitleidenschaft gezogen.

Es bedarf ca. 100 Tage bis sich das alles wieder halbwegs beruhigt.

Du hast geschrieben , das du 3 Monate , also 90 Tage in der Klinik warst. Also genug Zeit das sich das manipulierte , traumatisierte Gehirn und die Hormone die jeden Tag im dauereinsatz waren haibwesg beruhigt , normalisiert haben.


Da du nun wieder Kontakt zum Täter hast , deine Hormone auf Dauer Stress sind , und dadurch z.bl dein Gehirn sich wieder negativ entwickelt hat , kannst du das schlechte nicht mehr sehen.

Du kannst dir das so vorstellen wie der Esel ( das bist du ) der Bauer mit der Angel und der Möhre drin ( das ist der Typ ) mit der Möhre das ist die Liebe , Zuwendung , Positives.

Wenn du nicht funktioniert wirst du konditioniert in dem er die Möhre weiter weg hält und du dich anstrengen sollst. Das passiert willkürlich von ihm. Also nicht berechenbar , so wie er Bock hat und wo es ihm Nutzen bringt.

Bist du bockig , klopft er mal mit der Möhre auf deine Nase.

Wenn nicht mehr funktioniert , gibt er dir ein Stück Möhre zum Essen , das du wieder auf den Geschmack kommst und bei Laune bleibst um dann willkürlich die Angel wieder anzuheben.

Zitat:
Und: ich habe dort gelernt, dass ich meinem eigenen Gefühlen vertrauen muss; tue ich

:

Zitat:
Jura behandelt mich respektlos und undankbar. Und er hat mein Vertrauen und- das ist besonders mies- Träume ausgenutzt.


Zitat:
Ich sollte mir das auf keinen Fall mehr gefallen lassen und mich nicht noch kleiner machen als ich bin.




Meist ist die Angst wegen der Veränderung danach zu groß.

Man denkt durch das Traumabonding das man ohne die andere Person nicht existieren kann!

Das ein Kontaktabbruch so wäre als ob man sagt , das man sagt ,,das man Lebenserhaltendemassnahem einstellen muss.


Zitat:
Bequemlichkeit? Und warum suche ich noch immer die Schuld bei mir, also so, als könnte ich was ändern oder müsste einfach selber dankbarer sein?

Täterintrojekt.

durch das klein machen des Täters hast du kein Selbstbewusstsein mehr und denkst das du dankbar sein kannst das er überhaupt mit dir zusammen ist.

Was er macht , ist ein Täterverhalten…..

#37