Kerstin_2016
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zumindest war die "Affäre" tough und hat dann irgendwann klare Regeln aufgestellt.
Wäre sie hier der angemeldete User, dann hätte man ihr wahrscheinlich genau das geraten, was sie jetzt getan hat: Bedingung stellen, daran Regeln knüpfen und noch ein letztes Mal Geduld haben. Warum sie letzten Endes einmalig hier als anstrengend empfunden wird, verstehe ich nicht so ganz...vielleicht habe ich aber auch was überlesen...
Wie dem auch sei... mich wundert, dass Du, lieber TE, hier aus allen Wolken fällst. Irgendwann ist auch mal gut und Punkt...und genau an diesem Punkt scheint sie zu sein?! Sie hat eine klare Deadline gesetzt und durch die wabrigen/schwammigen Vorgeschichten war das Maß halt nun voll als Du diese Deadline verstreichen lassen hast, ebenso anscheinend mit schwammigen und gar ausbleibenden Taten/Handlungen (und sorry ein Foto ist nun wirklich keine Handlung...die wäre gegeben, wenn Du das Foto vor Ihrer Tür gemacht hättest um dann gleich zu klingeln an dem besagten Tag). Sie kann Dir auch nur bis vor die Stirn schauen und ist wahrscheinlich dann auf ihre eigenen Interpretationen angewiesen gewesen. Sie wird (zu recht) gezweifelt haben.
Solch eine emotional anstrengende Zeit (Affäre, Öffentlichkeit, zu ihr stehen, keine Zukunftsplanungen)...rauben Energie, sehr viel sogar. Das sind Emotionen/Gedanken aller Art : Wut, Enttäuschung, allgemeine Zweifel, Zorn, Hilflosigkeit, Liebe, Verzweifelung, Selbstzweifel, Vertrauensprobleme, Hinterfragungen, Unsicherheit, romantische Gefühle, Zukunftsgedanken, schöne Momente, tolle Gespräche, Angst, Selbstgeißelung, Trauer und und und... in einem ständigen Auf und Ab, auch wechselnd binnen von Stunden. Es wird sie über die Monate fertig gemacht habe. Auch wenn das alles nicht immer offensichtlich für Dich war und sie selbst vielleicht auch nicht immer darüber geeredet hat. Aus Selbstschutz oder um dich zu schützen. Ich weiß es nicht, sie wahrscheinlich auch nicht. In einem darfst Du Dir aber sicher sein.... auch wenn immer mal wieder schöne Phase dabei waren... es ist ein Sterben der Liebe auf Raten. Irgendwann setzt sich auch mal ein Schalter um und es wird sich distanziert, auch innerlich. Diese Distanz nimmt Einfluß auf die eigenen Gefühle und "minimiert" Stück für Stück das, was Euch eigentlich mal verbunden hat. Und es kommt der Punkt, dass man glaubt zwar noch soweit für den nächsten Schritt zu sein, aber dann vielleicht feststellt...puhhh...nö... das war anstrengend, eine Beziehung könte dann auch anstrengend werden...ich will das gar nicht mehr....mein Liebes-Fass ist nahezu leer, ausgeschöpft, erschöpft. Das was da noch an Gefühlen übrig ist, wabert in einem nur noch rum, weil es halt so eine emotionale Zeit war und man konnte nie mal zur Ruhe kommen um zu Verarbeiten. Denn... bis zum Zeitpunkt X war sie innerlich nur und ausschließlich damit beschäftigt, das Ganze in eine Beziehung zu "verwandeln", als das vermeidliche Ziel näher rückte und durch schwammige Aussagen irgendwie halb bestätigt wurde, konnte sie sich gedanklich damit beschäftigen, was das nun in ihr auslöst...und stellt fest: weißt´de was? Jetzt bin ICH mir nicht mehr sicher, ob ich das wirklich will.
Zumindest stelle ich mir das so ungefähr vor....
Wie dem auch sei.... es gibt zwei Seiten der Medaillie... Deine und ihre.
Ob Du wirklich zu lange gewartet hast, kann ich nicht sagen. Ich kenne Deine Geschichte nicht. Aber ich kann durchaus verstehen, dass dies keine leichte Entscheidung war und Du halt Zeit brauchtest. Auch eben zum Wohle der Kinder, vergiß das nicht. Sie stehen an erster Stelle...das ist halt so, wenn man Papa (oder Mama) ist.Wie lange man nun letzten Endes selbst braucht, um zu verstehen / zu wissen, wie man zu einem neuen (potentiellen) Partner steht...ist letzlich auch nur ein Prozess, der so individuell ist, wie der Mensch selbst.
Jeder in seinem Tempo.
Jeder für sich hatte eine andere Geschwindigkeit auf der Bahn... so konnte man gemeinsam das Ziel gar nicht erreichen.
Meine Meinung....
Viele Grüße
Kerstin